Warum denn woana?

Seit Provinzmadame jenseits der Vierzig ist, ist ihre Haut a bisserl dicker worden. Dann und wann, gehen ihr die Augen zwar noch über, aber ihr Mitleid für Damen die sich von ihrer „Naivität“ nicht verabschieden können, hält sich in Grenzen. Bei dem Wort „Schatzi“ schon schwach werden und mit „schau wie i schau“ alles verzeihen. Meist solche, die nicht mehr die Jugend, aber das „Nötige“ zwischen dem Daumen und Zeigefinger haben. „Flüssig“ sind, nicht wie Provinzmadame: „flach wie eine Flunder“. Schmachtende, die ihr Flüssiges verflüssigen wollen erhören. Meist bequeme „Luschi´s“, sollte es zu einer späteren Partnerschaft kommen, eher einer Dienerschaft gleicht. Sich den Launen der „Angebeteten“ ausliefern, um mit deren Geld bezahlen und in ihrem Haus wohnen zu können. Das nennt Provinzmadame moderne Knechtschaft.

Mit Schatzi kann ihr, keiner „imprägnieren“

Einen Mann zwar „ranlassen“, aber nicht ans Geld. Tja, wenn der Brilli am Finger glänzt und am Arm eine Tasche von Hermes, hängt am Rockzipfel sicher a Ernst. Mit einer Golden Card im Börserl, steht dem „Self-Made-Fabrikant“ ja nichts mehr im Weg.
Da ist die Antwort auf die Frage einfach: „Was hat sie, was wir nicht haben?“ Geld, meine Lieben, Geld.
Nur, wenn das der Preis für einen tollen Mann ist, muss Provinzmadame wohl Single bleiben. Im Anflug jugendlichen Leichtsinns hat aber auch sie mal „Deppensteuer“ bezahlt. Damals, als der grüne „Römerquellegolf“ zu gewinnen war. Zig Teilnehmerkarten hat sie ausgefüllt, das Porto hätte für ein schönes Abendessen gereicht.

„Gib jemanden Geld und er freut sich kurz, nimm jemandem Geld und er ärgert sich lange“

Das mit dem reich werden, funktioniert bei Provinzmadame eben nicht. Ihr Ex meinte dazu:“ Du wirst nie Geld haben, du bist eine Geldvernichtungsmaschine“.
In der Provinz gelten halt andere Regeln und ihre Ziele sind´s auch:
Sie will ja reich werden, aber an Abenteuern, Träumen, Gesundheit, Spaß, vor allem an Liebe.
Wenn sie heute das Geschreibsel ihrer damals Sechsjährigen liest, denkt sie: So gscheit war des Dirndl scho 🙂
Im Übrigen, war Provinzmadame schon mal reich und schön, aber dann klingelte der Wecker 😉

Aus dem Tagebuch einer Sechsjährigen



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