Wer wird denn do woana

Jenseits der Fünfzig, is mei Haut a bisserl dicker worn. Doch dann und wann, gehen mir die Augen schon noch über. Auch mein Mitleid für Damen, die sich von ihrer „Naivität“ nicht verabschiedet haben, hält sich in Grenzen. Die schon beim „Schatzi“ schwach werden und bei einem „schau wie i schau“ alles glauben. Anbeter in der Schlange erhören, die ihr Flüssiges verflüssigen wollen. Das nötige zwischen Daumen und Zeigefinger haben, eben „flüssig“ sind und nicht „flach“ wie ich.

Mit Schatzi, kann mir keiner „imprägnieren“

Den Mann zwar „ranlassen“, aber nicht ans Geld. Bequeme „Luschi´s“, deren Partnerschaft eher einer Dienerschaft gleicht. Sich den Launen der „Angebeteten“ ausliefern, um mit ihrem Geld zahlen zu können und in ihrem Haus wohnen dürfen. Das nenn ich moderne Knechtschaft. Tja, wenn ein echter Brilli am Finger glänzt und am Arm eine Tasche von Hermes, da hängt am Rockzipfel sicher da Ernsti. Wenn man eine Golden Card im Börserl ist, steht einem „Fabrikant“ nichts mehr im Wege. So einfach ist die Antwort, auf die Frage: „Was hat sie, was ich nicht hab?“
Göd, meine Lieben, Göd.

Sportflitzer gegen Schlaglochsuchgerät

Wenn das der Preis, für einen tollen Mann ist, werd ich wohl Single bleiben. Im Anflug jugendlichen Leichtsinns, hab ich auch mal Deppensteuer bezahlt. Damals, ein grüner „Römerquellegolf“ war zu gewinnen. Zig Teilnehmerkarten hab ich ausgefüllt, das Porto hätte für ein schönes Abendessen glangt. Das mit dem reich werden, funktioniert halt bei mir net. Mein Ex meinte schon:“ Du wirst nie Geld haben, du bist eher eine Geldvernichtungsmaschine“. Jaja, in der Provinz gelten andere Regeln, da heissts:
Gib jemanden Geld und er freut sich kurz,
nimm jemandem Geld weg und er ärgert sich lang.
Mein Ziele waren sowieso immer andere:
Ich will noch reich werden an Abenteuern, Träumen, Gesundheit, Spaß, vor allem aber an Liebe.
Wenn ich dann das Geschreibsel meiner damals Sechsjährigen lese, denke ich: So gscheit war des Dirndl scho 🙂

Aus dem Tagebuch einer Sechsjährigen

Im Übrigen, ich war schon mal reich und schön, aber dann klingelte der Wecker 😉

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