Unstudiert doch nicht ungebildet

In jungen Jahren schämte ich mich keine akademische Ausbildung zu haben. In unserem Land ist es doch so, hast du was, bist du was, und hast zumindest an Magister, dann hast auch schon an Türöffner. Ich wusste einfach noch nicht was ich wollte, daher jobte ich mich durch sämtliche Branchen. Ich habe viele Fachbücher „studiert“ und nahm an Seminaren teil. Am meisten hat mich jedoch Lebensbildung interessiert. Was kann man tun, das jeder Freude am Lernen, Freude an der Arbeit und Bewegung hat?

Einige wissen schon in jungen Jahren was sie wollen. Bei einigen kristallisiert sich das erst in späteren Jahren heraus. Wie sollte der Bildungsweg eingeleitet werden und wann?
Erstaunlich für mich ist auch in manchen Unternehmen die Mitarbeiter Führung. Das Motto heutzutage: „Wir sind nicht da um euch die Köpfe zu streicheln“ – führt dazu, das unter dreißig jährige schon an Burnout erkranken. Sie geben auf, weil die Aussicht, vierzig Jahre einem Beruf nachzugehen, der nur Druck erzeugt, kein Lob hervor bringt, und unglücklich macht, die angefangene Euphorie in Depression umwandelt.

Profit ist heute die Devise. Eingeleitet in den frühen Achtzigern, sehe ich das Ende kommen. Wir Älteren können noch mit Frustration umgehen. Die Jüngeren in den Wohlstand hinein geboren, können mit der Desillusion nicht leben. Unsere Gesellschaft erlebt einen drohenden Stillstand. Wie könnte man den noch verhindern?

In dem man Menschen das machen lässt, was sie am besten können. Ohne Studium, ohne Meisterbrief und Diplom. Bitte, damit sollen selbstverständlich Mediziner ausgenommen sein, und Ausnahmen bestätigen die Regel. Obwohl, wie viele pilgern in die asiatischen Gefilde und predigen dann die Natur Medizin. Wir haben Kren, aber Ingwer ist der neue Gott! Heiler werden aufgesucht, da verlässt man sich einfach auf Tradition und weiter gegebenes Wissen, ohne Studium. Ja, wenn nix mehr hilft, dann darf auch der Nix ran. Den letzten beißen die Hunde.

Fangen wir doch einfach wieder von vorne an. Um was geht es im Leben überhaupt?
Günter Anders (österreichischer Philosoph) hat dazu geschrieben:“ Warum setzen sie eigentlich voraus, dass ein Leben außer dazu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur könnte – eben das was sie Sinn nennen? Nach dem Jahrhunderte lang der menschliche Körper durchstudiert wurde, kommen wir endlich zum Wesentlichen, nämlich dem, ohne dem gar nichts geht, unser Hirn.
Prof.Dr. Gerald Hüther schreibt in seinem Buch „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ – „Erst benutzen sie ihr Hirn besonders schlau, um sich ein bequemes Leben zu machen, und wenn sie das endlich geschafft haben, fangen sie an zu verblöden“
Buchtipp: „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ Prof.Dr. Gerald Hüther

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