Unstudiert = ungebildet???

In jungen Jahren, war es mir peinlich, keinen akademischen Grad zu haben. So ein Titel mach ja was her, oder net? In unserem Land gilt: Hast du was, dann bist du was und hast an Magister, hast auch schon an Türöffner. Ich stamme aus einer normalen Arbeiterfamilie, jobbte mich durch sämtliche Branchen, las viele Bücher und nahm an Kursen und Seminaren teil. Aber studiert, na studiert hab i net. Pfeif drauf2

Einige wissen schon in jungen Jahren was sie wollen

Bei anderen wiederum, kristallisiert es sich erst nach Jahren heraus. Wann wäre dann der beste Zeitpunkt, den Bildungsweg einzuleiten? Sollte man als Arbeitsplatz, eine „Kette“ gewählt haben, gilt hier: „Wir sind nicht dazu da, um Euch die Köpfe zu streicheln“. Kein Wunder, das unter 30- jährige schon an Burnout erkranken. Sie geben auf, weil die Aussicht, vierzig Jahre, einem Beruf nachzugehen, der nur Druck erzeugt, kein Lob hervor bringt, unglücklich macht und daher, die angefangene Euphorie in Depression umwandelt. Essen im Haus am Hang

Profit ist die Devise

Angefangen in den frühen Achtzigern, sah ich das Ende kommen. Wir Älteren, heben gelernt, mit Frustration umgehen. Die Jüngeren, in den Wohlstand hineingeboren, können mit Desillusion nicht leben. Unsere Gesellschaft erlebt einen drohenden Stillstand. Kann man den noch verhindern? Ja! Indem man Menschen das machen lässt, was sie am besten können. Auch ohne Studium, ohne Meisterbrief und Diplom. Bitte, Ausnahmen bestätigen die Regel! Wie viele, pilgern in asiatischen Gefilde und predigen die Natur als Medizin. Wir haben Kren, aber Ingwer ist der neue Gott! Heiler werden aufgesucht, man verlässt sich hier einfach auf Tradition und weitergegebenes Wissen, ohne Studium.
Ja, wenn nix mehr hilft, dann darf auch der Nix ran. Mopsvogel Pixabay i

Fangen wir von vorne an

Um was geht´s überhaupt? Günter Anders (österreichischer Philosoph) hat geschrieben:“ Warum setzen sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer dazu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur könnte – eben das was sie Sinn nennen? Nach dem Jahrhunderte lang der menschliche Körper durchstudiert wurde, kommen wir endlich zum Wesentlichen, nämlich dem, ohne dem gar nichts geht, unser Hirn.
Prof.Dr. Gerald Hüther schreibt in seinem Buch „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ – „Erst benutzen sie ihr Hirn besonders schlau, um sich ein bequemes Leben zu machen, und wenn sie das endlich geschafft haben, fangen sie an zu verblöden“
Buchtipp: „Bedienungsanleitung für ein menschliches Gehirn“ Prof.Dr. Gerald Hüther
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