Randfichtn oder Platzhalter?

Randfichtn oder Platzhalter?

Als „Randfichtn“, bezeichnet der Bauer Bäume, die dem Wald Schutz vor Wind und Wetter geben sollen. Stark mitgenommen, aber wenigstens als Christbaum enden und nicht als Hackschnitzel, ist seine Chance. Ists bei uns nicht auch manchmal so? Als Kinder haben wir wenig Möglichkeiten, wenn wir nicht gerecht gefördert werden. Darum versuchen so manche Halbwüchsige durch Kleidung, ihre Richtung zu finden oder definieren. Es geht ums: Dazugehören oder nicht.

Als „Zuagroaster“, bist erst mal Außenseiter

In einem Dorf am Attersee, bei den „Alteingesessenen“, ewig und drei Tag. Etablieren erfordert hier viel Selbstbewusstsein und Nerven. Männer tun sich manchmal leichter, weil sie aufgeschlossener sind. Treten einigen Vereinen bei, saufen gscheit mit oder lassen sich einen „anhängen“. So sind sie mit von der Partie. Frauen sind bei so etwas „diffiziler“ frisch geschieden, gibt´s sofort: Zickenalarm!

Zutritt als Mitglied im Ruderverein?

Als ich dieses zu meinem neuen Hobby machen wollte, versuchte ein Mitglied, für mich eine Begleitperson zu organisieren. Diese sollte verhindern, dass sich „Fehler“ einschleichen. Die Empörung, nachdem ich das Gespräch mithören konnte, war: „Das schlägt dem Fass den Boden aus!“ Am anderen Ende der Leitung wurden Bedingungen gestellt. Nach den Antworten, kann man sich nur das denken: Ja, ungefähr so, wie deine Frau. Okay„: Der Herr Doktor nimmt sich die Zeit nicht! I glaub i spinn!
Gleich beim zweiten Mal, saß ich allein im „Einer“, für mein Alter sehr gut. Motiviert, sah ich mich schon Rennen der Seniorenklasse gewinnen.

Auch das Verhalten des „Oberhäuptlings“: geht gar nicht

Ist doch vereinsfeindlich. Ein Verein braucht doch Geld, sollten deswegen die „Alten“ nur zahlen, um so die Jungen zu fördern?
Mein Bruder, Jugendstaatsmeister im Kajak Einer, meinte nur:
„Die wollen Sieger, die Sponsorengelder einbringen“. Okay, aber vielleicht würden´s im Radio mal sagen:
„Eine unglaubliche Leistung, meine Oma könnte es nicht besser machen!“
In diesem Verein aber, ist man es nicht mal Wert gefragt zu werden, ob man etwas trinken will. Die Arbeitskollegen vom „Clubchef“ aber schon.
Dafür, wurde mir nach der 3. Schnupperstunde gleich eine Beitrittserklärung unter die Nase gehalten.

Hier doch ein Lob an die Frauen!

Sie waren entgegenkommend, unterhielten sich mit mir und haben mir sogar die mitfahrt im „Vierer“ angeboten. Leider ging sich das mit meinen Arbeitszeiten nicht aus.
Ich war sowieso sauer auf den „Häuptling“, dass mir der Spaß hier, vergangen ist. In einem anderen Ruderverein anfragte und hiermit die Vereinstätigkeit vom Ruderverein am Attersee, mehr als in Frage stelle.

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