Hilfe – Tante Hilda kommt!

Der Super-Gau aus Salzburg, die Schwester meiner Mutter, unsere „fleischgewordene“ Kontrolle. Hatte selber zwei Töchter und zwei Söhne, aber „ihre“ Welt, war anscheinend in Ordnung. Wir waren sechs Kinder und unsere Mutter war ordentlich, aber hatte keinen Ordnungsfimmel. Außer die Tante aus Salzburg kündigte sich an, da wurde weggeräumt was das Zeug hielt. Bis auf die Viecher im Kinderbadewandl, in der Badewanne. Ja mei, für einen großen Käfig war kein Geld da. Alle zwei Jahre tanzte sie an, um ihre „Almosen“ vorbeizubringen. Die „abgelegten“ Kleider unserer Cousinen aus der Stadt, wie ich das hasste. Ein halbes Jahr im Zwillingslook mit meiner kleinen Schwester.

Tante Hilda und mein Tierhaushalt

Darüber konnte sie sich richtig echauffieren. Mein Gott, zwei Meerschweinchen, zwei Goldhamster, zwei weiße Mäuse und einen Wellensittich. Mein Schwager schrieb ins Familienalbum unter dem „Zoo“: Viecher-Ingrid“. Wenn mein Sitznachbar in der Klasse einen Wurf schwarzer Mäuse bekam, konnte es sein, dass ich auch davon noch zwei mit Nachhause brachte. Gut, der Geruch, war schon mal. Aber in jedem Haushalt riechts anders und unser „Wohngeruch“ war halt der: „schon wieder nicht ausgmist“. Es wurde besser als ich ins Teenageralter kam. Der Besuch der alten Dame aus Salzburg, aber nicht.

So tragens das nicht mal in Salzburg!

In Salzburg sagt und tut man das nicht und so ein Lokal besucht man in Salzburg nicht“. Diese blöde Kuh, nur um uns mit ihrem überspannten Wahn zu zeigen, dass wir für sie, zweitklassig waren. Heute hasse ich es noch, wenn manche meinen, weil man ihren Lebensstil nicht teilen kann, sich auch nicht in ihrer Gesellschaft befinden sollte. Meine Tante lebt schon lange nicht mehr, es ärgert mich aber immer noch, wie viele „Hildas“ unter uns sind. Sollte nicht der Austausch zählen, das Gemeinsame, obwohl man verschieden ist?
Nicht gemieden, weil man andersdenkend und anderer Herkunft ist. Man ist auch kein Idiot, nur weil man eine andere Wirklichkeit hat.

„Wie klein ist das, was einer ist, wenn man´s mit seinem Dünkel misst“.Wilhelm Busch

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Die Cousinen aus Salzburg, sind natürlich nicht mit drauf

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

3 Kommentare zu „Hilfe – Tante Hilda kommt!

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