Den Kopf in den Sand?

Mein Praktikum, absolvierte ich im Attergauer Seniorenheim. Die Freude, wenn mich die Bewohner sahen, war immer groß. Logisch, Abwechslung pur. Gemeinsame Spiele, Gedächtnistraining und Training für die Kognitiven Fähigkeiten. Was Anfangs belustigend war, entpuppte sich bei vielen als Trauerspiel. Für die zu Hause, die einen Partner „verloren“ haben. Gerade jetzt, passiert es in meiner Familie. Mein Schwager „verliert“ sich. Ein Mann, der sein Leben der Familie, der Gewerkschaft und seiner Leidenschaft, die letzten Jahre dem „Freizeithäuschen“ und seinem Hund, gewidmet hat.Selfieladen1

Er schafft es nicht mehr

Fast nicht mehr gehen, versucht er immer noch verzweifelt, seinem Hund, den Auslauf zu ermöglichen. Ein Platz für das geliebte Tier wird gesucht. Die Partnerin, seine Frau, meine, unsere Schwester? Vor einem Jahr noch quitschfidel, hatte einen Schlaganfall. Ein Schnupfen hätte auch greicht. Ja, man kann das Leben leicht und mit Humor nehmen, aber ab und an, winkt der Ernst. Ein Neues Jahr beginnt wieder, eines, wo bei unseren Geburtstagen, die Leichtigkeit des Sein´s mit einem Wehmutstropfen gefeiert wird.

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Meine Schwester in der Mitte

Wir werden es hinkriegen

wie alle unsere Verluste. Wir werden die Lachfalten dennoch vertiefen. Aufmerksamer uns selbst gegenüber sein und unsere Feste noch länger, lustiger und genussvoller Feiern. Nicht den Mut verlieren, leben, lachen, lieben, wie auch immer. Das erste Familienfest im Jahr, ist mein Geburtstag. Immer mit Motto, diesmal: Federvieh. Wir werden gackern, singen, tanzen und mit den Flügeln schlagen. Narrhalla läßt grüßen. ja, wer Humor und a bisserl Sarkasmus hat, den haut so schnell nix um.

Brixen
Kurztrip nach Brixen:Schwestern, Schwägerin, Schwiegermutter, Freundin

Ich habs im Hinterkopf

Lebe jetzt noch bewusster und entscheide rigoroser: Zu meinem Vorteil! Fast täglich, zähl ich die Jahre, die mir bleiben, bis zum Countdown. Das Alter, wo meine Mutter und meine Schwester, mit 66 Jahren ihren ersten Schlaganfall hatten. Ich hoffe doch, das ich mit meiner Lebenseinstellung, dem Bewusstsein, etwas durch „Vorbeugung“ dagegen zu tun, diesem Schicksal nicht in die Hände laufe.

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