Den Kopf in den Sand?

Können wir, wenn es um Alzheimer-Demenz geht. Solange es uns, oder unsere Familie nicht betrifft, brauchen wir uns auch nicht damit zu beschäftigen. Mein Praktikum absolvierte ich im Attergauer Seniorenheim. Was Anfangs manchmal belustigend war, entpuppte sich bei vielen als Trauerspiel. Nämlich bei denen, die einen Partner „verloren“ haben.

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Gerade jetzt

passiert es in meiner Familie. Mein Schwager „verliert“ sich. Ein Mann der sein Leben der Familie, der Gewerkschaft, und seiner Leidenschaft, die Liebe zu seinem Hund gewidmet hat. Jetzt wo er fast nicht mehr gehen kann, versucht er immer noch verzeifelt, dem Hund seinen Auslauf zu ermöglichen. Er schafft es nicht mehr. Und wir sind auch fast am Ende. Es wird ein Platz für das geliebte Tier gesucht. Und die Partnerin seine Frau, meine, unsere Schwester? Vor einem Jahr noch quitschfidel, hatte einen Schlaganfall. Ein Schnupfen hätte auch greicht. Ja, man kann das Leben leicht nehmen, und mit Humor, aber ab und an, winkt der Ernst.

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Ein Neues Jahr beginnt

eines wo bei unseren Geburtstagen, die Leichtigkeit des Sein´s mit einem Wehmutstropfen gefeiert wird. Wir werden es hinkriegen, wie alle unsere Verluste. Es geht weiter, und wir werden die Lachfalten dennoch vertiefen. Wir werden aufmerksamer uns selbst gegenüber sein, und wir werden die Feste noch länger, lustiger und genussvoller Feiern. Dazu sind wir, und ich da. Nicht den Mut verlieren, leben, lachen, lieben, wie auch immer. Das erste Fest im Jahr, wird meines sein. Es wird auch wieder ein Motto geben. Diesmal: Federvieh. Wir werden gackern, singen, tanzen und mit den Flügeln schlagen. Uns kriegt man nicht so leicht unter.

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Narrhalla läßt grüßen

ja wer Humor hat, und a bisserl Sarkasmus, den haut so schnell nix um. Wie heißt es doch so schön: hast Alzheimer, lernst du jeden Tag neue Leute kennen, und du kannst dir deine Ostereier selber suchen. Und ausserdem, wennst dein Spiegelbild siehst kannst sagen:
I kenn di net, aber waschen tu ich dich trotzdem.

One comment

  • Manchmal ist es einfacher, den Kopf in den Sand zu stecken. Scheinbar. Die Realität kann man aber nicht auf die Dauer verdrängen. Traurig manchmal aber nicht zu ändern.

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