Den Kopf in den Sand?

Mein Praktikum im Seniorenheim machte den Bewohnern Spaß und mir Freude. Logisch, Abwechslung pur. Spiele, Aufmerksamkeitstraining, Übungen um die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Was da unterhaltsam war, ist heut, bei uns ein Trauerspiel. Mein Schwager „verliert“ sich. Ein Mann, der sein Leben Familie, Freunden und seiner Leidenschaft, dem „Gartenhäuschen“ samt Hund gewidmet hat. Er schafft es nicht mehr, kann nicht mehr aufrecht gehen, versucht verzweifelt seinem Hund den Auslauf zu ermöglichen, den er dringend braucht.

Einen Platz für das geliebte Tier

Und seine Frau, meine, unsere Schwester, für alle wirds ein Heimplatz werden. Vor einem Jahr noch quitschfidel, dann: Ein Schlaganfall. Ein Schnupfen hätte auch greicht. Ja, man kann das Leben mit Humor nehmen, doch der Ernst winkt schnell zurück. Ein Neues Jahr beginnt und die Leichtigkeit des Sein´s hat bei Geburtstagsfeiern einen Wehmutstropfen mehr. Es war damals schon eine große Lücke, als unsere Mutter starb.

Wir werdens hinkriegen

wie alle Verluste und werden die Lachfalten weiter vertiefen. Aufmerksamer uns sein und die Feste noch länger, lustiger und genussvoller Feiern. Nicht den Mut verlieren, sondern, lachen, lieben, laufen und uns laben, wie auch immer. Das erste Familienfest im Jahr ist mein Geburtstag, immer mit Motto, diesmal: Federvieh. Wir werden gackern, singen, tanzen und mit den Flügeln schlagen. Narrhalla läßt grüßen. Tja, wer Humor hat und Sarkasmus besitzt, den haut so schnell nix um.

Es ist im Hinterkopf

Darum lebe ich noch bewusster, entscheide rigoroser, zu meinem Vorteil! Und fast täglich, zähl ich die Jahre bis zum Countdown.
Meine Mutter, wie meine Schwester und Schwiegermutter, hatten mit 66 Jahren einen Schlaganfall. Ich hoffe, dass ich mit meiner Lebenseinstellung, vorbeugend und dem Bewusstsein, diesem Schicksal nicht in die Hände laufe.
„Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu verleihen mag“

Wilhelm von Humboldt

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

Ein Kommentar zu “Den Kopf in den Sand?

  1. Manchmal ist es einfacher, den Kopf in den Sand zu stecken. Scheinbar. Die Realität kann man aber nicht auf die Dauer verdrängen. Traurig manchmal aber nicht zu ändern.

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