Den Kopf in den Sand?

Mein Praktikum absolvierte ich im Attergauer Seniorenheim. Freude, wenn mich die Bewohner kommen sahen, logisch, Abwechslung pur. Spiele, Aufmerksamkeitstraining und Übungen für die Kognitiven Fähigkeiten. Was sich Anfangs für mich, als Aussenstehende, lustig darstellte, ist grad jetzt in meiner Familie, ein Trauerspiel. Mein Schwager „verliert“ sich. Ein Mann, der sein Leben Familie, Freunden und seiner Leidenschaft, dem „Freizeithäuschen“ samt Hund gewidmet hat.

Er schafft es nicht mehr

Kann nicht mehr aufrecht gehen, versucht trotzdem verzweifelt seinem Hund Auslauf zu ermöglichen. Ein Platz für das geliebte Tier wird gesucht. Seine Frau, meine, unsere Schwester? Vor einem Jahr noch quitschfidel, bekam einen Schlaganfall. Ein Schnupfen hätte auch greicht. Ja, man kann das Leben mit Humor nehmen, aber oft winkt der Ernst zurück. Ein Neues Jahr beginnt, eines, bei denen die Leichtigkeit des Sein´s in Geburtstagsfeiern, einem Wehmutstropfen mehr hat.

Liesi Alias „Antonia“, Resi, meine Wenigkeit

Wir werden es hinkriegen

wie alle unsere Verluste. Wir werden unsere Lachfalten trotzdem weiter vertiefen. Aufmerksamer uns selbst gegenüber sein und unsere Feste noch länger, lustiger und genussvoller Feiern. Nicht den Mut verlieren, leben, lachen, lieben, wie auch immer. Das erste Familienfest im Jahr ist mein Geburtstag. Mit Motto, diesmal: Federvieh. Wir werden gackern, singen, tanzen und mit den Flügeln schlagen. Narrhalla läßt grüßen. Tja, wer Humor und a bisserl Sarkasmus hat, den haut so schnell nix um.

Auf den Spuren unserer Mutter: Ausflug nach Brixen

Ich habs im Hinterkopf

Lebe bewusster und entscheide rigoroser: Zu meinem Vorteil! Fast täglich zähl ich die Jahre zum Countdown. Meine Mutter sowie meine Schwester, hatten beide einen Schlaganfall: 66 Jahren. Ich hoffe, dass ich mit meiner Lebenseinstellung und dem Bewusstsein, dass man ihn nicht verhindern kann, durch Vorbeugung trotzdem diesem Schicksal nicht in die Hände laufe.
„Es ist unglaublich, wie viel Kraft die Seele dem Körper zu verleihen mag“

Wilhelm von Humboldt

Ein Gedanke zu “Den Kopf in den Sand?

  1. Manchmal ist es einfacher, den Kopf in den Sand zu stecken. Scheinbar. Die Realität kann man aber nicht auf die Dauer verdrängen. Traurig manchmal aber nicht zu ändern.

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.