Miss Sixty – oder der goldene Schuss?

So lange wie möglich „jung“ bleiben? Lieber fit und gsund! Gestern sah ich MISS SIXTY zum wiederholten Male. Die Konversation zwischen Iris Berben und dem im Film, vom Jugendwahn besessenen Edgar Selge. Wortwitz und Sarkasmus, beides in einem spritzigen Dialog, genial. Realität und Film, der Wirklichkeit sehr Nahe: Mutterwunsch mit Sechzig, um dann wie im Film, eine Puppe aus dem Fenster zu werfen, weil die Nerven blank liegen.

Bauchweh, müd, Hunger oder Durscht?

Anfang Dreissig oder Anfang Vierzig?

Anfang dreißig, dachte ich über ein drittes Kind nach, eventuell mit Vierzig. Bei elf Jahren Altersunterschied, von meinen beiden Töchtern, noch realistisch. Doch mit fünfunddreißig ist das Nervenkostüm, für hysterische, sich auf den Boden werfende Kleinkinder, nicht mehr strapazierfähig genug. Da hilft auch kein Johanniskraut. Wenn ich nicht schon Mutter gewesen wäre, hätte ich es wahrscheinlich noch gewagt.

Ihr auch?

„Alle vierzehn Tage“

las ich, würde sich Iris Berben den Haaransatz färben lassen, das war vor zwanzig Jahren. Da dachte ich die spinnt. Heute sitz ich selber alle drei Wochen mit Alufolie am Kopf, bei Bettina, um „Nachwuchs“ zu kaschieren. Hat schon mal jemand ausgerechnet, wieviel Zeit wir Frauen im Leben, beim Färben verbringen? Heute wird alles mehr, Haare werden am Kopf dünner und sprießen da, wo früher nie welche waren. Zeit des Zupfens und Epilierens.

Immer schön im Training bleiben

Wer will schon jung sterben?

Ich nicht! „Schaust eh noch gut aus, für dein Alter.“ Danke, bleibt mir deshalb mehr Zeit? Es geht mir auf den Sack, auch wenn ich keinen hab! Ja, ich wäre lieber Altausseher, dann würde man im Badeanzug keine gute Figur erwarten. Mehr Falten im Gesicht, würden zu meinem Körper passen. Darum ist das einzige, das ich noch unverhüllt zeige, mein Gsicht, dann heissts wenigstens wie früher:
„Servas, oide Hittn, morgn wirst niedergrissen“
(bevor i mi schlagen lass 😉

Warum net, in „unserem“ Alter 🙂

„Warum bekommt der Mensch die Jugend in einem Alter, in dem er nichts davon hat?“
Georg Bernhard Shaw

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