A Very Good Place here

Auch wenn noch so viele meckern und ich zum tausendsten mal darüber schreibe: Der Attersee ist und bleibt das Juwel vom Salzkammergut. Er, der Vater aller Seen, braucht wirklich „nix“. Den Leuten ist immer alles zu wenig! Gestern saß ich mit lovemylife wieder mal im Seehof. Den Sundowner genossen und festgestellt, diese Aussicht ist nicht zu dopen:
Der See nach Regen ruhig und gelassen, atemberaubend schön.
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Mechd sei wia da See

tiafgründig und stüh, mi regat nix auf, kau kemma wos wüh. Ja majestätisch im Winter und aufgewühlt im Sommer. Ich denke auch manchmal: a bissl mehr geht immer. Doch gestern, gemütlich, mit Blick aufs Wasser und dem Höllengebirge, haben wir beide festgestellt: DER ATTERSEE BRAUCHT NIX!!!!!
Weyregg Sundowner 2
Wir haben doch Alles! Haubenniveau beim Essen, rund um den See, teilweise sogar mit Seeblick: Langostinos, Aichinger, 1er Beisl, Ragginger, Stadler, Weingartl, Gasthof See, Hotel Post, Hotel Föttinger, Hotel Bramosen, Wachtberg, Hotel Häupl, Litzlberger Keller,  die Röhre, nicht zu vergessen die Cafe´s:
Bandlkramerey, Konditorei Ottet, Cafe Klimt, Cafe Eichhorn, Cafe Central 
Die Strandbäder mit ihren Angeboten. Das Bäder- und Wandertaxi. Italienische Märkte und Sommerfeste. Grillfeste und Biergärten mit südlichem Flair.

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Alles da!

Wir sind es, die sich nicht zu beschäftigen wissen.
Wir sind es, die sich wie kleine Kinder unterhalten lassen wollen.
Wir sind es, die immer sudern, das alles und jedes am See verbessert werden sollte.
Was wäre dann anders?
Wir nicht, im Gegenteil! Der einzige, der von einer Veränderung profitieren würde, ist der Staat. Es käme zwar mehr Ortstaxe rein und damit mehr Geld für die „Animationen“ die man den Gästen anbieten kann, nachdem der Attersee zum „Salzkammergut“ gehört, fließt viel Geld nur ins „Innere“

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Wollen wir wirklich mehr?

der See, käme vielleicht nicht mehr hinterher, mit der Wasserqualität. Warum reicht es nicht, wie es ist? Schmeckt das Glaserl Wein anders, wenn der Gastgarten prallvoll ist? Sitzen sowieso alle da und sprechen nix miteinander. Im Gegenteil, es wird gemeckert, wenn der Service, länger als fünf Minuten braucht, um beim Tisch zu sein. Leitln, schauts mal auf das, was die Natur bietet, helfts denen, die noch fast alles selber machen. Redets miteinander und geniesst die Ruhe.
Attersee Alexenau

Attersee 2018

Hochzeit am SeeDruck

Es gibt nix, wos net gibt

Genau, und da ich ja schon vieles im Leben ausprobiert habe, habe ich auch viel Erfahrung. Jetzt bin ich Hausdame! Für die langsamen Möpse zum mitschreiben: Ich bin keine Hausmeisterin! Wenn ich etwas zum ersten mal höre oder lese, frage ich nach. Wenn keiner da ist zum fragen, hilft mir mein Freund „Google“. Für die, die zu faul sind zum Nachlesen, hier ein kleiner Auszug meines Alltags.
Japanische Zierkirsche

Blumen haben Durscht

Und darum sollten sie auch morgens und abends gegossen werden. Bei einem großen Haus und demselbigen Garten, dauert das schon mal eine Stunde. Eine Villa die vor hundert Jahren in Attersee erbaut wurde, und als Jagdhaus herhielt, beherbergt auch Unmengen von Spinnen. Und was produzieren die? Richtig Spinnennetze. Also alle weg, täglich! Dann gibt es die Suiten mit Ausblick auf den Attersee. Das heisst auch viele Fenster und die sollten glasklaren Durchblick erlauben. Ergo, öfter putzen.
Blick aus dem Fenster

Der Gast ist König

Und damit der sich auch so fühlt, wird darauf geachtet, das nichts fehlt. Bei uns gibt es kein Frühstücksbuffet. Der Gast bekommt Frühstück auf Wunsch. Das heisst, er gibt Uhrzeit und Speisenwunsch bekannt, setzt sich zum liebevoll gedeckten Tisch und geniesst. In einem Appartement mit Küche, gibt es Zimmerservice. Das einzige was unser Gast selber machen muss ist: sich waschen und anziehn 😉
Abendessen am See

Ja und wer sorgt für das alles?

Richtig, die Hausdame. Sie kontrolliert ob alles, wie bestellt und versprochen, auch gehalten wird. Daher gibt es viele Helferlein, die alle diese Aufgaben erledigen. Und wie in jedem Unternehmen, gibt es eben eine oder einen, der die Aufgaben delegiert und überwacht. Jeder, der die „Villa Langer“ kennt, wird jetzt erahnen was ihn erwarten könnte, wenn er hier wohnen dürfte ;-).
BOAHHH – ja, das Haus sucht sich aus wer es betritt und bewohnt, darum gilt es für jedes Event: RESERVIEREN!
Da haben die Nachbarn Glück, sie können es aus der Nähe betrachten. Falls sie wissen wo die Villa steht 😉

Dorffest in Attersee

Ein Dorffest sollte dazu dienen, das sich Einwohner und Gäste näher kommen können. Na, net so. Kennenlernen im herkömmlichen Sinn. Einfach mehr über den anderen Erfahren. Das Dorfleben soll ein wenig aufgepuscht werden und die Vereine ihre Kassen mit Geld füttern können. Doch das was gestern in Attersee von statten ging, ist meiner Meinung nach ein wenig in die Hose gegangen, oder wir sind schlicht weg schon zu alt dafür. Es war eher so was wie, eins, zwei ausgefallen, was die „Standler“ betrifft. Um 17 Uhr kleiner Treff  bei „Gall´s Schirmbar“ und dann rüber auf eine Pizza. Von der Pizzeria wieder auf die andere Seite geflüchtet, um zu verhindern das der Bass, dir die Pizza nicht wieder rauf pumpt, hat uns der Schall vom Soundcheck weiter verfolgt. Der Geräuschpegel war der erste Schritt zum Gehörsturz!
Glas am Tisch

Der Wein ist tot

Einige Wirte sind froh endlich den Wein auszuschenken, der noch vom Stammtisch, vor einer Woche offen blieb. Nix für Weinkenner. Sie sehen sogar sofort, ob da noch Leben drin ist oder nicht! Das ist „Schüttwein“, weil er nur mehr zum „runter schütten“ reicht, nicht zum geniessen. Aber was soll´s, die Saison beginnt erst. Im Gastgarten auf der anderen Seite, weit weg von der Musik, war noch immer keine normale Unterhaltung möglich. Es half nix, wir gingen rein und die Tür musste geschlossen werden. Kann sein das es auch nur die falsche Band war. Zumindest für dieses Event. Ein Dorffest mit Konzertcharakter.
Hemetsberger Abtsdorf

Es ist offiziell

Da saßen wir nun, im Seehof, in angenehmer Ruhe und bei einem guten Glaserl Wein,  (Lobend zu erwähnen unseren Liebling: Rene :-), zwei Ältere in trauter Zweisamkeit den lauen Sommerabend genießend, Indoor! Der Geräuschpegel beträgt eben für uns nur mehr maximal 60 Dezibel. Das ist so viel wie ein Gruppengespräch oder eine Nähmaschine. Gestern aber war das ein Ghettoblaster von 100 Dezibel. Ich wäre neugierig auf die Sichtweise der Besucher. Geschmäcker sind ja verschieden und das Ohrenschmalz bei manch anderen auch dicker.
Fazit für mich: Dorffest Attersee JA, aber nur mehr Nachmittags und vor dem Soundcheck.

War das eine Gaudi

Aber vorher war´s Stress. Gaudi hin, Gaudi her: Liebe Welser, es tut mir leid, aber ich hasse diese Stadt. Nie findet man wieder heraus. Unter „ALLE RICHTUNGEN“ kommt man höchstens ins Erdbeerland. Ob man jetzt von der Autobahn oder Bundesstraße kommt, das Ziel finden ist der Weg. Gottseidank nach fünfmal fragen und drei mal umkehren waren wir da: PRESS THE BUTTON

Feuerwehr

Ich und mein Holz

Draufgekommen bin ich, als meine Jüngste sich mit ihren Freundinnen sich den Spaß machte. So coole und schöne Foto´s. Und dann packte ich „Lovemylife“ am Rockzipfel und wir suchten einen Termin aus. Vollbepackt wie Profi´s mit sämtlichen Klamotten und Vorlagen sind wir bei 27ºCelsius schweißgebadet ins Studio gehetzt. Mein Blutdruck wird es mir danken. Kurze Einführung und los ging´s mit der Knipserei.

Frosch

Einmal Du, einmal ich

Während ich mich umzog, knippste Gabi und umgekehrt. Du siehst sofort ob das Bild Scheiße ist. Kopf runter, Arme anwinkeln, oh, da ist ja die Linse, oben, unten, rechts und links. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Was eine gute Kamera ausmacht 😉 Die Utensilien für´s jeweilige Thema bekommst Du im Studio, oder du nimmst es mit. Die Zeit verläuft wie im Fluge und die zwanzig Minuten sind rein gar nix. Also falls ihr das erste mal hinkommt, bucht´s lieber vierzig.

Strick I

Da nehm ich mir den Strick

Ähh, es ist eher ein Tau. Schwerer, riesiger Knopf drin. Den wollt ich erst mal schupfen. Da hab ich gleich eine gwischt bekommen. Doch lieber ziehen? Mit welcher Einstellung? Von Oben schaut´s aus wie mitgehangen-mitgefangen und von unten schaut´s aus wie am Boden zerstört. Na wurscht, das was heraus kommen ist, find ich auch ganz cool. Also, falls Ihr mit Familie, Freunden oder Liebling ein paar Schnappschüsse machen wollt: Auf nach Wels! Auf das Ihr wieder zurück in die heimatlichen Gefilde findet 🙂

I love to entertain you

Ich habe kein Problem, über meine Erfahrungen, Meinungen und Gedanken zu schreiben. Sie sollen zeigen, wie eine Provinz-Madame auf die Sechzig zugeht. Mit allen Höhen und Tiefen, die das Leben so bietet und in die, ich ohne Scheu steige und falle. Das Sackerl für´s Gackerl hab ich sowieso immer dabei 😉
Frosch II

Fettnäpfchen

stehen bei mir an der Tagesordnung. Tja wenn die Zunge schneller ist als das Hirn 😉 Nur ja nicht drüber sprechen, ist bei mir nicht. Schlecht wär nur, wenn ich aus dem Ganzen nicht gelernt hätte. Ob die Näpfchen größer geworden sind, kann ich nicht beurteilen, aber sicher lustiger. Hinterher. Humor ist doch das Salz in der Suppe des Lebens 🙂

Födinger Alm 11.07.2010 007I

Die Etikette

kann, muss aber nicht überall die gleiche sein. Chinesen lassen diese zum Beispiel gerne an der Markenkleidung heraus hängen, das soll Wertschätzung bekunden. Sie tragen auch bei Beerdigungen weiss. Ín Frankreich, ist es usus, eine Viertelstunde zu spät zu kommen. In Amerika, ist es absolut verpönt Alkohol, zum Mittagessen zu konsumieren, ausser man wäre Charly Sheen. Den Präsident dürfen auch nur sie, kritisieren. Ganz wichtig auch, sich immer wieder und so oft wie möglich, zu bedanken. Visitenkarten gibt man auch nicht als erster, man fragt vorher sein Gegenüber. Sollten diese ihm ausgegangen sein, bedeutet das: Interesse unter Null!

Buchberg Hongar 17.11.2012 005I

Je weniger, desto mehr?

Wichtig ist in Japan jemand, der nur seinen Namen auf der Visitenkarte stehen hat. In den Arabischen Staaten sagt man „Friede sei mit Dir“ und nicht wie ich, als Nachsatz, wenn ich über jemanden Trampel oder Trottel denke 😉 Das hab ich mal wo gelesen, das es dann entschuldigt ist. Und die meisten Araber meinen bei einem „Ja“ vielleicht, und ein „vielleicht“ ein NEIN.
Hmmm?! Aussagen wie „Null Problemo“ sollten immer hinterfragt werden.
PS: „Ein Mann – ein Wort“ sollte man sich auch schriftlich geben lassen.
Wenn ich jetzt so überlege, bin ich eigentlich multikulturell 😉

Ab jetzt-Stufe 5

Natürlich wüsste man in meinem Alter gerne wie man mit zwanzig ausgesehen hat. Ich kann es mir ja nicht mal mehr vorstellen. Damals wusste ich es nicht zu schätzen. Meine Nase war zu groß, meine Äpfel waren zu spitz (wie ein Idiot einmal meinte) und mein Bäuchlein war auch nie flach. Tja, wenn ich die noch hätte, ich glaub ich wär noch ein geiler Feger und in Zeiten wie diesen kann man es ja nochmal probieren mit

Barbara Karlich

Beauty Plus

Ein App das im Radio vorgestellt, wurde von mir sofort heruntergeladen. Teste was zu testen geht. Mann oh Mann. Fantastisch das Ergebnis, sieben Verschönerungs- beziehungsweise Verjüngungsstufen. Ich benutzte die fünf, von sieben auf der Skala (Alter Schwede). Allerdings sollte man darauf achten, das so ziemlich alles abgedeckt wird, denn legst Du zu viel Augenmerk auf den Mund, wird das Dekolleté nicht mitgenommen (Wie bei einigen auf FB zu sehen ist 😉 Und bitte nicht vergessen: Das bist nicht Du!!! Man sieht ja nicht einfach in den Spiegel und ist gleich dreissig Jahre jünger. Aber irgendwann ist es dann so weit und man ist erstaunt, über die vielen veränderten Details, die pö a pö immer noch dazu kommen.

verwelkte Margarite

 

Wieder Zwanzig?

Nein danke, ehrlich. Ich bin zufrieden so wie ich bin. Zumindest mit meinem Charakter und so. Doch erschreckt es mich manchmal, wenn ich feststellen muss, das mein letztes Lieblingskleid auch nur mehr mit Hose und mein Lieblingstop mit Tülljacke getragen werden kann. Ich bewundere bei Hitze immer wieder die Frauen, die Top, Flipflop und Shorty s tragen, ohne Rücksicht auf Verluste.

Scheidungsparty

Und jetzt auch ich!

Weil 35°Celsius es einfach nicht zulassen, ich bei den Temperaturen nicht vier Liter Wasser trinken kann und mein Deo bei diesem Klima streikt. Mal ehrlich, mit wem willst Du das weitere Leben geniessen, wenn nicht mit deinem und diesem Körper? Also nehm ich ihn an, so wie er ist und wünsche mir, er hält noch gute zwanzig Jahre. Und das bissl Beauty Plus, gönn ich mir zum Spaß und zur Freud. Denn am Ende zählt mehr was Du genossen hast, und nicht deine Genossen, blicke der jungen Kellnerin in den Ausschnitt und denke mir: „Eine Frau in guten Schuhen ist niemals hässlich“, schau auf meine Slipper und nippe am Spritzer.
Grüne Slipper

Der Neid is a Luada und da Geiz is sei Bruada

Ob einen Neid weiter bringt, wage ich zu bezweifeln. Warum soll ich jemanden etwas nicht gönnen? Wenn er es hat, wird es sich wohl verdient haben. Egal wie, sie haben es! Und war es ein Geschenk, dann gönn ich es ihnen noch mehr. Wer würde nicht gerne ohne zutun eine Leistung umsonst bekommen? Dr.Dr. Rolf Haubl, Professor für Soziologie und Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt, fand in einer Befragung für Emotionsforschung heraus, das Frauen eher traurig sind und Männer eher neidisch. Sie haben auch herausgefunden, das ein gesundes Selbstbewusstsein vor diesen negativen Emotionen schützt. Ich habe es in der Hand, mich mit denen zu vergleichen oder nicht.
Erdmännchen

Der Neid, keine gute Seite

Ärger, Wut und Traurigkeit spielen also eine Rolle. Ärger, weil man es dem anderen nicht gönnt und Traurigkeit, weil man dieses gerne hätte. Aber würde das, was der andere hat, mich wirklich glücklicher und zufriedener machen? Ich glaube eher das es die Zufriedenheit ist, die jener Geselle oder Gesellin ausstrahlt und nicht deren Besitz. Ich würde mich mal fragen: Wann hab ich mich das Letzte mal so gefühlt? Es war sicher nicht weil ich etwas Neues erworben habe, nein es war sicher die innerliche Zufriedenheit. Eins mit sich und der Welt, wie man so schön sagt.

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Und der Geiz?

Ist noch schlimmer. Ob es um Materialien oder sogar um Wissen geht. Nichts hergeben wollen, kann aber auch an unbewussten Ängsten liegen. Eine Beziehung kann man mit dieser Eigenschaft zu Tode sparen. Krankhafte Sparsamkeit, in späteren Jahren gerne auch Altersgeiz genannt hilft nur der Bank oder den Erben. Denn geben soll man mit warmen Händen wie es so schön heisst.
Von der Macht des Geldes und dem Verlust der Gefühle,
erzählt Paartherapeut Wolfgang Schmidbauer mit zahlreichen Beispielen aus Familien- und Liebesbeziehungen anhand Hauffs Märchens „Das kalte Herz“ überzeugend. Ich kann Euch seine Bücher nur wärmstens ans Herz legen. Solltet ihr jemals Neid empfinden oder nur ein kleines bischen Geiz, dann passt auf und blättert lieber mal durch.