Jaja, das kann ich!

Mit diesem Satz hab ich schon manches im Leben verpatzt, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich habs halt gut gemeint und Youtube gabs vor zwanzig Jahren noch nicht. Als „Learning by Doing“ Typ, hatte und hab ich auch nie Angst vorm ersten Mal. Leider die Betroffenen nachher einen Schock, oder sogar Mordgedanken. Wie zum Beispiel Wimpern färben, ist doch einfach oder?

Der böse Blick

Was, Du kannst das?

War die ungläubige Frage meiner Schwägerin. Sie wollte ihre Wimpern nachfärben, doch leider hat die Friseuse abgesagt. Des öfteren beim Hairkiller beobachtet dachte ich: Is doch ganz einfach: Wattebauschen unter die Wimpern, Farbe auftragen und aus. Jede, die es mal selber probiert hat, weiß wie Scheiße das Ergebnis aussehen kann. Meine Schwägerin sitzt mit geschlossenen Augen zehn Minuten bei Tisch. Dann begleite ich ins Bad, alter Schwede: Zwei schwarze Guck. Ich musste verschwinden und um einen Lachkrampf zu unterdrücken. Mir tat es ja furchtbar leid, weil es war noch dazu Sonntag und Montags musste sie ihre leitende Funktion antreten. Wir tranken dann halt eine zeitlang keinen Sonntagskaffee mehr zusammen.

leider zu groß

„Des Kopferl is glei gstrickt“

Zu Besuch bei einem Arbeitskollegen meines Mannes, wollte die frisch gebackene Mamma ein Hauberl häkeln. Der Maschenzahl nicht sicher und die Wolle sehr teuer, fragte sie mich, handarbeitsaffin, ob ich das könnte. Na logo! Maschen pie mal Daumen, anschlagen und drauflos häkeln. Nach der zehnten Reihe, wurde mir unwohl. Der Häkelkranz wirkte doch zu groß für ein Babykopferl. Macht nix, positiv denken, rüber ins Kinderzimmer und messen. Uups! Phu, versuch mal „verstrickte“ Angorawolle aufzutrennen. Wir wurden selbstverständlich nie mehr eingeladen und wir sind auch auf FB nicht befreundet.

Wütende Frau

Kürzen mit der Klinge

Mit Vierzehn hatte sich eine Schulkollegin mit der Rasierklinge die Haare gekürzt. Klassiker der Siebziger: VoKuHiLa 🙂 Mit Naturlocken sah das super aus. Ich Fräulein „Machalles“, hab mir die Frisur natürlich gleich zugelegt. Super, passt, hat Luft. Wer eine jüngere Schwester hat, weiß was sie rufen:“Will haben, ich auch!“Klaro!
Leider sind mir die Haare bei ihr nicht so gut gelungen.
Vielleicht ist sie deswegen, heute ab und zu noch so giftig zu mir?

war schon a ganze Menge

Die Krönung: Tapezieren

Jeder kennt das, Tapete veraltet, die Wände müssten gestrichen werden oder sonstwas. Was sagt der Mann: „Werd ich schon irgendwann machen, sudert net“ – Aber mir hats glangt! Er, in die Spätschicht, ich auf die Leiter und die schon lang besorgten Tapeten am Küchentisch vorgekleistert. Wie immer, beim „Selfman“ im Fernsehen, schaut alles leichter aus: Blut hab ich schon geschwitzt, einfach eine Katastrophe. Schalter ausschneiden, Fenster und Türkanten, das Ergebnis: Meine Schwägerin schüttelte den Kopf und sagte:“ Sakra, wenn des da Karli siacht“
Von 13:00 Uhr bis 22:00 Uhr werkelte ich und als die Tür aufging, fiel dem I-Tipferlreider selbstverständlich, gleich der Pfusch beim Schalter auf. Egal, eine Woche später war der Maler da 😉

so einfach geht das

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