Foahr zua, oide Schochtl!

Rufen freche Jungs, „schleichenden“ Damen hinterher. Provinzmadame ist das wurscht, sie winkt stoisch und lässt sie vorbei. Denkt sich dabei mit einem Schmunzler:
„Eine Gehirnzelle weniger und du wärst eine Pflanze, du Idiot“.
Konstante 60km/h fährt Provinzmadame auf der Bundesstraße, genau so, als hätte sie einen Tempomaten aktiviert. „Lehrgeld“ hat sie schon genug bezahlt, weil immer schneller als erlaubt. Tja, ihre Karre, dieses Schlaglochsuchgerät, kann zumindest im Ortsgebiet rasen. Darum hält sie sich nun an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Falls sie im Rückspiegel Groll in den Gesichtern sieht, lacht sie nur, denn:
Liebe Audi und BMW-Fahrer, Provinzmadame ist Mutter und hat gelernt, quengeln zu ignorieren“.

Am Attersee braucht man Nerven wie Drahtseile

Und wer hier ein „schnelles Auto“ besitzt, darf sie nicht wegwerfen, nur weil ein Radfahrer, Traktor und oder die Wenigkeit von Provinzmadame, auf der Seestraße tuckert. Weder fluchen noch spucken kann helfen, auch nicht die Schimpfworte der Opas und Papas. Wortfetzen von Gerhart Polt festgehalten: „Rindvieh und Bambrunza, sind hier „Koseworte“. Darum ist es bei Kindern wichtig, früh genug ihren Wortschatz zu kontrollieren. Sie von „schiachen“ Wörtern fernhalten. Das dies nicht immer gelingt, beweist Provinzmadame die Erinnerung an einen „Kaffeeplausch“.

Nachbarsjunge, du schlimmer Bub

Dieser hatte eine richtig „schlechte Wortwahl“, obwohl er erst Sechs war. Die damals Vierjährige von Provinzmadame meldet am Tisch: „Ich weiß, was schiache Wörter sind“. Interessiert, schauten sich die Familienmitglieder an, AHA? Dann sprudelts nur so raus: „Blede Sau, Oaschloch, Krucka, Deppada, blede Kuah.“
Mit dem weißem Schaum vom Kakao um den Mund, sitzt sie da und alle sind sprachlos. Diese Peinlichkeit neben der Verwandtschaft, treibt Provinzmadame den Schweiß auf die Stirn. Stolz freut sich der Fratz, uns wieder mal „überrascht“ zu haben. Zur Rechtfertigung muss Provinzmadame aber noch erwähnen, dass diese Ausdrücke in ihrer Familie nie zu tragen kamen, außer, „Fetznschedl“ oder „bei dir föds vom Boa auf“, „Flochwixer“ und so. Diese Worte hatte die Kleine aber weder im Kindergarten noch in der Schule benützt und Zuhause gebraucht, bis heute.
Jaja, wie der Herr, so Gscherr.

s´gscheide Dirndl mit da oidn Schochtl

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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