Lamour to jour

Party und Sommerhit! Der Sommer, vor der Jahrtausendwende, die totale Sonnenfinsternis. Gottseidank hab ich mein Mammographiebild nicht weggeworfen. Ja, dieser Sommer hat so manches an den Tag gebracht. Leider nicht immer was gscheits. Wenn ich überlege, womit manche ihr Geld verdient haben. Die Schnullerkette zum Beispiel, kein Mensch, auch nicht am Lande, dachte jemals daran. Im Gegenteil, der Sauger wurde an einem dünnen Strick befestigt und dem Säugling um den Hals gegeben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals gehört oder gelesen zu haben, das sich ein Kind damit erhängte. Dann, die Hochzeit meiner Nichte ein. Der vergessene Fotoapparat. Mein schwarzes Lieblingskleid, als ich das erste mal sah, das die Bettfalten auf der Schulter, nach dem Aufstehen nicht sofort wieder verschwinden.

sea-1725930_960_720

Oder Klickklack

Auch so was, bis sich die Medien darauf stürzten und als krebserregend eingestuften. Wenn man es nicht richtig beherrschte, schlug man sich die Knöchel blau. Wie oft hatten wir Kinder blaue Flecken an den Schienbeinen? Deswegen wurde es sicher nicht verboten. Ich glaube, Generation 68, mein älterer Bruder zählte dazu, regte sich nur deswegen auf, weil das „Ausschlafen“ unterbrochen wurde. Er, sprang Sonntags mit Lichtgeschwindigkeit aus dem Bett, wenn wir im Hausflur die Kugeln, rekordtaktmäßig aneinander knallen ließen: Klickklackklickklackklick
Partyschild

Maschndrohtzaun

Der Anton aus Tirol, mit der Hintermoser Kathi, durften bei mir auf keinem Feste fehlen. Mein Vierziger, ein Alter, das ich bis heute, in mir spür. Geistig natürlich 😉 Körperlich bin ich schon manchmal abgespannt, um nicht zu sagen verspannt. Rückblickend sehe ich die „Vierziger“ sehr amüsant. Man will „da Wöd nu a Lucka haun“.
Heute, in den Fünfzigern: „Genießen als wär´s das letzte mal“ – die Endgültigkeit ist mir bewusst, besonders, wenn ich mit dem Smartphon in der Hand, gegen einen Laternenmasten renn.
Darum werden jetzt in großen Städten, diese „mit Matten ummantelt.“
Hallo, im 21ten Jahrundert.