Heute brau ich, morgen flieg ich

Das erste mal seit 37 Jahren! Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Als eigentlich noch Teenager, mit zarten neunzehn Jahren im Flieger nach Ibiza. Das war aufregend. Abflug in München, acht Uhr früh. Wir waren zu sechst. Eine heikle Mischung, auch noch im Nachhinein betrachtet. Egal zurück zum Flughafen. Ich glaub meine Augen bekamen basedowsche Ausmaße. Nur mein Herz fiel in die Hose, als ein Vielflieger in der Gruppe sagte: “ O Gott, a Hapag Lloyd, des bricht ja beim Start scho zsamm.“
Leiterwagen

Einmal und dann wars das

Dachte ich. Aber richtig Angst hatte ich nicht. Das einzige an das ich mich genau erinnern kann, waren die Luftlöcher in die wir gerieten. War cool 🙂 Irgendwie so, wie mit dem Schlitten den Hasenstallberg* hinunter und die erste Kuppel am Ende vom Hang erwischen. Aber nur das Gefühl im Bauch, nicht das im Nacken. Da hatte ich an einem Nachmittag beim öfteren „Schupfenfahren“ am Abend solche Nackenschmerzen und es wurde ein Schleudertrauma diagnostiziert. So viel zu dem, wenn mir etwas richtig taugt. (Wenn ich nur aufhörn könnt)
Schlittenfahren

Guat is gaunga nix is gschehn

Es sind durchwegs lustige Erinnerungen und heut denk ich mir gar nix dabei. Alleine würde ich mich zwar am Flughafen nicht zurecht finden, wäre auch kein Drama. Ich würde mich überall einweisen lassen, dazu muss man sich nur in einen Rollstuhl setzen und es kostet extra. Das wär mir aber wurscht, Hauptsach ich komm dorthin, wo ich hin muss oder soll.
Flieger

Auf geht´s mit Flyniki

Und das von Salzburg aus. Direktflug, Klasse! Gut das schon ein paar Jährchen vergangen sind. Viele können sich an den Spruch ja nicht mehr erinnern: „Willst du deine Frau nicht mehr, schick sie mit der Lauda Air. Schubumkehr – Frau nicht mehr.“ Hat mit den Männern auch funktioniert.
Hasenstallberg

*Kleiner Hügel, Abhang hinter dem Kulturzentrum in Lenzing Oberösterreich, Austria, Europa, Erde, drittnächster Planet, Heimat aller bekannter Lebewesen

Meine Top 12 im Dezember

Planen, wünschen, beabsichtigen, beschäftigen, mit Gedanken spielen, erträumen, erwarten, fantasieren, vertrauen, fiebern, glauben und hoffen. Ganz schön viel für diesen Monat. Ich mache mir eine persönliche Bucket Liste, diese Liste kann und soll man nämlich ändern, wenn sich was geändert hat. Weil das eine oder andere schon erreicht oder eingetroffen ist. Oder weil ich es gar nicht mehr will. Da ich eigentlich alles habe was ich zum Leben brauche und auch glücklich bin, schreibe ich also Dinge auf, die so unmöglich erscheinen, das es wahrscheinlich nie passieren wird.
bewegend-begeistern am Autobus

Dennoch denkbar 🙂

Warum sollte es nicht passieren das ich die Niagara Fälle sehe oder auf der Freiheitsstatue in Amerika steh. Ich werde es voraussichtlich nicht erleben, weil ich ja nicht mehr als vier Stunden fliegen will. Also was schreibe ich da so auf? Etwas Verrücktes, Unmögliches, einfach mal was nicht so Ernstes. Dahinträumen und mit einem Lächeln im Gesicht aufschreiben. Wenn Du das kannst, bist du wirklich „angekommen“ – es fehlt nichts mehr. Sodann, kurz vor Jahresende noch mal richtig „ausspinnen“: Also dann, ja ich will EINMAL:

  • Planen – mit der größten Achterbahn Europas zu fahren
  • Wünschen – einen Sommerurlaub in Lugano mit dem wunderschönen Comer See machen
  • Beabsichtigen – jederzeit auf einer Motorjacht fahren zu können
  • Beschäftigen –  wie ich es denn anstelle, die Geissens mal zu begleiteten: Roooooooooooobeeeeeeeeeeert 🙂
  • Mit dem Gedanken spielen – wie es wäre, einen Tesla mit Motor zu fahren – weil im Winter wird der Akku so schnell leer ist 😉
  • Erträumen – mit Karl Theodor zu Guttenberg Essen gehen – Ich hätte nämlich auch gern eine Titulierung
  • Erwarten – einen Tag lang nur die Wahrheit sagen – das mach ich dann besser an einem Tag bei den Hunden
  • Fantasieren – wie ich einen Sonntäglichen Brunch mit Familie und Freunden organisiere
  • Vertrauen – darauf, das mich niemand bescheisst
  • Fiebern – wenn ich daran denke, mit einer am Hubschrauber befestigten Schaukel über den Attersee zu fliegen
  • Glauben – das mich Sugar-Dani http://www.sugardani.at/ so schminkt, das ich aussehe wie Sophia Loren und deren Klamotten von „Arabeske“ tragen kann
  • Hoffen – das ich einmal zu meinem Geburtstag eine Grillparty im Freien machen kann – ich hab Ende Jänner

Jeder der jetzt meint, das es Blödsinn ist, hat Träumen nicht begriffen 🙂
Spruch am Smartphone