Vita – Teil 1

Im Salzkammergut als Fünftes, von sechs Kindern geboren. Drei Mädchen und drei Jungen, da konnte ich schon in der Grundschule, mit meinem Motivations- und Animationstalent punkten. Miter Schule fertig, wusste ich nicht, welcher Beruf für mich passend wäre und jobbte deshalb einfach drauflos.
Motto: Das hab ich noch nicht gemacht, probier ich. Von Künstlerin, Krankenschwester und Kindergärtnerin geträumt, schwirrte das Revoluzzer-Gen ständig eine Rolle.
Karriere mit Hausverstand ohne Gehorsam, ein Dorn im Auge.

Intermezzos ohne Ausbildung

Erfahrungen in jeder Hinsicht, waren sehr speziell. Von der Supermarktkasse in die Zahnarztpraxis. Im weißen Mäntelchen Patienten hereinrufen und mit dem Lentulo drohen. Kleines Mikroschraubwerkzeug, um anderen Leuten, den Nerv zu ziehen. „Auguste“ und der hochbetagte Gatte, der mit seinen Tremor geplagten Händen, die Mundöffnungen der Patienten zitternd anpeilte. Einer gab mal ein kurzes Stöhnen von sich und wurde ohnmächtig. Der Patient, aus Besinnungslosigkeit erwacht, fragte er verdattert: „Hats so weh getan?“ Das war nichts für meine Nerven.

Der Biss in den sauren Apfel

Ohne Ausbildung, wenig Alternativen. Wochen später traf ich „Frau Zufall“, meine Chance? Der Chef, die Mutter und die, suchte ein Mädchen für alles. Haushaltsführung mit Siebzehn? Als sich der Kleine beim Spaziergang verletzte und das Mittagessen nicht pünktlich am Tisch stand, kam der erhobene Zeigefinger. Mein Durchhaltevermögen trainieren und mit Siebzehn, die „Krot“ schlucken? Das akzeptierte mein Revoluzzer-Gen nicht. Konstruktive Kritik ja, aber nicht von Oben herab. Frisch verliebt, zieht es einen in die Nähe des Freundes.
Das Cafe im Ort suchte eine Saisonkellnerin, Übernahme wurde in Aussicht gestellt, aber nicht erfüllt.

Verwandte sind oft rettende Engel

Mein erster Job, in dem Kreativität und Hausverstand gefragt war. Halbleiter-Fertigung und guter Verdienst. Der erste Urlaub: Ibiza. Luftveränderung hinterlässt Spuren, meine erste Tochter wurde geboren. Nach dem Karenz wieder Geld verdienen in einem Dorf am Lande, ohne Auto schwierig. Mittlerweile konnte ich gut kochen und auch den Haushalt in Schuss halten. Die Schwiegermutter leider ein Pflegefall, war ich Mädchen für alles. Das erste mal meine Frage ans Leben: What´s going on? Taschengeld kannst dir bei uns verdienen, meinte eine Freundin. Einmal Haushalt, immer Haushalt?

Morgens, das halbschlafende Kind am Radl-Kindersitz

Auf zum Kindergarten. In diesem Haushalt, blieb die Küche kalt, die Dame des Hauses: „Sie brauchen nicht kochen, wir Diäteln“. Okay, trotzdem, vom Regen in die Traufe: Verbildeter Pädagogenhaushalt.
Die Kinder nach der Schule Zuhause, Frau „Lehrer“ Tennisspielen. Die Schuhe des Direktors putzen und imprägnieren. Im Haus, glättet dieser Spray auch Böden. Frau Lehrer verzagt: „Bitte, den Flur nicht mehr so glatt wischen, meinem Mann hats gestern die Füss weggrissen“.
Ich hätte von Csa Csa Gabor lernen sollen, die hat jedes Haus nach der Trennung behalten.

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