1.Advent: Bratwürschtl Sonntag

Der Bratwurst-Sonntag stammt aus Oberösterreich und ist ins Reich der „Großkopfatn“ übergschwappt, nach Salzburg und Gmunden. Bratwürschtl, Sauerkraut, Erdäpfelpürre oder Erdäpfelschmarrn mit Brot. Als es bei den alten Griechen noch um „Wurstkämpfe“ ging, war Hunger der Grund, heutzutage sinds: Tourismuskonzepte: „Was sollte man wieder aufleben lassen“. Seit Provinzmadame denken kann, gab es Bratwurst an Heilig Abend. Weihnachtsgans und Karpfen, können sich nur „Gschäftsleut“ leisten, wie ihre Mutter immer meinte. Manchmal hat sich Provinzmadame dafür geschämt, bei allen gabs Truthahn oder Gansl, nur sie „arme Würschtl“ ham Würschtl gessen.

Heute ist es kultig

Da ist man IN, denn Bratwurst und Bratknödel gibts nun auch im „Haubenrestaurant“. Letzte Woche war Provinzmadame am Wallersee, hat Grammelknödel gegessen, die hatten eine Größe wie Mini- Mozzarella. Mit einem Bissen, also Fünf, war der Teller leer. Anstandshalber hat sie diese mit dem Messer geteilt. Die „Innvierteler Knöderl“ sind schon klein, aber diese Zwutschgerl? Was solls, einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul.

Jedes Essen wird „Verfeinert“

Das Blaukraut in Strudelteig gehüllt, schaut aus wie Frühlingsröllchen. Der Gruß aus der Küche, so groß wie ein Kokosbusserl und die Suppe ist mit drei Löffeln geleert.
Dafür war der Wein einsame Klasse, das hat auch was.
Provinzmadame ist für kleine Portionen, nur, der Preis sollte auch gerechtfertigt sein. Welcher Haubenkoch baut das Blaukraut schon selber an?
Frau Gertrude will noch auf einen überdachten Weihnachtsmarkt. Diese Glühweinstand-Besuche kann man auf einer Hand abzählen. Damit sie beim „Gault Millau“ für Arme mitmischen kann, isst sie „Nürnberger Bratwürstl“ vom Hofer. Jaja:
„Zum Nachtisch wünsch ich mir Champagner Wein und recht moussierend soll er sein“
– Wolfgang von Goethe

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Eine friedliche, liebvolle Zeit sollte es sein, Provinzmadame kommts eher vor, sie macht umtriebiger. Ein einziges Mal möchte sie Advent und Weihnachten wieder so erleben, wie sie es in Erinnerung hat. Wobei wir wieder bei den „Weißen Handschuhen“ sind.



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