Wedding Attacke Anno 1982

Der Trend, Fotos von einer Hochzeit, die im Chaos versinkt. Bei Provinzmadame, war ihr schönster Tag, eine Location ohne Musik, Kellner und ohne Pelz! Das wäre ihr Traum gewesen, eine Nerzstola mit Weltcharakter, stattdessen brachte „der Bräutigam“ einen räudigen Fuchs von der Oma eines Arbeitskollegen. Erschlagen hätte sie ihn am liebsten damit! Vor und nach der Hochzeit, hieß es: Sparefroh, Sparefroh, sparen macht die Banken froh.

Alles aus eigener Tasche bezahlt!

Beide Väter waren früh verstorben und die Mütter „Mindestrentner“. Das Kostüm der Braut nähte die Schwester und für den Bräutigam, gabs einen Anzug von der Stange. Das war noch okay, aber alles andere. Das Gespräch mit dem Pfarrer verlief ohne Beichte, nichts ahnend, dass es für sie beide, nach der Trauungszeremonie, keinen Wein geben wird. Hochwürden nahm einen Schluck und reichte den Kelch sofort dem Ministranten und das Brautpaar streckte ihre Hände ins Leere. Tja, keine Buße, kein „Blut Christi“, dennoch fand die richtige Attacke erst später statt.

Wahrscheinlich hat deshalb der Bund nicht gehalten

Ob es der fehlende Sonnenschein, Pelz, Musik, Wein und Babysitter war, das Entscheidende: War der fehlende Bräutigam! Nachdem Provinzmadame mit dem Kinde längst schon Zuhause war, suchte der frisch „Angetraute“, dies erst im Morgengrauen heim. Wie heißt´s es: „Morgenrot – Schlechtwetterbot“!
War es eine Hochzeit ohne Liebe? Nein, diese war vorhanden, aber dennoch nicht von Dauer. Egal, heute ist viel Wasser die Ager runtergeflossen und im Nachhinein zählt was übrig blieb und das sind zwei wundervolle Kinder.

Ende gut, gar nichts gut?

Zwei explosive Mischungen, die es von Anfang an, hätten besser wissen müssen. Nämlich, besser bleiben lassen. Ob sich diese „Familie“ jemals fortpflanzen wird, ist fraglich.
Die Ältere schwört: „Eher, nehm ich mir an zweiten Hund“ und die Jüngere? Sie wusste schon als kleines Mädchen was sie wollte. Siehe Tagebuch 😉


„Irgendwann, geht jede Ehe schief. Manche haben nur das Glück, es nicht mehr zu erleben“
Erhard Blanck


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