Mein Name entscheidet?

Da liegt der Hund begraben. Der erste Schuldige, mein Bruder: „Nennen wir´s doch Ingrid“ – und der Zweitname von der Godn, Maria. Beim Fünften King überlegens nimma lang. So scheene Namen hats in meiner Familie geben. Mamma Johanna, ein Bruder Johann, den andern nach Pappa, Maximilian: Die Oma Theresia, so hams auch mei ältere Schwester tauft. Der Opa Daniel, nur mi: schwedisch

Der Name passt, wie die Faust aufs Aug?

Petra hat der Pappa vergessen

Der Name meiner jüngsten Schwester war überhaupt das Drama. Papa überfordert mit der Hausgeburt, musste auf die Gemeinde, den Neuankömmling melden. Verdammt, vergessen, verloren, wie hams gsagt? Was fällt so einem „Doim“ von Mann dann ein: Das Gspusi von früher: Antonia! Ein Fiasko, als er mit der Geburtsurkunde heimkommen is. Gottseidank hat er als zweiten Namen, den von der Oma angegeben: Elisabeth. Der Dritte is nimma ins Gewicht gefallen, Wunsch der Godn: Petra. Tja, dann hammas einfach wie die Oma grufen: Elisabeth, ergo Liesi.

Liesi = Antonia

Mit Ingrid-Maria Chancen?

Endlich les ich meinen Namen am Bildschirm, eine Fernsehansagerin heisst so. freufreu 🙂 Dann is aber das Gerücht und die Verwechslung aufkommen: Reporter beim Schäferstündchen den Herztod gfunden. Die Folge: Schlüpfrige Bemerkungen in der Schule und ich hasste meinen Namen noch mehr. Auch über das Einkommen und den Erfolg soll er auch noch entscheiden: Je kürzer, desto mehr Verdienst. Hätt ich mich Inge nennen solln? Ein Freund erzählte, dass er beim Sex den Namen seiner Bettgefährtin sagen muss, sonnst kommt er net. Bei einer war der Name zu lang, da hat er einfach immer „Maus“ gesagt.

Was bleibt ist der Nachnahme

Bei mir angeheiratet und nach der Scheidung geblieben weil, kurz, bündig und merkfähig. Wäre er Zipfl oder Pippal gewesen, hätte ich meinen Familiennamen behalten. Obwohl, als Zipfl kann man Frau Bürgermeister und mit Pippal Fersehansagerin werden. Jetzt hab ich mich mit meinem Vornamen versöhnt, obwohl, der Gipfel war schon, dass die Gans in Nils Holgersson INGRID hiess. Die später den verliebten Martin im Schlepptau hatte. Mit einem Strick um den Hals, fand er sie als die Schönste unter den Gänsen.
Ein Sprichwort aus Albanien besagt:
„Ein Dorf, das man sieht, braucht keinen Namen“
Na dann: Schnatterschnatt und Atteratt





2 Kommentare zu „Mein Name entscheidet?

  1. Es ist schon seltsam mit den Vornamen. Man passt sich ihm an, wie ein langgetragener Schuh an den Fuß. Man mag ihn vielleicht nicht und möchte in irgendeinem Alter ganz anders heißen. Man kann sich aber nicht so ohne weiter umtaufen lassen, selbst wenn es ginge. Denn auch der Vorname passt sich seinem Träger an.
    Ich heiße übrigens nicht nur Sabine, sondern auch noch Michaela Elisabeth. Auf Wahlbenachrichtigungen und Lohnsteuerkarten wurde die Elisabeth aus Platzgründen zu Elisab.
    Auch nett!
    LG
    Sabiene

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