„Gebt ihnen Strom und Spiele“

Spiele wiegen das Volk in Sicherheit und beruhigen es, in früheren Kriegen war es das Brot. Wie viele sind heute noch in der Lage „ohne Strom“ zu leben? Was bringt der Gaskocher, wenn das Gas alle ist? Die Tochter von Provinzmadame meint: „Ein Ofen steht in der Hütte“ – super, und wenn das Holz alle ist? Sie hält ihre Mutter für schrullig, weil sie Toilettenbeutel und Katzensand im Keller hat. Dosen im Vorratsschrank und ein Radio mit Batterien im Bad. Sie kann nix dafür, es ist ihr Kopfkino, dass ihr Szenarien vorspielt und sie sich deshalb wappnen will. Gegen was auch immer.

Vertrauen in die Welt, möchte sie noch haben

Denken, das die Welt in zehn Jahren noch steht. Solange der Zirkus im Osten nicht vorbei ist, solange, ist bei ihr auch Ausnahmezustand. Der Alltag läuft zwar noch normal, aber das voraus planen stockt. Der Horizont hat sich näher zu ihr bewegt. Die einen reden vom Apfelbaum, andere schaffen sich einen jungen Hund an. Irgendwas, läuft bei Frau Gertrude anders. Heute versteht sie den Sinn vom Sisyphus, der heute wohl bedeuten soll: Kaputtmachen und immer wieder aufbauen, wie Ameisen ihren Haufen. Dazu bräuchte keiner mehr studieren und forschen.

Eltern- und Hundeführerschein

Das packen ihre Gehirnzellen nicht mehr. Politiker wird heute der, der am lautesten sein Maul aufmacht und Unwahrheiten verbreitet. Irgendetwas stimmt an unserem System nicht mehr. Eine Talkshow nach der anderen, befasst sich seit Wochen mit dem Thema Krieg. Ja, wir überlegen, damit wir nicht etwas unüberlegtes tun, in der Zwischenzeit nutzen die anderen ihre Narrenfreiheit. Das mit dem Weltfrieden, können wir uns die nächsten Jahre abschminken.

„the perfect World“

Gab´s nur im Paradies und daraus wurden wir vertrieben. Nicht wegen eines läppischen Apfels, sondern weil der Mensch das größte Raubtier ist. Dieser Meinung war Goethe schon vor dreihundert Jahren.
„Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen“
Provinzmadame wünscht, so mancher würde aus seinen Träumen erwachen und erkennen:
„Luftschlösser bauen kostet zwar nix, nur der Abriss kommt teuer“
So ist Frau Gertrude froh, dass sie diese Gedanken wenigstens niederschreiben kann, weil hören, will sie in ihrem Umfeld keiner.


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