Rache ist süß

Für die, die glauben, damit erlittenes Unrecht auszugleichen. Rache macht aber nicht zufrieden. Dennoch, erliegen immer wieder, sogar sehr emphatische Persönlichkeiten, der Versuchung. Die einen streuen bösartige Gerüchte, die anderen legen sich sogar eine Woodo Puppe zu. Meine Strategie ist, mich in einer Grübelphase, intensiv damit zu beschäftigen.

Wie im Film

Und dann ist Schluss! Ein einziges mal hab ich es mit einer gezeichneten Woodo-Puppe versucht. Ich hab denjenigen, nach der „Aktion“, auch gleich ein paar Stunden später gesehen. Getan hats ihm anscheinend nix. Vielleicht hat er der Stelle nur a paar Wimmerl kriegt. Wurscht, mich hats beruhigt und heut brauch ich so an Schas eh nimma um mich wieder besser zu fühlen. Ich wende mich gleich, positiven Geschehnissen zu, da kann ich den Stand der Dinge besser akzeptieren und gleich wieder nach vorne schaun.

Ich kann Dir nur empfehlen

Lass Dich nicht von anderen aufhetzen. Lass Dich nicht mit runter ziehen. Es wird dich nicht weiter bringen, im Gegenteil, man lernt nichts daraus. Aufrechnen ist etwas, das kein Gleichgewicht im Leben herstellen wird. Wenn Du mit dem Rechenschieber alles angleichen willst, wirst Du nicht immer ein Plus heraus bekommen. Warum ist es für manche so schwer oder gar nicht zu verstehen, das es am besten ist, den Menschen, mit dem man die meiste und intimste Zeit verbringt, so zu nehmen wie er ist?

Weil der Beste nicht in Frieden leben kann

Ja ich weiß, der hat einen „Bart“ – aber es stimmt: Sogar wenn Du grad ganz zufrieden bist, kommt irgendwer daher und bohrt im „Gleichgwicht“ herum.

  • Was, das lässt Du dir gefallen?
  • Was, du hast gar nix bekommen?
  • Was, du bist da gar nicht dabei?
  • Was, das reicht dir schon?

Ja, ich bin damit zufrieden, dennoch fängt es im Hinterstübchen an zu brodeln. Hab ich keinen Maßstab mehr? Welcher Maßstab gilt, meiner oder der, der anderen? Ich sag meiner! Ganz egal, wie es grad ist oder kommt, für mich ist es O.K.

PS: Bevor wir anderen etwas heimzahlen wollen, sollten wir vorher in Ruhe noch ein paar mal nachrechnen.
Ernst Ferstl

 

Wirklich frei, is ma nie?

Wenn ich andere reden hör, glaub ich es fast. Sätze wie:
„Ich kann nicht, wegen meinem Partner. Ich kann nicht wegen der Kinder. Ich kann beruflich nicht weg und zu guter Letzt: Ich kann es mir nicht mehr leisten.“ Gut, finanziell, muss man sich nach der Decke strecken. Da sind wir bei den Ansprüchen, die manche haben. Die Augen und die Wünsche größer, als der Geldbeutel.

Ich kann


Reisen, mir Klamotten kaufen, eine Wohnung leisten, alles natürlich in meinem finanziellen Rahmen. Und? Ich hab kein Problem damit. So hoch, wollte ich sowieso nie hinaus. Doch, auch ich hab Vorstellungen und Wünsche, die größer sind, als das, was vielleicht möglich ist. Vielleicht, das Wort bedeutet, das es ungewiss ist. Ungewiss, bedeutet aber auch, das es, noch nicht feststeht. Also doch, möglich! Gut, dann halt ich mich daran fest.

Das fällt unter Träume

Wo ist das Problem? Ich hab keins damit. Ich bin auch nicht neidisch. So groß kann der Klunker und das Auto gar nicht sein. Ich hab zwar auch noch einiges vor und ich werde immer noch mutiger. Es kann oft den Anschein haben, ich weiß genau, was ich tu, dabei denk ich mir: „Schau ma mal, was passiert “ 😉 Da war ich selber oft überrascht 🙂 Wenn ich mich erinnere, wie unorthodox ich meine Entscheidungen getroffen habe, muss ich heut manchmal den Kopf schütteln. 

Wenn es grün wird

Dann, entscheide ich mich für…….
Wenn, ich den Hügel noch schaffe…..
Wenn, ich den Job bekomme…….
Wenn, wenn, wenn….
So hab ich mein Leben, von reinen Zufällen abhängig gemacht. Hätte ich es rational, also wohlüberlegt gehandhabt, wär ich wahrscheinlich nicht da, wo ich jetzt bin. Zu viel Risiko, zu viel Unsicherheit, zu viele Zweifel.

Ich hab jetzt Zuversicht

Zuversicht, ist die Einsicht auf Aussicht. Meine Aussichten, sind immer besser, als die Sicht, die ich grad hab. Davon geh ich einfach aus 🙂 Wo ich wieder bei einer meiner Metapher bin:
Zufrieden wird nur, wer es schafft, seine Anspruchshaltung den Möglichkeiten anzugleichen“, sagt Perrig-Chiello.



Ich fühle, also bin ich?

Noch nicht alt? „Alte“ fühlen weniger, hab ich grad gelesen. Hhmm, ist mir noch nicht aufgefallen. Mitfühlen tu ich weniger, das stimmt. Weil ich mir denk, hab ich selber erlebt, weiß ich, hab ich gefühlt. Zurück zur Ausgangsfrage:“ Leute ab 59, zeigen ihre Gefühle weniger und können Emotionen anderer nicht mehr so gut einschätzen. Schwachsinn! Wenn jemand AUA schreit, weiß ich, er hat sich weh getan. Wenn jemand lacht, weiß ich, er amüsiert sich. Wenn jemand weint, weiß ich, er ist traurig und wenn jemand aufgebracht schreit, das er wütend ist. Also, ich soll nicht mehr fühlen?
Pixabay Hund

Es ist anders gemeint, als geschrieben

Wir, die Älteren, lassen uns nur nicht mehr so leicht aus der Bahn werfen.
Wir, die Älteren, halten uns von „Miesanthropen“ fern, wie lovemylife es gerne ausdrückt.
Wir, die Älteren, haben es endlich gelernt, nur mehr die Schönen und Guten Dinge an uns heran zu lassen.
Das kann dann natürlich auch ab und an, auch ein neuer „Fetzen“ sein, wie der von Melora 😉Melora Poncho

Mich langweilt auch niemand mehr. Sollte gerade jemand seiner Leere im Hirn Luft machen, mach ich mich aus dem Staub. An Ausreden fehlt es uns Alten, Gottseidank ja schon lange nicht mehr 😉
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Zeit ist kostbar

Darum bin ich auch zufriedener, als so mancher „Jungspund“. Ich habe fast alles erreicht, was ich mir mal vorgenommen habe. Meine Ansprüche habe ich, immer nach meinem Können gestellt. Ich kann mich halt selber gut einschätzen. Daher sind die Enttäuschungen auch im Rahmen geblieben. Wenn ich heute zum Beispiel, meinen Tag verplempere, dann ohne schlechtes Gewissen, nein, mit Genuss 🙂
Press the Button IIII

Ich gebe Euch einen Tipp

Ihr, die jüngere Generation: Bitte hört auf über jeden Hirnfurz zu reden. Manchmal ist es besser, sein Gegenüber nur zu berühren. Hört auf, alles perfekt richten zu wollen.
Perfektion, latainisch: perfectio = steht für Vollkommenheit! Wer will vollkommen sein??
Ich nicht, manchmal hör ich sogar mitten unterm putzen auf, weil ich mir denk:
„Na, das wär ja dann schon zu sauber“ 😉
Hobt´s mi

Meine Top 4 im April

Numerologie – Die vier ist eine Schicksalszahl. Sie repräsentiert das Quadrat, die Ganzheit, sie vertritt die vier Elemente, die vier Himmelsrichtungen und die vier Jahreszeiten. Auch im Tiroler Zahlenrad, gehört die vier in den Kreis des Lebens. Sie hat die Farbe Weiß und ist der Westen. Ich lebe gerne danach, ob am vierten Tag des Monats oder im vierten Monat des Jahres. Daher nutze ich die VIER im April dazu:
Kleeblatt Pixabay

  1. Mich weiter entwickeln, in Bezug auf mein Hobby: dem Schreiben, meine Ausdrucksweise, meine Rechtschreibung und meine Themen.
  2. Wichtiges für mich, noch früher erkennen. Im Tun erkennt der Mensch sich selbst und findet auch sein „Wahres“ im Leben. Das muss nicht unbedingt der Job sein, es reicht eben auch ein Hobby, worin man „aufgeht“. Furchtbar wäre es, wenn alle das gleiche machen und lieben würden.
    Zwei schwarze und zwei weiße Schwäne Pixabay
  3. Wofür bin ich bereit mich zu engagieren? Ja, da bin ich mir noch nicht so sicher, was liegt mir am nächsten? Warum sollte es immer ein anderer Kontinent sein? Vor der „Haustür“ gibt es genug. Ich starte mit offenen Augen in den Tag.
  4. Woran erkenne ich, was mich bereichert und was mir Freude macht? Ich erkenne es an meiner Ausgeglichenheit. Ich erkenne es daran, das ich es gerne tu. Ich erkenne es daran, das ich noch immer Freude an meinem Spiegelbild habe, ohne das ich zu eitel bin.
    Vier Walnüsse Pixabay

Ich brauche keinen „Mut“ zur Veränderung, ich lebe sie ständig. Es muss nicht immer ein Umzug oder eine Trennung sein. Es genügt schon, wenn man seine Sichtweise ändert und vieles aus einem anderen Blickwinkel sieht. Dafür benutze ich gerne die „Stuhlvariante“ – zwei Stühle, zueinander aufgestellt, steige ich jeweils auf den einen und danach auf den anderen, „beobachte“ beziehungsweise, durchdenke das „Problem“. Älteren fällt es oft schwer, andere Standpunkte gelten zu lassen. Ich habe auch Standpunkte, ich muss aber nicht darauf stehen bleiben 😉