Meine Schwestertugend

Jede Tugend hat eine Untugend? Die Großzügigkeit und die Sparsamkeit, der Geiz und die Verschwendung, ecetera, ecetera. Dann gibt es die 7 Kardinaltugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Die Schwestertugenden wären dann:
Hochmut, Jähzorn, Neid, Trägheit, Wollust, Völlerei und der Geiz. Ich glaube, wie der Ausseer: dass aus an guatn Rindfleisch a guade Suppn wird, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Klugheit kann leider nicht mit dem Löffel gegessen werden und Tapferkeit nur der Berechnung des feigen Gegners Zugrunde liegen. Zum Schluss, die Mäßigung: worin, weshalb und wieso?

Was kostet die Welt

Übermut tut selten gut

Wer kennt nicht die Phase, in der alles zu gelingen scheint. In der kein Schritt weit genug sein kann. Das Ende ist selten gut und man kann dann fast nie sagen: „Glück gehabt“. Wie lebt sichs dann am besten? Können sich Charakterzüge überhaupt die Waage halten? Spielt das „Gegenüber“ auch eine Rolle? Wer gleiche Erfahrungen gemacht oder gleiche Entscheidungen getroffen hat, findet sich sympathisch. Für mich praktisch: Gleiche soziale Kompetenzen und Ansichten.

Alle gleich?

Wie die Mutter, wie der Vater?

Mein Vater war jähzornig und meine Mutter harmoniesüchtig. Oh Gott, da hammas. Ich hasse Jähzorn und Geiz! Wenn einer strengere Worte gebraucht, ist es für mich gleich das Aus. Was bin ich, eine Mischgulanz? Steckt nicht mehr in mir oder hinter mir? Was sind meine Schwestertugenden? Dazu müsste ich erst meine „Richtigen“ kennen? Nachdenkmal: Ich bin großzügig, wenn ich das Nötigste zwischen Daumen und Zeigefinger hab. Freundinnen nennen es wiederum Verschwendung.
Harmoniesucht stimmt sicher, ich möchte am liebsten täglich die Welt umarmen. Bin mehr agil als träge und möchte mehr Wissen als Unwissen besitzen. Der Hass kann mir gestohlen bleiben und die Liebe, tja da sag ich: Liebe, wenn sie es am wenigsten verdient haben, weil da brauchen sie es am meisten.
Siehst du, liegt alles im Auge des Betrachters.

Save the Date

2. Oktober Filmstart des zweiten Teils: „Eine ganz heisse Nummer“ – schon der erste Teil war für mich die „Lachnummer“ positiv gemeint. Ich liebe Gisela Schneeberger seit ich sie mit Gerhard Polt her das erste Mal spielen sah. Sie ist am 3.Oktober 70 geworden: Kongratulation! Auch ihre zwei Mitspielerinnen Bettina Mittendorfer und Rosalie Thomass, stehen ihr in nix nach. Mir gefallen „zeitnahe“ Filme besser als irgendwelche Epos und Phantasiegeschichten. Selbst ist die Frau und da kann man sich schon mal mit dem Gedanken spielen, „Telefonsex“ anzubieten 😉 Schnell reich, vor allem an Erfahrung. oiso: Hosn runter, owa zackig, Arschloch.

Ruf mich nicht an, ich rufe dich an

Doch manchmal is zum verruckt werden

Telekom noch Handy-Shop, kann Auskunft geben, wie man eine „Mehrwertnummer“ einrichtet. Also, nix mit dem reich wern 😉 Dann halt „learning by doing“ – Augen und Ohren auf. Mal hinter die Kulissen kucken und „aufschnappen“ was da abläuft. In einem Sexshop war ich ja schon mal. Peinlich damals, unser Blondchen kicherte und zeigte pausenlos mit dem Finger auf irgendeinen Dildo. Findet sowieso das meiste im Kopf statt und da könnt ich anderen gut warme Gedanken machen. Weiß genau was ich sagen müsste, um die ganze Gschicht mehr als Drei Minuten dauern zu lassen.

Auch mal Dame Edna Superstar

Lieber reich und gsund, als arm und krank

Ist halt so: „Thema Nummer eins“ zieht immer. Schau dich um, jede oder jeder der schnell bekannt werden will, zieht sich aus. Ausziehen kann ich auch, aus der Wohnung. Im Ernst, ist doch irre, wozu einen Geldnot verleiten kann? Wenn ich mir vorstelle, wer da anrufen könnte und was da gsagt wird, speib. Nana, ich bleib lieber bei meinem „Leisten“: UNTERHALTEN, das gelingt mir gut.

Wer zuletzt lacht

Gok gok gok gok gokokokoko

Noch ein Zitat von Gisela Schneeberger, das mir gefällt. Sie, die immer, wies in München heisst: Schnepfen und Trutscherln spielt, sagt:
„Nur Verbitterte messen Erfolg in Euro“

SUP – schaut einfach aus

Stand Up Paddeln – alles was so einfach ausschaut, ist es oft nicht. Sitzen wie im Kajak, ja das ist leicht, wenn man schon mal in einem gesessen hat. Das ich mal kurze Zeit gerudert bin, hat sehr geholfen. Ja und knien, ist auch leicht, aber stehn, „alter Schwede“. Man hat´s ja im Video gesehn 😉 Dennoch ist es das beste Gleichgeichtstraining, nach dem Power Balance Board.

Platsch

Tiefenmuskulatur, wo bist du hin?

Stabilitäts und Positionskontrolle sind wichtig für unseren Stütz-und Bewegungsapparat . Jaja: „Tuts im Rücken weh, ist der Bauch zu schwach“. Bemerken tut mans auch, wenn Verspannungen oder gar schon Schmerzen auftreten. Nach dem ersten Versuch, spür ich Leiste und Schulter. Ist die Gelenkschmiere vertrocknet oder reibt gar schon Knochen auf Knochen? Am Abend zuvor wars schlimmer, als am Morgen danach. Im Bett wußte ich nicht was besser ist: Strecken oder Beugen? Auch mein Bizeps hat sich wieder gemeldet, dieser Schurke! Er ist der einzige Muskel, den ich nicht stramm halten will.

Das große Krabbeln

Schau einfach mal gerade aus

Hmm, tu ich und dann machts PLATSCH! Da sieht man, was man in den letzten Jahren gemacht hat und wundert sich sogar, dass man noch aufrecht gehen kann. Koordination und Gleichgewicht, diese kognitiven Fähigkeiten kommen am schnellsten abhanden. Also im Winter mein MFT Brett unterm Bett, sofort wieder aktivieren. Wie bei allem, was nützt und gesund ist, wenn es Spaß macht gehts bald von selbst. Vor allem: REGELMÄSSIG!

wird schon

Je öfter man es tut, umso öfter will man

und „Je weniger man etwas tut, umso weniger will man“. Yes, so verhält es sich eben nicht nur beim Sex. So, jetzt hab ich das auch geklärt 😉 Wie schön es doch ist , seine Balance zu halten. Das betrifft nicht nur meine körperliche, sondern auch die Seelische. Es ist lange her, dass ich Konzentration, Koordination, Gleichgewicht und Reaktion, mit so viel Enthusiasmus gefordert habe. Also nicht nur lachen beim Schauen, sondern selber machen 🙂

wer sagts denn

Geniesst Du dein Leben?

Ist es Dir manchmal zu laut und passiert nix? Hörst Du auf das, was die Leute sagen und traust dich manche Dinge nicht zu tun? Wer sind diese Leute? Die, die gerne in der Runde sitzen und Geschichten weitertratschen, die andere Leut erzählt haben. Noch nie, hab ich einen Namen von denen gehört oder gar einen kennengelernt. Es müssten aber sehr anständige und vor allem gscheite Leut sein, weil wissen tuns alles.

jaja, die Quatschenten

Geniessen DIESE Leut ihr Leben?

Die, von denen alle ein perfektes Zuhause haben, so viel Geld, dass sie sich kaufen könnten was sie wollten, wenn sie denn wollten. Ich kenne sie nicht. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass man über etwas nachdenkt, was man nicht besitzen oder erreichen will. Ich überlege wie ich dazu kommen kann. Welche Möglichkeiten es gibt, zumindest in die Nähe des Ziels zu kommen, um dann weiter zu schaun.

Agerbrücke Kammer

Attersee, Du bist mei Freid

Ja, so wenig brauch ich um mein Leben zu geniessen. Kein Grundstück oder Haus am See. Das Glück in der Nähe zu leben genügt mir. Genau drei Kilometer, so wenig, dass ich es zu Fuss gehen könnte. Bei Schönwetter im Sommer, nur da anzutreffen um mit Menschen in Kontakt zu kommen, die genauso positiv über ihr Leben reden und denken wie ich. Und das, über ganz einfache, tägliche Erlebnisse.

Schiffsanlegestelle Attersee

Unterhaltung mit Finnie

Eine ältere Dame, die für Fremde vielleicht ein wenig schrullig wirkt, doch Herzensbildung und Verstand besitzt. Wir redeten übers Kennenlernen, Ehe, Beruf, Familie und Scheidung. Über das Leben im Alter und wie es ihr ergeht wenn ihr die Worte nicht einfallen. Sie lebt allein in einer hundert Quadratmeter Wohnung. Alle Achtung: „Da hast ja a richtige Reitschui“ – sagt ich, sie lachte nur und antwortete: „Ja und an großen Dachboden, was man da alles aufhebt“. Bei so viel Platz, kann ich nachvollziehen 🙂

Noch immer die Leichtigkeit des SEINS

Kein einzig böses Wort

Über Gott und die Welt kam ihr über die Lippen. Sie weiß sich immer noch zu helfen und verzweifelt nicht gleich. Sie war auch nicht böse, als sie nach zig Jahren das erste mal wieder mit der „Pemperlbahn“ nach St.Georgen fahren wollte. Nicht wußte, das man das Knopferl drücken muss wenn man auststeigen will. Durchgefahren ist bis Vöcklamarkt und warten, bis die Anschlusszüge im Bahnhof waren. Erst nach zweieinhalb Stunden in St. Georgen ankam. Dabei ja nur die Brille vom Optiker holen wollte. Ganz im Gegenteil, ihre Aussage war:“ Ich hab mich so gefreut über die jungen Leut. So viele haben mir geholfen und kam mir daher keine einzige Minute verloren vor.
Finni, Du taugst ma.

Pfeif drauf, morgen hast Du´s eh vergessen

Erzähl mal, wer bist Du?

Fragte Gott die Frau als sie vor ihm stand: „ich bin die Frau des Bürgermeisters“ anwortete die Frau. „Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau Du bist, sondern wer Du bist.“ „Ich bin die Mutter von vier Kindern“ war nur die Antwort. „Ich habe auch nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist.“ „Ich bin Lehrerin“ – „Ich habe auch nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer Du bist.“ Und so ging es immer weiter. Alles, was die Frau erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage „WER BIST DU“ nacherzählt aus Anthony de Mello aus „Gelassenwerden“ Herder 1996

Die Hutmacherin

Ich stelle mir diese Frage oft

Besonders in Phasen wo ich entweder glücklich oder unglücklich bin. Ich möchte etwas hinterlassen, hab aber nichts. Mit nichts meine ich materielle Güter wie Häuser, Firmen, Landwirtschaft, auch mein Name ist kein „Titel“. Doch eines weiß ich, dass meine Art Probleme zu lösen, mit Kummer umgehe, mit anderen in Kontakt trete, immer mit Respekt und Dankbarkeit erfolgt.

Wasser ist Leben

Der Grundstein, Die Persönlichkeit

Charakter, für den man selber verantwortlich ist. Nach meiner Definition 50% Gene und 50% was man daraus gemacht hat. Ich kenne viele, auch Du wirst einige kennen, sollte ihr „Backround“ wegfallen, sind sie „Nackt“. Persönlichkeit besteht für mich eben aus dem was man gemacht hat, nicht was man gehabt oder noch hat. Wie man sich Familie, Nachbarn, Freunden oder auch mal Fremden gegenüber verhält.

Wenn Du nichts hast

„Ein guter Mensch“ das glauben wir „Zahlt es sich aus?“ fragen wir uns. Für mich zahlt es sich aus, wenn ich mit ruhigem Gewissen schlafen geh und jedem Gegenüber in die Augen sehen kann.
Da ich gerne Metaphern benutze, passt für mich hier, nur der Spruch von meinem „Lieblingslehrer“
„Ab und zu sollten wir auch jene, die nichts Gutes an uns finden, maßlos enttäuschen“ Ernst Ferstl

Steh ich mir selber im Weg?

Verhindere aktiv meine Ziele? Sabotier mich selber, um später anderen die Schuld für das Nichtgelingen zu geben, oder doch nicht? Wenn ich an mein kurzes Gastspiel in Bad Ischl denke, bin ich mir nicht mehr so sicher. Jedes NoGo, dass ich mir geschworen habe, nicht zu begehen, hab ich getan. Blind und geistig sprichwörtlich gelähmt, hab ich der Talfahrt zugesehen. Eine unbewusste Angst vor Erfolg? Was wäre gewesen, hätte die „Geschäftsidee“ eingschlagen? Tja, das werd ich wohl nicht mehr erfahren.

Themenwandern mit anschließender Weinverkostung

Auch als „Künstlerin“ versagt?

Ja, ich kann malen, hatte sogar Ausstellungen und auch einiges verkauft. Dann irgendwann, hat mich die Muse nicht mehr geküsst. Nicht genug Platz, zu wenig Zeit usw. Dann muss ich daran denken wie ich begonnen habe. In einer kleinen Dreizimmerwohnung mit Küche, Kind und „Kegel“. Suche ich mir wirklich Dinge, privat wie beruflich die mich unterfordern? Meine Talente nicht auslebe? Keine Ziele oder zu Hohe? Nein, ich bin zufrieden mit mir und meinem Leben. Wahrscheinlich geht es vielen so, man liest einen Artikel und stellt sein Leben auf den Prüfstand.

Die Indianerin – Kreide

Ich habe keine Angst Fehler zu machen

Ich bin „Fehlerverzeihend und drehfreudig“ wie ein Carving Ski. Das Gefühl, dass es doch noch gutgegangen ist, unbeschreiblich. Da möcht ich mich glatt auf die Waage stellen und schauen ob ich ein paar Kilos leichter bin, so fühlt sich das für mich an 🙂 Ich wünsche auch Dir noch viele, viele Erfahrungen im Leben. Man kann jeden Fehler zweimal begehen heisst es, nur, beim zweiten Mal ist es kein Fehler mehr, sondern eine bewusste Entscheidung.

Wer etwas will, findet Wege

Ich habe eine Liste für mich erstellt:
Mein Gewissen, „nichts “ mit mir herumschleppen.
Aus meinen Fehlern lernen, hmm, das hab ich, weiß Gott.
Herausforderungen suchen und annehmen, das tu ich.
Ohne Zweifel und Grübeleien, schaff ich nicht immer, aber immer öfter.
Erinnerungen sammeln und keine Dinge, da bin ich mittendrin.
Wissen verteilen wie Komplimente, tja, wenns angenommen wird? Ohne „Titel“ in Österreich, schwierig.
Andere täglich zum Lachen, ja, da bin ich Profi 🙂
Versprechen einhalten, gelingt mir super, weil ich auch NEIN sagen kann.
Mit Nachdruck: „Welchen Buchstaben am NEIN verstehst du nicht“ 😉

Auch mal was riskieren

Sein Charme ist der eines Stechmückensteckers?

Kannst oder magst Du etwas dagegen tun? Stecker raus, wenn dein „Gegenüber“ keine Manieren an den Tag legt! Dennoch ist zu überlegen, was das „Zusammenbleiben“ für Vorteile hat. Charme kann man an 8 Verhaltensweisen erkennen hab ich hier gefunden: Zuhören, Verletzlichkeit zeigen, Interesse bekunden, Bescheidenheit, Körpersprache, Harmonie, Selbstbewusst, Namen merken. Ergo: Ein gewinnendes Wesen 🙂 Die Realität schaut oft anders aus.

Da Woipertinger

Zuhören und Verletzlichkeit

Das kennen wir ja alle, man erzählt von einem Erlebnis und der Partner tut, liest oder schaut was nebenbei. Komisch, fragt man einen Mann:“Höst du mir überhaupt zu, was hab ich jetzt gesagt?“ Kommt bei 90% der Spezies sicher eine kleine „Zusammenfassung“ und den letzten Satz gibt er zu 100% wieder. Aber, er hat gar nicht zugehört! Wie machen die das?

War mir schon immer ein Rätsel

Interesse und Bescheidenheit

Interesse an allem anderen, nur nicht an dir, weil Du bist ja eh da. Manche haben ja eine subtile Art zu zeigen, dass sie interessiert sind, hmm an was? Alles was da kreucht und fleucht? Tja und wenn sein Credo noch dazu ist: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch besser lebt sich´s ohne ihr“ – dann sind wir beim Stecker oder Stecher? Wenn Dir das wurscht ist, hast Du nur einen Vorteil: Wenn du aus einer Mücke einen Elefanten machen kannst. 😉

Wenn Du nicht willst, was man dir tu…

Körpersprache und Harmonie

Körpersprache, auch so ein Ding. Man sollte schon viel Empathie haben um alle „Zeichen“ zu deuten. Und Harmonie ist der zweite Vorname von denen, die jeder „normalen“ Diskussion schon aus dem Weg gehen, weil sie meinen es könnte ein Streit vom Zaun brechen. Dabei ist es doch ganz einfach, laut Feng Shui braucht man nur alle Möbel in die Mitte platzieren. Super, weil man sich besser dahinter verstecken kann?

Nachdenkmal

Selbstbewusst und Namen merken

Auch so eine Sache, da kenn ich welche, die merken sich nicht mal den gegenwärtigen Wochentag. Und die sind aber so was von selbstbewusst. Gut, Namen merken ist auch nicht meine Stärke, obwohl ich laut meiner Ausbildung und Wissensstand, perfekt darin sein sollte. Fazit vom „Charmanismus“ ist ja wohl, das man die Liebenswürdigkeit in Person sein könnte, wenn man es im Leben mal gelernt hat. Meine Erfahrung zeigt jedoch:
„So charmant wie er ist, kann man nur werden, wenn einige Generationen von Vorfahren ihr Vermögen verspielt und verjubelt haben“
Guiseppe Tomasi di Lampedusa

Jö schau!

Besser schau genau oder das Kleingedruckte lesen. Das unsere persönlichen Daten überall ausgewertet werden, lernen schon die Kinder in der Schule. Wie viel, können wir zu einem geringen Teil noch selber bestimmen. Gerade heute, hoffe ich, einen Teil meiner Daten schützen zu können. Eine für ALLE! Das Brieflein in meinem Postkastl verspricht nur Vorteile, mehr Platz im Börserl und alle Angebote auf mich zugeschnitten.

Will ich das?

Ich lese das Wörtchen „Profiling“ das mich an „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert, da spielte Jodie Foster die Profilerin Clarice Starling.
Profiling = die nutzbare Erstellung eines Gesamtbildes von einer Person, für bestimmte Zwecke. Meist für Gewinne. Schon vor hundert Jahren, feilte Werbung und Marketing an dieser Methode. Um unsere Kaufentscheidung zu beeinflussen und sogar vorhersehen zu können. Es ist nicht nur das, was mich beschäftigt, der Supermarkt ist mir egal, wenn er meine Einkäufe analysiert, daran verdient er nicht wirklich viel. Er verkauft die Daten und das ist richtig viel Geld.

Die Kundenkarte bringt es an den Tag

Was sagt Dir das Einkaufswagerl mit einem Inhalt von: Rasierschaum, Tempo, Gesichtscreme, Lippenstift und Waschpulver? Das es sich höchstwahrscheinlich um eine Frau handelt oder? Der nächste Einkauf enthält: Ein Duschbad mit Magnolienduft, Pinzette, Hundefutter, Gummihandschuhe und Hundefutter. Weitere Informationen. Nur wie alt ist diese Person circa? Das haben sie entweder eh schon von Deinem selbst ausgefüllten und unterschriebenen Formular, ansonsten spätestens, wenn Du OB oder Always diskret kaufst.

Mir schwant etwas

Oh mein Gott! Sie wissen jetzt schon was in meinem Kühlschrank ist, auch meinen Penner im Schrank haben sie sicher schon herausgefunden. Nein, nein, was in meinem Kopf vorgeht werden sie nicht erfahren. Meine Bücher kaufe ich ohne Kundenkarte und nicht im Internet. Wichtige Informationen hol ich mir von einem „fremden“ PC und „intime“ Sachen kaufe ich bar. Da gefällt mir SPAR, der punktet mit „ehrlichen“ Angeboten und das ohne Karte.

PS: Mit dem Auto fahr ich immer ein paar unkoordinierte extra Kilometer, damit sie anhand der Tankuhr nicht auch noch meinen „Wendekreis“ herausfinden.

Zum Kuckuck

Zukunftskünder und Frühlingsbote, er sollte heute unser Land erreichen. Wenn ich Draussen bin, bin ich nicht so aufmerksam. Ich lausche nicht, ich höre einfach. Da hab ich das Gurren der Tauben schon mal mit dem Ruf des Kuckucks verwechselt. Dabei soll es im Volksmund heissen: Die Anzahl der gehörten Kuckucksrufe, sollen Symbol für der noch bevorstehenden Lebensjahre haben. OOH mein Gott, obwohl, wie sag ich immer:
„Viel wenig ist auch ein Viel“ 😉

Das Kinderlied spricht ja Bände

Ja mei, gurrgurr und kuckuckkuckuck, tss. Eine frühere Freundin, hat mich dann immer zsammgschissn: „Iiiiiingrid, aber das hört man doch. Iiiingrid, das hab ich dir doch schon mal gesagt. Iiiiingrid, das spricht man so nicht aus“ – Wir sehen uns nicht mehr. Geht nicht von mir aus, ausnahmsweise hatte mal eine anderer weniger Geduld als ich. Der Kuckuck betreibt „Brutparasitismus“ – er lässt seine Nachkommen von anderen aufziehen. Kommt erst, wenn das Nest der anderen schon fertig ist. Diese Methode funktioniert auch gut in den Medien. Einer hat eine Idee, ein anderer greift sie auf und macht leicht verändert, was „eEgenes“ draus. Hmmm. „Wettbewerbstechnisch“ bin ich nicht so ambitioniert, ich bin für Gemeinsamkeiten, weil gemeinsam kann man mehr, finde ich.

Mein Schirm ist blau

Der Langstreckenzieher

Was macht der zum Kuckuck und hauptsächlich Nachts? In der griechischen Mythologie ist der Kuckuck mit der Mondgöttin Hera verbunden. Weil Zeus, der Hund sich in einen solchen verwandelt hat. Im übrigen, bei allen Frauen, hat er seine Wandlungsfähigkeit genützt. Bei mir braucht sich einer nicht „verzaubern“ mich holt der Kuckuck, weiß der Geier warum. Im Vogelbuch der Tibeter ist der Vogel eine verhüllte Erscheinung des „Erlösers“. „Erlöst hat mich noch keiner“ aber eines mach ich immer noch: Um diese Zeit hab ich immer Kleingeld in der Jackentasche und wenn ich den Kuckuck rufen hör, dann klimpere ich mit den Münzen. Du hast es erraten, geholfen hat es bis jetzt noch nie. Wahrscheinlich hör ich immer noch die Taube.

Wenn sich Bauch und Hirn verkrampft

Wenns beruflich und privat gleichzeitig zwickt. Dir alles über den Kopf wächst, Du nix mehr sehen und hören willst. Alles kränkt und ärgert, sodass Du nichts mehr geben willst, beziehungsweise geben kannst. Ich hatte im Leben oft Situationen, in denen ich nicht mehr ein, noch aus wusste. Mich in die Ecke getrieben fühlte und die Erwartungen an mich, nicht mehr erfüllen konnte. Heute, lebe ich diese Fünfpunkte-Formel, die mich davon abhalten, wieder in eine solche „Endlosschleife“ zu geraten.

So gehts nicht weiter, aber anders

Stelle Dir diese fünf Fragen

Dr. Eckhart von Hirschausen bringt es tätsächlich auf den Punkt. Ob er solche Phasen im Leben selber durchlebt hat, weiß ich nicht. Bei ihm schaut ja alles so locker aus. Siehst Du, bei mir auch. Es ist aber nicht immer locker. Heute hat bei mir natürlich vieles eine andere Priorität, dennoch wäre ich damals mit diesen fünf Punkten schon gut gefahren. Damals hab ich unbewusst, doch genau so Entscheidungen getroffen. Für mich sind sie Metapher.

Halt einfach den Kopf oben

Bei Double Trouble stelle Dir diese Fragen

  1. Bin ich in Lebensgefahr?
  2. Ist jemand anderer in Lebensgefahr?
  3. Wie wichtig ist es, wenn ich nicht mehr lange zu leben hätte?
  4. Wie könntest Du das Problem einem Vierjährigen erklären und wenn er das nicht versteht, wer hat recht?
  5. Wenn Du dir vorstellen kannst, in einem Jahr darüber zu lachen, warum nicht jetzt?
Ahhh, jetzt hast Du´s begriffen

Stress nimmt Dir das Mitgefühl

Das nämlich, hat ja der andere auch. Heute lass ich mich nicht mehr stressen, ärgern ja, das kann man mich noch. Dann stell ich mir die obigen Fragen und handle, je nachdem, was mir gerade guttun würde. Ich mag keine Situationen in denen Missstimmung herrscht, deswegen versuche ich so schnell wie möglich den Umstand in den Griff zu bekommen, indem ich ihn „entschärfe“. Ein Fahrwasser, das grade wieder versucht, mich aus dem „Fluss“ zu bekommen, hat keine Chance mehr. Es ist keine Floskel, es stimmt:
Kein Problem ist so groß, um es nicht in den Griff zu bekommen, mit oder ohne Hilfe.

Shit Happens loose