Lipstick, Powder and Wine

Wieder mal in eigener Sache. Der Blutdruckmesser ins letzte Eck verbannt, Kosmetik, Nahrung und Mode in den Vordergrund. Auch ich möchte nicht nur fit, sondern mitunter gut aussehen, nona, wer net. Aber bitte, bitte, bitte, bitte, wenn schon Kosmetik, dann wenigstens gut aufgetragen, nicht nur dick. Ich krieg manchmal an Augenkrebs wenn ich Altersgenossinnen begegne. Lippenstift, der in jede Richtung des Gesichtes ausläuft, wie die Farbe eines Aquarells auf nassem Papier.
Blauer LippenstiftI

Meine Damen! Es gibt Konturenstifte!

Und da gibt s nur einen: „Stefanie M“ mit Fingerspitzengefühl leicht aufzutragen und hält den ganzen Tag. Lippenstift verwende ich nur den Super Stay 24Stunden Color von Maybelline Farbe „Rose dust“, passt überall dazu und hält auch wie die Sau. Make Up verwende ich fast nie, den Puder nehm ich in Zuckerform zu mir. Die Konturen meines Körpers haben sich auch ein wenig verlagert. Der Taillengürtel sitzt jetzt bei mir auf Unterbrustweite. Schaut nicht mal so schlecht aus und lässt den Busen auch größer erscheinen. Ausserdem braucht man den Bauch nicht immer einziehen. Was schreib i, schauts selber.

Forever KirnbauerI

 

Der Wein, ja der Wein

Da zähl ich mich schon zu den Weinkennerinnen. Ein Glas Weißwein bei Sonnenuntergang auf der Terrasse oder Balkon, hat schon was. Ein Muskateller mit seiner fruchtigen Note kann einem schon zu einem zweiten oder dritten Glas verleiten. Wenn jetzt die Nächte wieder länger werden bevorzuge ich eher Rotwein. Bei denen meide Barriques Weine, ich hasse den Geschmack. Da lob ich mir meinen Lieblingswein: „FOREVER“ vom Kirnbauer, wenn ich Wein wär, wär ich der.

Hübsche Tiefe und weiche Textur

Ich gehe selten in ein Kabarett. Dafür geh ich gerne zu Weinverkostungen. Lachen darf ich aber erst immer hinterher. Was denen immer alles dazu einfällt ist wirklich erstaunlich.
In der Nase wie am Gaumen dicht. Gute Struktur und dichte. Morbider Charme, kommt erst im Finale lang. Mächtige süße Frucht. Biss sehr fein. Pikant, subtil und sehr lang. Was schreib i, geht´s selber mal auf eine.

 

Schaffnerlos

Ist für Leute wie mich der Supergau. Früher war alles super. Der Uniformierte kam mit der Zange, machte einen auf Hin und Retour und man konnte sich entspannt zurücklehnen. In Zeiten der Personaleinsparungen ist ein Schaffner eben überflüssig geworden. Ticket am Bahnhof kaufen, Gleis suchen, richtigen Bahnsteig erwischen, einer von den Dreien wird´s schon sein A-B-C oder CC und ab wird gepfiffen.
U-Bahn Karlsplatz

Erst die U-Bahn

Ist zwar jetzt auch schon länger her, aber wenn ich zurück denke, muss ich heute noch lachen. Wien am Tag. Weg vom Hotel, runter zur U-Bahn, so schwer kann´s ja doch nicht sein. Oder wären die Wiener gscheiter als wir? Also, Mysterium Kartenautomat. Viele Manderl, groß klein, welcher Platz, Rad oder Kinderwagen. Ich hab halt dann mal gedrückt. Hauptsache bezahlt und wir kommen dort hin, wo wir überhaupt hin wollen.
Wiener Linien Logo

Hat gepasst

War ja doch nicht so schwer. Abends fuhren wir aber doch lieber mit dem Taxi zurück. Und weil es sich für drei Tage und Nächte nicht auszahlt ein Wochenticket zu kaufen, standen wir am nächsten Tag wieder vorm Automat, wie der Ochs vorm Tor. Also wieder Figuren durchsuchen, ahhh, da hammas ja wieder. Zwei Figuren gleich groß passt. Ziel eingegeben und runter die Rolltreppe. Phuu, wir sind „Städter“ give me Fife!
Brauner HundI

Da lag der Hund begraben

Nachdem wir in der U-Bahn sitzen sagt Babsi zu mir: „Wieso ham wir gestern für die selbe Strecke eigentlich weniger bezahlt?“ Hmm, das frag ich mich auch grad. Wir werden morgen nachschauen. Wir haben nachgeschaut. Also mit dem Finger die Figuren entlang und den Preisvergleich gemacht. Uiuiui, da schau i aber. „Babserl du warst gestern a Hund“. Hätte uns das der Kontrolleur verziehen? Schützt Naivität und Provinz vor Strafe? Eh wurscht, guat is gangen nix is gschehn. Trotzdem hätt i gern wieder so an, der sei Pfeifferl in Mund nimmt und das Taferl von rot auf grün dem Lokführer zuwachelt.

HEUREKA! Die Dienstags – Denker

Vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer. Gedächtnistraining brauchen die Alten. Wir nicht, wir sind ja noch nicht alt! Wer braucht schon Fitness im Hirn? Aufmerksamkeitstraining, ja das schon. Merkfähigkeit, das auch, aber Gedächtnistraining is was für Demente. Viele glauben, mit Sudoku und Kreuzworträtsel ist die Sache schon geritzt. Leitln: Das ist genau so gutes Training, wie den Kazachock im Sitzen zu tanzen und glauben davon kriegt man starke Oberschenkel.
Mädchen auf Hocker

Ein gutes Beispiel

Ich bin eine Anhängerin vom „Kategoriendenken“ wie in dem Buch „Stroh im Kopf“ von Vera Birkenbihl super erklärt. Unser Hirn ist ein faules Luder! Was muss es denn noch viel tun? Nummern sind alle gespeichert, der Kalender am Handy installiert und Google macht den Rest. Wir sind dabei das Denken allem anderen zu überlassen. Der nächste Schritt ist das selbstfahrende Auto. Wir werden auch verlernen zu reagieren. Geben wir uns doch nicht total auf!

Zauberwürfel

Reaktion und Koordination

So, wie mit der Logopädie körperliche Übungen die Sprachentwicklung fördert, zeig ich Euch, wie mit speziellen Bewegungsabläufen das Hirnkastl trainiert wird. Unser Hirn liebt Spaß, Gesellschaft und Neues. Alles was nicht alltäglich ist und alles was überrascht. Wie wichtig das Ganze ist, werdet ihr spätestens wieder mal beim Autofahren merken, wenn es schnell zu reagieren gilt.

Zwei Beispiele

Mit einem hohem Reaktionsvermögen gibt man seinen Neurotransmittern die Möglichkeit sich schneller zu verbinden und die richtige Bewegung, sprich auch die richtige Entscheidung zu treffen.

  • Nimm einen Ball und wirf ihn an eine Wand und versuche währenddessen eine Drehung zu machen, bevor du ihn wieder fängst.
  • Bitte deinen Partner sich hinter dich zu stellen. Gib ihm einen Tennisball. Setz dich auf einen Stuhl und fixiere einen Punkt ca. 20 Meter vor dir. Jetzt sollte dein Partner, die Hand mit dem Ball, ungefähr auf höhe Mitte Oberschenkel über deinem Kopf halten, und dann willkürlich den Ball fallen lassen. Du musst versuchen den Ball zu fangen bevor er in deinen Schoß fällt.

Diese und viele andere Übungen werden Eure Aufmerksamkeit und Konzentration um ein Vielfaches erhöhen.

Überall tote Haare!!!

Das ich überhaupt noch leb oder zumindest keine Glatze hab?! Ganz früher ham die Leute gsagt:“Das weiße Punkterl am Ende des Haares is a Stickl vom Hirn“. Gottseidank so wahr wie die Erde eine Scheibe ist. Oder was ist relativ? Tja, ein Haar in der Suppe ist relativ viel. Ein Haar am Kopf relativ wenig. Worauf ich hinaus will, wegen so einer Lappalie lassen sich manche Leute scheiden.
rote Luftballon am Himmel

Beim nächsten Mann wird alles anders

Das Buch hat zwar schon antiquarischen Wert, ist für einige aber sicher noch interessant. Ein Kapitel handelt davon, das die Haare der Liebsten sich überall verewigten, besonders aber im Waschbecken nach der morgendlichen Toilette. Es artete zu einem Machtkampf aus, indem sie ihre Haare im Waschbecken mit der Nagelschere in kleine Stücke schnitt, um ihm zu beweisen, das er seine auch nicht wegputzt.
Goldene Armatur

Ein Haarnetz wie früher

Heureka, das wär des Rätsels Lösung! Kein Haar in der Suppe, kein Streit. Dann muss aber der alte Pyjama auch wieder her. Denkt an die toten Hautschüppchen, die Futter für die Milben sind. Was kann denn noch tot vom Körper fallen? Mann, jetzt fällt mir doch glatt der Sportreporter ein. Nein, so weit will es dann doch keine kommen lassen. Also bevor ihr euch frustriert auf die Pirsch nach dem „Richtigen“ macht: Erst mal muss man sich, nona, selber mögen, dann kann das vielleicht schon genug sein.
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Allein mit mir?

Auf immer und ewig gibt s eh nicht. Vielleicht doch! Vielleicht irgendwann? Vielleicht irgendwo? Ich habe nie auf vielleicht gewartet. Mein Lebensmotto war und ist: Morgen bist Du tot und dann ist Schluss mit lustig. Also, solange es niemanden verletzt oder  Schaden zufügt, traut Euch und wechselt die Position. Allen gerecht zu werden und von allen geliebt zu werden ist ein Ziel, das einem vom zufriedenen und glücklichen Leben abhält.

 

 

Die Krone des Denkens

Ist der Hausverstand sagt Ernst Ferstl. Die Realität zeigt aber, das die Mehrheit ungekrönt umherläuft. Ein Paradebeispiel gerade jetzt. Das Sonnenschirm Miracle! Sie drehen und richten den Schirm mit Blick auf das Kind oder die Decke, ob er denn schon den ersehnten Schatten bringt. Mit dreizehn bin ich schon draufgekommen, das ich mal schau, wo steht die Sonne eigentlich? Gelächter gab s früher auch immer bei den Liegestühlen, sprich Klappstühlen. Mittlerweile haben sich Gottseidank die Dreibeinliegen durchgesetzt.
Farbstifte

Der Rauch zieht nach links

Bei der Grillerei ist´s auch nicht viel anders. Fast alle Männer schmeißen das ganze Zeug in einem Abwasch auf den Grill, als ob man das alles sofort essen könnte. Und wenn der Griller dann endlich auf Betriebstemperatur ist, kann die Mamma schon wieder den Tisch abräumen. Mann, grillen ist wie Saunieren, entspannt in drei Gängen. Aber egal, mich wundert s halt nur, weil, wie viele Frauen stehen neben dem „Griller“ und nicht dahinter.

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Einkaufen bei de Billa

Und immer grüßt das Murmeltier. Die Standardfrage nach dem für alle sichtbar letzten Artikel des Kunden: Und aus!? Ja, aus. Und aus?! Ja aus. Jeder weiß das der Kartenzwang nur zur Kundenbindung und zum Vorteil der jeweiligen Kette dient. Also eines hab ich, seit ich denken kann, nie gemacht: Meinen Hausverstand an der Automatiktüre abgegeben. Nimmt sich doch glatt mal eine den Einkaufswagen und schiebt ihn fröhlich trällernd vor sich her und singt: „Es macht Spaß, ein Spartyp zu sein“.
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Prävention mit Hausverstand

Gibt´s bei meinen Workshop´s, Wanderungen und Veranstaltungen. Mit Grips, Humor und Abwechslung, nicht nur seinen Body, sondern auch seine Gehirnzellen trainieren. Wem Training schon zu hart klingt, kann sich ja eine „Gehirnmassage“ gönnen. Das hab ich mal auf eine Tafel vor Agil&Vinoviel geschrieben:
Fünf Minuten Gehirnmassage 5 Euro
In Ischl ham´s das nicht kapiert. Eine älter Dame kam zur Tür herein, setzte sich auf den Stuhl und sagte:“ Ich bin müde, einmal Kopfmassage bitte“.
Ich hab sie dann gefragt: „Welcher Tag war Vorgestern, wenn der Tag nach übermorgen zwei Tage vor Samstag liegt“?
Sie sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich grinste und sagte: „Sie sind jetzt wieder fit?“
Natürlich habe ich nicht kassiert. Die Dame verliess wie wortlos das Geschäft.

 

Nicht ohne meine Schwimmnudeln

Ich versteh nicht, warum ich mich immer erklären muss. Warum nimmst du drei? Du musst eine zwischen die Beine nehmen und radlfoahrn. Setz dich drauf. Na, vadaummt!!
Ich will mich einfach treiben lassen!. Oben hängen, wie am Balkonglander. Schluss aus! Eine Luftmatratze mag ich nicht, weil wenn ich da oben im Wasser döse und es fährt das Schiff vorbei, schwabbt das Wasser auf meinen heißen Körper und erschrickt mich.

Schwimmreifen

An eine Boje darf ich mich auch nicht hängen

Ich will einfach meine Ruhe haben. Mich nicht von rotzfrechen, seganten Gfrastern beim Chillen stören lassen. Die drei Nudeln kosten nicht mal zehn Euro und ein Booterl kann ich mir halt net leisten. Also was gibts Schöneres, als einfach alle Viere von sich zu strecken und im bachwerlwarmen Attersee von weitem die überfüllten Bäder zu beobachten. Sicher muss ich raus auch wieder. Das ist ganz einfach, weil ich sowieso vor fünf nicht in Ufernähe bin. Da wo die ersten schon wieder heimfahrn, komm ich erst an. Und Parkplatz hab ich auch immer gleich einen. Gut, kann schon sein das ich einmal hin und her fahren muss, aber das ist es wert.

Frau im Bikini

Wie war das früher?

Ja früher, da sind wir schon um neun Uhr mit dem Kamerahansl zum Schönauer gefahren und um fünf Uhr abends wieder heim. Die nassen Haare im Fahrtwind trocknen lassen. Ganz offen, da war nix zu. (Heut würden sicher a paar Dilos vom Zug fallen). Dann als Teenager fuhren wir erst gegen elf ins Strandbad. Damals im alten Atterseer Strandbad, sehr unorthodox, aber saulustig. Mit Bocciadressen ausgestattet wurde um die nächste Runde Spritzer gespielt.

Gspritze am Strand

Als wir dann Kinder hatten

Gings erst gegen Mittag los und nach kurzer Zeit hatte ich schon wieder genug. Alleine die Bemerkungen der alternden Vip´s nervten: „Die is a scho dreissg, da Arsch hängt scho a bissl“. Weh es is die Bikinihosn verrutscht, bemühte sich der nächste: „Ahhh, wieder ein Blick ins Himmelreich“. Typisch, der lachende Kaufmann. Pffffff, und den sei Hirn?! Um drei Uhr Nachmittags blickte ich sehnsüchtig auf die Strandbaduhr, aber der Zeiger bewegte sich nicht schneller. Wurscht! Schluss! Um viere wird gfahrn! Endlich.
Ja, und jetzt hab ich glatt nach zwei Stunden scho gnua!

 

 

 

Ein Stern!!!!!!!!!!!!!!!!

„Der deinen Namen trägt“ war vor zehn Jahren insgesamt 13 Wochen auf Platz eins in Österreich. Logisch, mit Herz-Schmerz und einen Bass der den Herzschlagrhythmus hat, kanns nur a Nummer eins werden. Jede Hütte, jede Party wurde mit dem Hit beschallt. Zehn Jahre, mir kommts viel länger vor. Es juckt mich auch nicht mehr wenn ich solche Schlager hör. Das einzige was passiert, mir fallen Dinge ein, die ich lieber schon wieder vergessen hätt.

Biergarten

Unterm Kastanienbam

ist jetzt das Platzerl wo ich mich wohlfühl. Es hat schon was, wenn man nicht mehr das Bedürfnis hat, unbedingt dabei sein zu müssen. Ich überlege grad ob ich das irgendwann hatte? Sicher, in der Jugendzeit ist man gerne unterwegs. Man will Leute kennenlernen, Spaß haben, man will halt Remmidemmi. Jetzt genieße ich die Ruhe und die Musik ist mir schon mal zu laut. Auch das Wetter, wenns noch so heiß ist, i jammer net. Gegen Abend schau ich gerne im Gastgarten vorbei und hör im Geiste Spider Murphy „uhhh-so schee“.

Brautpaar

Heiraten tuat mi eh kana mehr

Net das jemand falsch versteht, will ich gar nicht. Aber es ist einfach sehr entspannend, wenn man nicht mehr das Gefühl hat, Erwartungen erfüllen zu müssen. Grad gestern sitzen wir in einer Runde und ein früherer Bekannter entrüstet sich über meine Ausdrucksweise und Ansichten. Mir doch wurscht! Ich weiß, was er daheim erzählt: „Na das is ah Bisgurn worn!“ Er versteht nicht, wenn Frauen ihren Männern es nur gut meinen. Gut meinen in dem Sinn: Fahr nicht zu schnell mit dem Auto! Pass beim Biken auf! Komm nicht so spät heim! Setz den Helm auf! Nimm den Stützstrumpf!

Fahrrad

Weil WER bitte!!!

ist Zuhause dann die Krankenschwester? Wer hat den Jammernden, nicht auszuhaltenden Quengler daheim?! Wer muss sich den Frust über die erzwungene Ruhestellung anhören? Richtig meine lieben Damen!

Und daher soll es uns auch wurscht sein, ob irgendeiner umhererzählt welche Zicke der Arme in den vier Wänden hat, sondern die Tür aufmachen und gehen:
Frustbolzen bleibt- Kranke- Schwester reinkommen lassen!

 

Foahr zua oide Schochtl!

Was für Teen´s und Twen´s lustig und salopp hinausgerufen wird, ist für Betroffene eher merkwürdig, beziehungsweise für einige sogar beleidigend. I sog´s eich glei: mir is wurscht. Wenns glauben, das mit dieser Formulierung eine Kränkung oder eine Bewertung andeuten wollen, bitte. Ich wink sie immer vorbei und denk mir: „Eine Gehirnzelle weniger und du wärst eine Pflanze geworden“ 😉

Tachometer

Ich kann aber auch

Wenn auf der Seestrasse, wieder mal ein Auto vor mir, konstant die 60 kmh fährt, als hätte es einen Tempomaten eingebaut. Obwohl, ich muss gestehn, schaden tät´s mir nicht. Zahl eh immer wieder Strafe und trotzdem denk ich mir: foahr zua, oide Schochtl? Ok, ich steh dazu, keine Vorbildwirkung, aber unter uns gesagt, brauch ich die, auch nicht haben. Mein wirken soll auf Augenhöhe und nicht als „Lehrererin“ sein. Immerhin noch besser, als die Schimpfworte, die mein Opa und mein Vater gebraucht haben, aber Gerhart Polt ist auch nicht zu verachten.

Rindviech

Rindviech und Bambrunza

waren da noch Koseworte. Also ist oben genannter Ausruf gar net so schlimm. Hot doch grad de Gruberin auf Facebook „Despocito“ covert.  Da schreins a von hinten das sie sich beeilen soll 😉 Auch wenn man sich noch so bemüht als Vorbild seine Kinder so gut es geht von den „schiachen“ Wörten fernzuhalten, es geht nicht. An einem Nachmittag, sitzen wir beim Kaffee und gerade über den Nachbarsjungen, weil er so einen schlimmen Wortschatz hat, obwohl er erst sechs ist. Da kommt aus dem Mund meiner gerade vierjährigen Tochter: „Ich weiß was „schiache Wörter sind“ 🙂
Ich ganz erstaunt, aha, was denn? Da sprudelte es nur so aus ihr heraus: “ Blede Sau, Oaschloch, Krucka, Deppada, blede Kuah.“ Mit dem Schaum vom Kakao um den Mund, freute sie sichso richtig, uns „überrascht“ zu haben, des gscheide Dirndl.
Zur Verteidigung, meiner Erziehung, muss ich erwähnen das diese Ausdrücke in der Familie nie zu tragen kamen und sie diese Worte auch weder im Kindergarten, noch in der Schule gebrauchte.

Jaja, das kann ich

Mit diesem Satz, hab ich schon manches in meinem Leben verpatzt, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich hab´s ja nur gut gemeint und Youtube gabs noch nicht. Und weil ich ein „Learning by Doing“ bin, hatte ich auch nie Angst vorm ersten mal. Es war halt für die Betreffenden teuer und fatal.unbenannt_726

 

Wimpern Färben

Meine Schwägerin wollte ihre Wimpern dunkler haben und die Friseurin hat ihr abgesagt. Ich hab das ja des Öfteren bei meinem Hairkiller gesehen. Wattebauschen unter die Wimpern, mit dem Stäbchen Farbe auftragen und aus. Jeder aber, der es zum ersten mal gemacht hat, wird wissen, wie Scheiße das aussehen kann. Also, meine Schwägerin sitzt so da, mit geschlossenen Augen und fragt ob die zehn Minuten schon um sind. Ich begleite sie ins Bad, alter Schwede! Ich musste schnell verschwinden, weil wenn man nicht lachen sollte, es aber nicht zu verkneifen ist, Gefahr droht. Wir tranken eine zeitlang keinen Kaffee mehr miteinander.

Bestickter Filz

Des Kopferl is glei gstrickt

Ein andermal, zum Besuch beim Arbeitskollegen, wollte die frisch gebackene Mamma ein Hauberl häkeln. Weil sie sich der Maschenzahl nicht sicher war und die Wolle sehr teuer, fragte sie mich, ob ich das könnte. Na logo! Ich schlug ein paar Maschen pie mal Daumen an und häkelte so dahin. Nach der zehnten Reihe, wurde mir doch ein wenig unwohl. Der Häkelkranz wirkte irgendwie zu groß für das Babykopferl. Macht nix, immer positiv denken. Also rüber ins Kinderzimmer und messen. Uups, war doch viel zu viel. So, jetzt versucht mal verstrickte Angorawolle aufzutrennen. Wir waren eh nie mehr zu Besuch.

Wütende Frau

Kürzen mit der Klinge

Mit vierzehn, hatte eine Nachbarin von mir, sich selber mit der Rasierklinge die Haare am Oberkopf gekürzt. Klassiker in den Siebzigern. Sie hatte Naturlocken und es sah gar nicht mal blöd aus. Ich der „Machalles“, hab mir die Frisur gleich zugelegt. Super, passt, hat Luft. Wer von Euch eine jüngere Schwester hat weiß, sie rufen:“Will ich auch!“Klaro!
Leider sind mir die Haare bei ihr nicht so gut gelungen.
Vielleicht ist sie deswegen, heute manchmal so giftig zu mir????
Selfieladen 4

I have are Girlfriend and she is blue

Sommerfeste und Grillpartys haben wieder Saison. Wenn eine Frau einen „richtigen sitzen“ hat, geht das gar nicht. Aber so ein ein Damenspitzerl, des passiert halt manchmal. Mein Ex sagte früher vorwurfsvoll: „Kannst nicht a Cola trinken wie andere auch?“ Nein, weil mir Cola net schmeckt und is mit Colatrinkerinnen lustiger? Was ist mit den blauen Hosenträgern? So ein kleiner Schwips, kann lustig wirken, kann.

schnapsgläser

Noch einen Schnaps bevor die Leber zusperrt

So schauts zum Beispiel bei manchen Damen aus, wenn sie in der katholischen Frauenbewegung oder mit der Ortsbäurin, bei einem Kaffeekränzchen verweilen. Nein, nein, Wein oder Sekt trinken sie nicht, nur Kaffee. Aber a Schnapserl, ja a kleines Schnapserl, so a flüssig´s klares Mannerwafferl, das trinkens schon gern. Da dürfen die Wangerl auch a bisserl rot werden. Und kichert wird dann auch ungeniert. Was hat der Schnaps, was der Wein nicht hat? Die Prozente!!!

Farben im Gesicht

Der Klare is fürn Durchblick

Wahrscheinlich und da Gspritzte fürn Durscht. Da Gspritzte ist für mich erfrischend wie ein Glas Bier, das Glas Wein rundet das Essen oder den Tag ab. Um Himmels Willen, täglich? Warum net, im Sommer sicher. Die lauen Abende und Terrassengespräche, laden förmlich dazu ein. Im übrigen finde ich, ist es ein Unterschied, ob man trinkt zu geniessen oder um sich schmerzfrei zu machen. Eh scho wissen:
Alkohol in Maßen genossen, schadet auch in großen Mengen nix. Also lassen wir die Kirche im Dorf und die Moscheen in Istanbul.

Bier im Abendrot

Ich bin blau da ba dee da ba da

Genau, und dann sing ich diese Lieder, tanz mit Tränen in den Augen, niemand war für mich ein Held, darum tu ichs immer wieder.
Wir sollten aufhören zu urteilen und zu bewerten, dann könnten wir vielleicht feststellen, das viele in einem blauen Haus wohnen, ohne jedoch Schlümpfe zu sein 😉