Lipstick, Powder and Wine

Wieder mal in eigener Sache. Der Blutdruckmesser ins letzte Eck verbannt, Kosmetik, Nahrung und Mode in den Vordergrund. Auch ich möchte nicht nur fit, sondern mitunter gut aussehen, nona, wer net. Aber bitte, bitte, bitte, bitte, wenn schon Kosmetik, dann wenigstens gut aufgetragen, nicht nur dick. Ich krieg manchmal an Augenkrebs wenn ich Altersgenossinnen begegne. Lippenstift, der in jede Richtung des Gesichtes ausläuft, wie die Farbe eines Aquarells auf nassem Papier.
Blauer LippenstiftI

Meine Damen! Es gibt Konturenstifte!

Und da gibt s nur einen: „Stefanie M“ mit Fingerspitzengefühl leicht aufzutragen und hält den ganzen Tag. Lippenstift verwende ich nur den Super Stay 24Stunden Color von Maybelline Farbe „Rose dust“, passt überall dazu und hält auch wie die Sau. Make Up verwende ich fast nie, den Puder nehm ich in Zuckerform zu mir. Die Konturen meines Körpers haben sich auch ein wenig verlagert. Der Taillengürtel sitzt jetzt bei mir auf Unterbrustweite. Schaut nicht mal so schlecht aus und lässt den Busen auch größer erscheinen. Ausserdem braucht man den Bauch nicht immer einziehen. Was schreib i, schauts selber.

Forever KirnbauerI

 

Der Wein, ja der Wein

Da zähl ich mich schon zu den Weinkennerinnen. Ein Glas Weißwein bei Sonnenuntergang auf der Terrasse oder Balkon, hat schon was. Ein Muskateller mit seiner fruchtigen Note kann einem schon zu einem zweiten oder dritten Glas verleiten. Wenn jetzt die Nächte wieder länger werden bevorzuge ich eher Rotwein. Bei denen meide Barriques Weine, ich hasse den Geschmack. Da lob ich mir meinen Lieblingswein: „FOREVER“ vom Kirnbauer, wenn ich Wein wär, wär ich der.

Hübsche Tiefe und weiche Textur

Ich gehe selten in ein Kabarett. Dafür geh ich gerne zu Weinverkostungen. Lachen darf ich aber erst immer hinterher. Was denen immer alles dazu einfällt ist wirklich erstaunlich.
In der Nase wie am Gaumen dicht. Gute Struktur und dichte. Morbider Charme, kommt erst im Finale lang. Mächtige süße Frucht. Biss sehr fein. Pikant, subtil und sehr lang. Was schreib i, geht´s selber mal auf eine.

 

Schaffnerlos

Ist für Leute wie mich der Supergau. Früher war alles super. Der Uniformierte kam mit der Zange, machte einen auf Hin und Retour und man konnte sich entspannt zurücklehnen. In Zeiten der Personaleinsparungen ist ein Schaffner eben überflüssig geworden. Ticket am Bahnhof kaufen, Gleis suchen, richtigen Bahnsteig erwischen, einer von den Dreien wird´s schon sein A-B-C oder CC und ab wird gepfiffen.
U-Bahn Karlsplatz

Erst die U-Bahn

Ist zwar jetzt auch schon länger her, aber wenn ich zurück denke, muss ich heute noch lachen. Wien am Tag. Weg vom Hotel, runter zur U-Bahn, so schwer kann´s ja doch nicht sein. Oder wären die Wiener gscheiter als wir? Also, Mysterium Kartenautomat. Viele Manderl, groß klein, welcher Platz, Rad oder Kinderwagen. Ich hab halt dann mal gedrückt. Hauptsache bezahlt und wir kommen dort hin, wo wir überhaupt hin wollen.
Wiener Linien Logo

Hat gepasst

War ja doch nicht so schwer. Abends fuhren wir aber doch lieber mit dem Taxi zurück. Und weil es sich für drei Tage und Nächte nicht auszahlt ein Wochenticket zu kaufen, standen wir am nächsten Tag wieder vorm Automat, wie der Ochs vorm Tor. Also wieder Figuren durchsuchen, ahhh, da hammas ja wieder. Zwei Figuren gleich groß passt. Ziel eingegeben und runter die Rolltreppe. Phuu, wir sind „Städter“ give me Fife!
Brauner HundI

Da lag der Hund begraben

Nachdem wir in der U-Bahn sitzen sagt Babsi zu mir: „Wieso ham wir gestern für die selbe Strecke eigentlich weniger bezahlt?“ Hmm, das frag ich mich auch grad. Wir werden morgen nachschauen. Wir haben nachgeschaut. Also mit dem Finger die Figuren entlang und den Preisvergleich gemacht. Uiuiui, da schau i aber. „Babserl du warst gestern a Hund“. Hätte uns das der Kontrolleur verziehen? Schützt Naivität und Provinz vor Strafe? Eh wurscht, guat is gangen nix is gschehn. Trotzdem hätt i gern wieder so an, der sei Pfeifferl in Mund nimmt und das Taferl von rot auf grün dem Lokführer zuwachelt.

HEUREKA! Die Dienstags – Denker

Vom Gehirnbesitzer zum Gehirnbenutzer. Gedächtnistraining brauchen die Alten. Wir nicht, wir sind ja noch nicht alt! Wer braucht schon Fitness im Hirn? Aufmerksamkeitstraining, ja das schon. Merkfähigkeit, das auch, aber Gedächtnistraining is was für Demente. Viele glauben, mit Sudoku und Kreuzworträtsel ist die Sache schon geritzt. Leitln: Das ist genau so gutes Training, wie den Kazachock im Sitzen zu tanzen und glauben davon kriegt man starke Oberschenkel.
Mädchen auf Hocker

Ein gutes Beispiel

Ich bin eine Anhängerin vom „Kategoriendenken“ wie in dem Buch „Stroh im Kopf“ von Vera Birkenbihl super erklärt. Unser Hirn ist ein faules Luder! Was muss es denn noch viel tun? Nummern sind alle gespeichert, der Kalender am Handy installiert und Google macht den Rest. Wir sind dabei das Denken allem anderen zu überlassen. Der nächste Schritt ist das selbstfahrende Auto. Wir werden auch verlernen zu reagieren. Geben wir uns doch nicht total auf!

Zauberwürfel

Reaktion und Koordination

So, wie mit der Logopädie körperliche Übungen die Sprachentwicklung fördert, zeig ich Euch, wie mit speziellen Bewegungsabläufen das Hirnkastl trainiert wird. Unser Hirn liebt Spaß, Gesellschaft und Neues. Alles was nicht alltäglich ist und alles was überrascht. Wie wichtig das Ganze ist, werdet ihr spätestens wieder mal beim Autofahren merken, wenn es schnell zu reagieren gilt.

Zwei Beispiele

Mit einem hohem Reaktionsvermögen gibt man seinen Neurotransmittern die Möglichkeit sich schneller zu verbinden und die richtige Bewegung, sprich auch die richtige Entscheidung zu treffen.

  • Nimm einen Ball und wirf ihn an eine Wand und versuche währenddessen eine Drehung zu machen, bevor du ihn wieder fängst.
  • Bitte deinen Partner sich hinter dich zu stellen. Gib ihm einen Tennisball. Setz dich auf einen Stuhl und fixiere einen Punkt ca. 20 Meter vor dir. Jetzt sollte dein Partner, die Hand mit dem Ball, ungefähr auf höhe Mitte Oberschenkel über deinem Kopf halten, und dann willkürlich den Ball fallen lassen. Du musst versuchen den Ball zu fangen bevor er in deinen Schoß fällt.

Diese und viele andere Übungen werden Eure Aufmerksamkeit und Konzentration um ein Vielfaches erhöhen.

Überall tote Haare!!!

Das ich überhaupt noch leb oder zumindest keine Glatze hab?! Ganz früher ham die Leute gsagt:“Das weiße Punkterl am Ende des Haares is a Stickl vom Hirn“. Gottseidank so wahr wie die Erde eine Scheibe ist. Oder was ist relativ? Tja, ein Haar in der Suppe ist relativ viel. Ein Haar am Kopf relativ wenig. Worauf ich hinaus will, wegen so einer Lappalie lassen sich manche Leute scheiden.
rote Luftballon am Himmel

Beim nächsten Mann wird alles anders

Das Buch hat zwar schon antiquarischen Wert, ist für einige aber sicher noch interessant. Ein Kapitel handelt davon, das die Haare der Liebsten sich überall verewigten, besonders aber im Waschbecken nach der morgendlichen Toilette. Es artete zu einem Machtkampf aus, indem sie ihre Haare im Waschbecken mit der Nagelschere in kleine Stücke schnitt, um ihm zu beweisen, das er seine auch nicht wegputzt.
Goldene Armatur

Ein Haarnetz wie früher

Heureka, das wär des Rätsels Lösung! Kein Haar in der Suppe, kein Streit. Dann muss aber der alte Pyjama auch wieder her. Denkt an die toten Hautschüppchen, die Futter für die Milben sind. Was kann denn noch tot vom Körper fallen? Mann, jetzt fällt mir doch glatt der Sportreporter ein. Nein, so weit will es dann doch keine kommen lassen. Also bevor ihr euch frustriert auf die Pirsch nach dem „Richtigen“ macht: Erst mal muss man sich, nona, selber mögen, dann kann das vielleicht schon genug sein.
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Allein mit mir?

Auf immer und ewig gibt s eh nicht. Vielleicht doch! Vielleicht irgendwann? Vielleicht irgendwo? Ich habe nie auf vielleicht gewartet. Mein Lebensmotto war und ist: Morgen bist Du tot und dann ist Schluss mit lustig. Also, solange es niemanden verletzt oder  Schaden zufügt, traut Euch und wechselt die Position. Allen gerecht zu werden und von allen geliebt zu werden ist ein Ziel, das einem vom zufriedenen und glücklichen Leben abhält.

 

 

Lamour to jour

Party und Sommerhit! Der Sommer, vor der Jahrtausendwende, die totale Sonnenfinsternis. Gottseidank hab ich mein Mammographiebild nicht weggeworfen. Ja, dieser Sommer hat so manches an den Tag gebracht. Leider nicht immer was gscheits. Wenn ich überlege, womit manche ihr Geld verdient haben. Die Schnullerkette zum Beispiel, kein Mensch, auch nicht am Lande, dachte jemals daran. Im Gegenteil, der Sauger wurde an einem dünnen Strick befestigt und dem Säugling um den Hals gegeben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals gehört oder gelesen zu haben, das sich ein Kind damit erhängte. Dann, die Hochzeit meiner Nichte ein. Der vergessene Fotoapparat. Mein schwarzes Lieblingskleid, als ich das erste mal sah, das die Bettfalten auf der Schulter, nach dem Aufstehen nicht sofort wieder verschwinden.

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Oder Klickklack

Auch so was, bis sich die Medien darauf stürzten und als krebserregend eingestuften. Wenn man es nicht richtig beherrschte, schlug man sich die Knöchel blau. Wie oft hatten wir Kinder blaue Flecken an den Schienbeinen? Deswegen wurde es sicher nicht verboten. Ich glaube, Generation 68, mein älterer Bruder zählte dazu, regte sich nur deswegen auf, weil das „Ausschlafen“ unterbrochen wurde. Er, sprang Sonntags mit Lichtgeschwindigkeit aus dem Bett, wenn wir im Hausflur die Kugeln, rekordtaktmäßig aneinander knallen ließen: Klickklackklickklackklick
Partyschild

Maschndrohtzaun

Der Anton aus Tirol, mit der Hintermoser Kathi, durften bei mir auf keinem Feste fehlen. Mein Vierziger, ein Alter, das ich bis heute, in mir spür. Geistig natürlich 😉 Körperlich bin ich schon manchmal abgespannt, um nicht zu sagen verspannt. Rückblickend sehe ich die „Vierziger“ sehr amüsant. Man will „da Wöd nu a Lucka haun“.
Heute, in den Fünfzigern: „Genießen als wär´s das letzte mal“ – die Endgültigkeit ist mir bewusst, besonders, wenn ich mit dem Smartphon in der Hand, gegen einen Laternenmasten renn.
Darum werden jetzt in großen Städten, diese „mit Matten ummantelt.“
Hallo, im 21ten Jahrundert.

In the Summer, the Post going up

Anderswo ist sicher mehr los, glauben wir. In Wien, Salzburg, München oder gar auf Ibiza. Dabei sagen Leute dort, genau das gleiche: Ihre Stadt ist ein Dorf! Sie gehen nicht mehr so viel weg, sie treffen sich lieber zu Hause, mit Freunden. Mal bei dem, mal bei dem. Sie wollen auch nicht mehr so viel Geld ausgeben. Und überhaupt kennenlernen wollen sie auch niemanden mehr. So sprechen natürlich die, die eh „verpaart“ sind. Was aber ist mit den andern, mit mir zum Beispiel?
Schwan am Wasser

Ich bin Alleingeher

Ich als Frau, trau mich schon lange alleine in den Gastgarten oder in ein Cafe zu gehen. Nette Leute treffen, die genau so wie ich, einen lustigen oder ideenreichen Nachmittag verbringen wollen. Den Tag sinnvoll erleben, immer noch Neues ausprobieren und am liebsten täglich, mit Freunden oder Bekannten beisammen sitzen. Das einzige, was ich nicht mehr mag: Alleine-Wandern, radeln, Ausflüge machen oder Veranstaltungen besuchen.
Hemetsberger Abtsdorf

Do bin i daham

Mir gefällt es, wenn ich mit Freunden in der Bar Hollywood Karaoke singen kann.
(Der Wirt duldet es mit zusammen gebissenen Zähnen und auch nur, wenn wir „unter uns“ sind). Den besten Toast verspeisen, im Cafe Eichhorn in Weyregg oder der Schirmbar Gall in Attersee. Das Wasser fast mit den Zehenspitzen berühren, geht da und „auf da drentan Seit, vom Attersee“. Mir bereitet es großes Vergnügen, den halben Nachmittag oder den ganzen Abend, mit meiner Busenfreundin zu tratschen. Im Gastgarten, mit den Stammgästen Bier trinken und Blödsinn quatschen.
Attersee Sundowner

Das ist Sommer für mich

Ein Platzerl haben, an dem man entspannen kann. Leute treffen, die man schon fast so gut kennt, wie die eigene Familie. Wo einem der Sessel schon frei gmacht wird, wenn sie dich sehen kommen und der Wirt weiß, was du trinkst oder isst.
PS: Bei mir sehr schwierig, ich ess täglich an Toast und trink a Seidl dazua 😉

Die Krone des Denkens

Ist der Hausverstand sagt Ernst Ferstl. Die Realität zeigt aber, das die Mehrheit ungekrönt umherläuft. Ein Paradebeispiel gerade jetzt. Das Sonnenschirm Miracle! Sie drehen und richten den Schirm mit Blick auf das Kind oder die Decke, ob er denn schon den ersehnten Schatten bringt. Mit dreizehn bin ich schon draufgekommen, das ich mal schau, wo steht die Sonne eigentlich? Gelächter gab s früher auch immer bei den Liegestühlen, sprich Klappstühlen. Mittlerweile haben sich Gottseidank die Dreibeinliegen durchgesetzt.
Farbstifte

Der Rauch zieht nach links

Bei der Grillerei ist´s auch nicht viel anders. Fast alle Männer schmeißen das ganze Zeug in einem Abwasch auf den Grill, als ob man das alles sofort essen könnte. Und wenn der Griller dann endlich auf Betriebstemperatur ist, kann die Mamma schon wieder den Tisch abräumen. Mann, grillen ist wie Saunieren, entspannt in drei Gängen. Aber egal, mich wundert s halt nur, weil, wie viele Frauen stehen neben dem „Griller“ und nicht dahinter.

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Einkaufen bei de Billa

Und immer grüßt das Murmeltier. Die Standardfrage nach dem für alle sichtbar letzten Artikel des Kunden: Und aus!? Ja, aus. Und aus?! Ja aus. Jeder weiß das der Kartenzwang nur zur Kundenbindung und zum Vorteil der jeweiligen Kette dient. Also eines hab ich, seit ich denken kann, nie gemacht: Meinen Hausverstand an der Automatiktüre abgegeben. Nimmt sich doch glatt mal eine den Einkaufswagen und schiebt ihn fröhlich trällernd vor sich her und singt: „Es macht Spaß, ein Spartyp zu sein“.
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Prävention mit Hausverstand

Gibt´s bei meinen Workshop´s, Wanderungen und Veranstaltungen. Mit Grips, Humor und Abwechslung, nicht nur seinen Body, sondern auch seine Gehirnzellen trainieren. Wem Training schon zu hart klingt, kann sich ja eine „Gehirnmassage“ gönnen. Das hab ich mal auf eine Tafel vor Agil&Vinoviel geschrieben:
Fünf Minuten Gehirnmassage 5 Euro
In Ischl ham´s das nicht kapiert. Eine älter Dame kam zur Tür herein, setzte sich auf den Stuhl und sagte:“ Ich bin müde, einmal Kopfmassage bitte“.
Ich hab sie dann gefragt: „Welcher Tag war Vorgestern, wenn der Tag nach übermorgen zwei Tage vor Samstag liegt“?
Sie sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich grinste und sagte: „Sie sind jetzt wieder fit?“
Natürlich habe ich nicht kassiert. Die Dame verliess wie wortlos das Geschäft.

 

Nicht ohne meine Schwimmnudeln

Ich versteh nicht, warum ich mich immer erklären muss. Warum nimmst du drei? Du musst eine zwischen die Beine nehmen und radlfoahrn. Setz dich drauf. Na, vadaummt!!
Ich will mich einfach treiben lassen!. Oben hängen, wie am Balkonglander. Schluss aus! Eine Luftmatratze mag ich nicht, weil wenn ich da oben im Wasser döse und es fährt das Schiff vorbei, schwabbt das Wasser auf meinen heißen Körper und erschrickt mich.

Schwimmreifen

An eine Boje darf ich mich auch nicht hängen

Ich will einfach meine Ruhe haben. Mich nicht von rotzfrechen, seganten Gfrastern beim Chillen stören lassen. Die drei Nudeln kosten nicht mal zehn Euro und ein Booterl kann ich mir halt net leisten. Also was gibts Schöneres, als einfach alle Viere von sich zu strecken und im bachwerlwarmen Attersee von weitem die überfüllten Bäder zu beobachten. Sicher muss ich raus auch wieder. Das ist ganz einfach, weil ich sowieso vor fünf nicht in Ufernähe bin. Da wo die ersten schon wieder heimfahrn, komm ich erst an. Und Parkplatz hab ich auch immer gleich einen. Gut, kann schon sein das ich einmal hin und her fahren muss, aber das ist es wert.

Frau im Bikini

Wie war das früher?

Ja früher, da sind wir schon um neun Uhr mit dem Kamerahansl zum Schönauer gefahren und um fünf Uhr abends wieder heim. Die nassen Haare im Fahrtwind trocknen lassen. Ganz offen, da war nix zu. (Heut würden sicher a paar Dilos vom Zug fallen). Dann als Teenager fuhren wir erst gegen elf ins Strandbad. Damals im alten Atterseer Strandbad, sehr unorthodox, aber saulustig. Mit Bocciadressen ausgestattet wurde um die nächste Runde Spritzer gespielt.

Gspritze am Strand

Als wir dann Kinder hatten

Gings erst gegen Mittag los und nach kurzer Zeit hatte ich schon wieder genug. Alleine die Bemerkungen der alternden Vip´s nervten: „Die is a scho dreissg, da Arsch hängt scho a bissl“. Weh es is die Bikinihosn verrutscht, bemühte sich der nächste: „Ahhh, wieder ein Blick ins Himmelreich“. Typisch, der lachende Kaufmann. Pffffff, und den sei Hirn?! Um drei Uhr Nachmittags blickte ich sehnsüchtig auf die Strandbaduhr, aber der Zeiger bewegte sich nicht schneller. Wurscht! Schluss! Um viere wird gfahrn! Endlich.
Ja, und jetzt hab ich glatt nach zwei Stunden scho gnua!

 

 

 

Ein Stern!!!!!!!!!!!!!!!!

„Der deinen Namen trägt“ war vor zehn Jahren insgesamt 13 Wochen auf Platz eins in Österreich. Logisch, mit Herz-Schmerz und einen Bass der den Herzschlagrhythmus hat, kanns nur a Nummer eins werden. Jede Hütte, jede Party wurde mit dem Hit beschallt. Zehn Jahre, mir kommts viel länger vor. Es juckt mich auch nicht mehr wenn ich solche Schlager hör. Das einzige was passiert, mir fallen Dinge ein, die ich lieber schon wieder vergessen hätt.

Biergarten

Unterm Kastanienbam

ist jetzt das Platzerl wo ich mich wohlfühl. Es hat schon was, wenn man nicht mehr das Bedürfnis hat, unbedingt dabei sein zu müssen. Ich überlege grad ob ich das irgendwann hatte? Sicher, in der Jugendzeit ist man gerne unterwegs. Man will Leute kennenlernen, Spaß haben, man will halt Remmidemmi. Jetzt genieße ich die Ruhe und die Musik ist mir schon mal zu laut. Auch das Wetter, wenns noch so heiß ist, i jammer net. Gegen Abend schau ich gerne im Gastgarten vorbei und hör im Geiste Spider Murphy „uhhh-so schee“.

Brautpaar

Heiraten tuat mi eh kana mehr

Net das jemand falsch versteht, will ich gar nicht. Aber es ist einfach sehr entspannend, wenn man nicht mehr das Gefühl hat, Erwartungen erfüllen zu müssen. Grad gestern sitzen wir in einer Runde und ein früherer Bekannter entrüstet sich über meine Ausdrucksweise und Ansichten. Mir doch wurscht! Ich weiß, was er daheim erzählt: „Na das is ah Bisgurn worn!“ Er versteht nicht, wenn Frauen ihren Männern es nur gut meinen. Gut meinen in dem Sinn: Fahr nicht zu schnell mit dem Auto! Pass beim Biken auf! Komm nicht so spät heim! Setz den Helm auf! Nimm den Stützstrumpf!

Fahrrad

Weil WER bitte!!!

ist Zuhause dann die Krankenschwester? Wer hat den Jammernden, nicht auszuhaltenden Quengler daheim?! Wer muss sich den Frust über die erzwungene Ruhestellung anhören? Richtig meine lieben Damen!

Und daher soll es uns auch wurscht sein, ob irgendeiner umhererzählt welche Zicke der Arme in den vier Wänden hat, sondern die Tür aufmachen und gehen:
Frustbolzen bleibt- Kranke- Schwester reinkommen lassen!

 

Foahr zua oide Schochtl!

Was für Teen´s und Twen´s lustig und salopp hinausgerufen wird, ist für Betroffene eher merkwürdig, beziehungsweise für einige sogar beleidigend. I sog´s eich glei: mir is wurscht. Wenns glauben, das mit dieser Formulierung eine Kränkung oder eine Bewertung andeuten wollen, bitte. Ich wink sie immer vorbei und denk mir: „Eine Gehirnzelle weniger und du wärst eine Pflanze geworden“ 😉

Tachometer

Ich kann aber auch

Wenn auf der Seestrasse, wieder mal ein Auto vor mir, konstant die 60 kmh fährt, als hätte es einen Tempomaten eingebaut. Obwohl, ich muss gestehn, schaden tät´s mir nicht. Zahl eh immer wieder Strafe und trotzdem denk ich mir: foahr zua, oide Schochtl? Ok, ich steh dazu, keine Vorbildwirkung, aber unter uns gesagt, brauch ich die, auch nicht haben. Mein wirken soll auf Augenhöhe und nicht als „Lehrererin“ sein. Immerhin noch besser, als die Schimpfworte, die mein Opa und mein Vater gebraucht haben, aber Gerhart Polt ist auch nicht zu verachten.

Rindviech

Rindviech und Bambrunza

waren da noch Koseworte. Also ist oben genannter Ausruf gar net so schlimm. Hot doch grad de Gruberin auf Facebook „Despocito“ covert.  Da schreins a von hinten das sie sich beeilen soll 😉 Auch wenn man sich noch so bemüht als Vorbild seine Kinder so gut es geht von den „schiachen“ Wörten fernzuhalten, es geht nicht. An einem Nachmittag, sitzen wir beim Kaffee und gerade über den Nachbarsjungen, weil er so einen schlimmen Wortschatz hat, obwohl er erst sechs ist. Da kommt aus dem Mund meiner gerade vierjährigen Tochter: „Ich weiß was „schiache Wörter sind“ 🙂
Ich ganz erstaunt, aha, was denn? Da sprudelte es nur so aus ihr heraus: “ Blede Sau, Oaschloch, Krucka, Deppada, blede Kuah.“ Mit dem Schaum vom Kakao um den Mund, freute sie sichso richtig, uns „überrascht“ zu haben, des gscheide Dirndl.
Zur Verteidigung, meiner Erziehung, muss ich erwähnen das diese Ausdrücke in der Familie nie zu tragen kamen und sie diese Worte auch weder im Kindergarten, noch in der Schule gebrauchte.