Vergesellschaftung des Herzens oder solitär

Solitär oder solidarisch? Allein oder zu Zweit? Gesellschaft wollen alle, am besten mit nur „seinesgleichen“ 🙂 Gleicher Standard, gleicher Wohnort, gleiche Interessen, mir ist am Liebsten: Gleich viel Hirn! Eigentlich betrifft der Titel Karnickel und Meerschweinchen. Mir gefällt er so gut, dass ich ihn als Workshop Thema hab. Menschen mit einem „Jammerlappen“ im Oberstübchen, sind viel allein. Die Frage „warum“ erübrigt sich hier 😉

Nur Du, a Du, a Du, a Du, a Du bist Schuld daran

Du suchst was „Besseres“?

„Sei doch zufrieden, hast so eine schöne Wohnung und ein Auto“ – Vorsicht, duck di! Solche oder ähnliche Aussagen kennen Langzeitsingle zu genüge. Grad jetzt hat mir eine Bekannte ungefragterweise (weils mir wurscht is) erzählt, welch gute „Partie“ ihre Schwester gmacht hat. Gönn ich ihr, sie war eh fast zwanzig Jahre Single. Jetzt müsste sie ja überglücklich sein, laut ihren Aussagen, traut sie sich nicht mehr, in ein Schaufenster zu gucken, weil alles was sie anschaut, kauft ihr der „Wunderwuzi“. Dann rat ich ihr, sie soll mit ihm mal bei Beate Uhse vorbei schaun, damit ihr freudloser, kontrollierter Gesichtsausdruck entspannter wird.

Ich unbemannt?

Ich will keinen Pfeifenheini

Der Herr hat mich bewusst vor „Einigen“ bewahrt. Oft seh ich Typen, bei denen ich mich früher gefragt habe:“Warum „MICH“ nicht?“ Heute Danke ich Gott. Vielleicht bin ich wirklich nicht für Beziehung geeignet, das „Buch“ ist jetzt zugeklappt. Bin sowieso schon zu eigenbrötlerisch geworden. Manchmal erwisch ich mich dabei, dass ich in fremden Wohnungen Bilder zurechtrücke oder sogar den Stuhl umstelle. Meine Schwägerin nennt das „monkisch“ veranlagt.

Der, bist oag?

Es geht vorbei

Was, wieso und warum? Lass los, dann hast Du beide Hände frei, heisst es so schön. Ich hab mich schon lange vom Gedanken, einen Partner zu haben, verabschiedet. Anfangs dacht ich noch, geh doch auf den Friedhof und schnapp dir einen Witwer. Ich war dort. Aber das was ich gesehn habe, war: Schlimmer geht nimmer!
Darum zählt für mich nur mehr das, was meine Oma immer gesagt hat:
„Wenn Du keinen Mann findest, dann mach dir halt einfach ein schönes Leben“ – Ja, OMMA – mach ich!

Wir sehn uns


Wedding Attacke Anno 1982

Das so etwas mal Trend wird, tststs. Fotos machen lassen, als ob die Hochzeit in Chaos, praktisch in Sodom und Gomorra versinkt. Bei mir war der Dinosaurier und das Feuer im Hintergrund: Die Location! Keine Musik, keine Kellner, kein Pelz! Ja, den hätt ich mir gwünscht. Eine Nerzstola mit Weltcharakter. Stattdessen brachte mir „der Bräutigam“ einen räudigen Fuchs, von der Oma des Arbeitskollegen. Erschlagen hätt ich ihn damit können!!!!!

Du bist das Letzte!!!!!!

Alles aus eigener Tasche

Unsere Väter waren schon gestorben und die Mütter „Mindestrentner“ – also, alles selber bezahlen. Sparefroh, Sparefroh, sparen macht die Banken froh. Das Brautkostüm von der Schwester nähen lassen und den Anzug von der Stange. Gut, das war OK. Der Termin in der Kirche, oh Gott. Nein, keine Beichte. Da hamma aber dann blöd gschaut, als es keinen Wein zur Trauungszeremonie gab. Tja, keine Buße, kein „Blut Christi“. Die richtige Attacke kam aber erst noch.

Brautstrauß mit Schuhen

Ende gut, alles gut???

Net wirklich. Wie man sieht hats nicht gehalten. Ob es der fehlende Sonnenschein, der fehlende Pelz, die fehlende Musik, der fehlende Wein, der fehlende Babysitter oder der fehlende Background, das wirklich entscheidende war: Der fehlende Bräutigam! Nachdem ich, schon lange Zuhause war, kam der damals frisch „Angetraute“ erst im Morgengrauen heim. Hmm, wie heisst es so schön: „Morgenrot – Schlechtwetterbot“!!!!

Krokus im Morgenrot

Eine Hochzeit ohne Liebe?

Doch, die war schon da, nur halt nicht von Dauer. Egal, heut ist schon viel Wasser die Ager runter laufen. Im Nachhinein zählt sowieso nur das, was übrig blieb und das sind zwei Kinder. Explosive Mischungen, von „Zwei´n“ – die´s von Anfang an hätten besser wissen müssen. Ob sich diese „Familie“ noch fortpflanzt ist fraglich. Die Ältere sagt: „Eher, nimm i mir nu an zweiten Hund“ und die Jüngere wußte als kleines Mädchen schon was sie wollte 😉
„Irgendwann, geht jede Ehe schief. Manche haben nur das Glück, es nicht mehr zu erleben“
Erhard Blanck


Look me in the eyes

Tell me what you see, perfekt Paradise? Der Song von Imagine Dragons berührt mich sehr. Ja stimmt: „Lügen haben kurze Beine“ und das im richtigen Leben. Was sieht man in den Augen des Anderen? Das was man sehen will? So viel Körpersprache kann es gar nicht geben, das man zwischen den Zeilen lesen kann. Lüge ich auch? Und wie! Seit ich Mutter bin, wie gedruckt. Warum kaufen wir nicht Barbapapa? Kann ich noch was Süßes haben? Warum muss ich schon ins Bett? Der Spielplatz hat zu!

Doch nicht schlimm, oder?

Stimmt, keine Sünde. Die Welt würde eher untergehn, wenn jeder die Wahrheit sagen würde. Nur um eines klarzustellen: Ich bin sehr Wahrheitsliebend, nur wenn mich jemand stresst, dann gehts mit mir durch und ich flunker das Blaue vom Himmel runter. Wo bist? Wann kommst? Was machst? Hast Zeit? Hats gschmeckt? Wie seh ich aus? ERGO: Nix Schlimmes – nur Unwahrheiten 😉 Komisch, in jungen Jahren bin ich schon rot geworden, wenn man mich beim Naschen ertappt hat.

Catch me – if you can

Ich hab eine Allergie gegen Goldfische

Erstens vergessens nach zwei Minuten das sie in einer Kugel schwimmen und Zweitens: Jeder, der mal ein Aquarium ghabt hat, weiß, dass dieses mehr Arbeit ist als ein Katzenkistl saubermachen. Du brauchst jetzt net glauben, das es bei mir an der Tagesodnung ist, nein, ich will auch nicht das man mich „beflunkert“ – aber manchmal sind halt „Ausreden“ hilfreich 😉 Eine der größten Lügen ist übrigens:“ Ich hab Dein Whats App erst jetzt gesehn“

Hab ich an Vogl?

Wer lügt, wer lügt, dem glaubt man nicht

Jaaaa und wenn er auch die Wahrheit spricht. Daher, meine Devise: Kleine Flunkereinen erlaubt, wenns ums „Eingmachte“ geht, bitte die sanfte Direktheit. Also, wenn Du mal jemanden eine Geschichte nicht glaubst, frag nach Einzelheiten. Lügengeschichten haben keine Tiefe. Sie hinterlassen keine so ausgeprägte Spuren, wie die Wahrheit.
Das macht die Polizei bei Verhören, feilen an Details und so 😉

do legst di nieder

Tag der Großartigkeit

Das Motto des Tages: „Niemand ist perfekt, aber jeder kann großartig sein “ „Ich bin OK – Du bist OK“ – Thomas A. Harris gibt Hinweise wie man sich selber besser verstehn kann. Ja, stimmt! Oder kennst Du den Satzt nicht:“ Ich versteh mich grad selber nicht?“ Grundeinstellungen im Alltagsleben, die unser Verhalten beeinflussen. Beziehung, Kinder, Beruf, überall kommt es zu Spannungen. Dafür hat jeder seine eigene „Methode“ mit allem zurechtzukommen.

Jeder ist großartig, der eine mehr, der andre weniger

Vorurteile haben wir alle. Wenn einer mal nicht so tut, wie wir meinen, das es richtig wär, ist die Aussage darauf meistens:“ Der oder die hat ja an Vogl“ – warum eigentlich? Weil wir nicht nachvollziehen können, warum deren Reaktion so ist? Deren Handlung so unkonventionell und vielleicht sogar riskant ist? Nicht der Norm entspricht? Reagierst Du immer Schubladenmäßig? Damit´s ja kein Aufsehen gibt? Vielleicht jemand mit dem Finger auf Dich zeigen könnte?

Ahh – Du scho wieder

Ja, DU!

Jeden umgibt ein gewisser Glanz, auch Dich. Ein Leuchten, das von daher kommt, das dieser Mensch das tut, was er gut kann und liebt. Seine Leidenschaft auslebt. Der Beliebtheitsgrad muss nicht unbedingt der Größte sein. Man kann nicht jedermanns Liebkind sein. Man sollte sich und das was man macht, lieben können. Wer das geschafft hat im Leben, ist mit sich im Reinen. Ihm fehlt es an nichts und das strahlt so ein Mensch auch aus.

Einfach fallen lassen

Grandios ist schön

Es ist der Gefühlszustand, den man bekommt, wenn einem etwas gelungen ist. Auch dann, wenn man für jemand anderen etwas gemacht hat und der glücklich und froh darüber ist. Ich rede hier nicht von Größenwahn. Ich rede von beeindruckender und bedeutsamer Art. Daher werde ich darauf achten, zu tun, wofür ich mich „berufen“ fühle. Dich aufzuheitern, Dir Mut zu machen, damit alle Zweifel ausgeräumt sind, Dich als wunderbaren, großartigen Menschen zu fühlen.


Maunchmoi denk i nu an di

Na, stimmt net: Immer, täglich, in jeder Situation, wo ich überlege, was Du davon halten könntest. Du warst der einzige Mensch in meinem Leben, der nichts, aber auch gar nichts an mir kritisierte. Wenn ich so überlege, hast Du nie jemanden beanstandet. Ich glaube, das ist ein „Makel“ unserer Zeit. In ganz jungen Jahren, mit vierzehn, hast Du deine Heimat, wegen der Sturheit deiner Großmutter verlassen müssen. Der Film „Verlorene Heimat“ entlockte Dir nur ein trauriges:“Genau so war es“

Dolomiten

Allein, allein – allein, allein

So musst Du Dich des öfteren gefühlt haben. Mit grade mal fünfzehn, das „Pflichtjahr“ im Brauereigasthof Zipf absolviert, wieder in eine fremde Stadt: Schwanenstadt. Großmutter und Mutter plötzlich verstorben, Jung und allein. Jeder heutzutage würde verstehn, das man sich nichts sehnlichster wünscht, als im Arm gehalten und geliebt zu werden. Du hast einen gefunden. Einen der keine „guten“ Absichten hatte und Dir einen Nachgeschmack, mit Namen hinterließ. Unseren Halbbruder

3 Mädchen und 3 Jungen

Hast Du großgezogen. Unser Vater, überfordert mit der großen Familie, hinterließ mit grade mal 44 Jahren, eine junge Mutter mit sechs Kindern. Ich war damals zehn Jahre alt. Uns fehlte es an NICHTs, denn endlich war es still. Unser Vater war ein Choleriker und wir wünschten uns alle immer nur eins: RUHE! Du hast uns „durchgebracht“ – geputzt, gekocht und das auch ausser Haus. Grade gings ein wenig bergauf, traf Dich der schwerste Schicksalsschlag: Unser Bruder Max verunglückte mit 21 Jahren. Es brach Dir das Herz und du hast dich nie wieder richtig erholt.

Friedhofstür

Schluss, Amen, Aus

Doch, Du hattest dann noch, endlich ein paar gute Jahre. Wenige, aber mit einer Familie mit Zusammenhalt. Das Schicksal lies Dir nicht lange Luft. Schlaganfall! Du warst schon Oma und Uroma. Ich lebte nicht mehr im selben Ort, doch Sonntag war „unser“ Tag. Ich holte Dich ab und die ganze Familie traf sich beim „Hertzigratzerl“. Ich spürte schon, das es Dir nicht mehr so gut ging. Jedes mal. wenn ich Dich nach Hause brachte, nahm ich mir vor, heut nehm ich mir die Zeit, nimm Dich in den Arm und sage: „Ich hab Dich so lieb“

Heb ab

Nur wegen dem Auto

Ja, nur wegen dem Auto! Ich musste es vorm Haus abstellen. Eine schmale Straße, kein Parken erlaubte. Ich hatte jedes mal Angst „es fährt einer hinten auf“ und bekomme hinterher eine Standpauke vom Ehegemahl. Ja, noch heute seh ich Dich die Türe zu machen. Wir sahen uns an und ich konnte es nicht sagen, ich hatte Angst Du regst dich auf und du hättest dich aufgeregt. Wir hätten geweint, weil wir beide gespürt haben, das es das Letzte mal ist. Ich wollte aber nicht das Du dich augfregst. Ich wollte Dich noch länger, öfter, immer wieder abholen, am Sonntag, zum Familientreff. Lustige und manchmal auch traurige Treffen. Ich bin froh, das wir Dich immer spüren haben lassen, wie wertvoll Du für uns bist und wie sehr wir dich geliebt haben.

Schwanenmutter

Früher war gar nix besser

Des Gejammere geht mir auch schon auf den Keks. Wir, die Sechzig sind, haben doch fast nur gute Zeiten erlebt. Was war denn das „FAST“? Wenn ichs der Reihe nach Revue passieren lasse, fang ich mal beim Kindergarten an. Da durfte die Dritte Gruppe, die „Schwalben“, wohnend in der Straße des Kindergartens ALLEINE nach Hause gehen, daher: „Alleingeher herkommen“ eh scho wissen. Tante „Burgi“,wie immer, streng mit Hohlkreuz und Playtex Zauberkreuz, die „Fösl“ in der Hand, wartend, das Burli und Mädi sich verabschiedeten. Mädi mit Knicks und Burli mit Diener.

Schaut so Sturheit aus

In der Schule

Durfte der Oberschulrat noch a „Tetschtn“ geben und die „Lehrererinnen“ Unterschiede machen. Manche, haben zur Jause schon ein Mohnflesserl mit Wurscht mitghabt und i immer nur Butterbrot mit Schnittlauch. Im Turnen war ich nicht die Beste, denn beim Völkerball hams mi immer abgschossen. Erst das Letzte Jahr hab ich mich den Ball fangen traut. Zum Abschluss der Pflichtschule hat mich der Leherer heimgschickt, weil ich ein rückenfreies Shirt anghabt hab, von wegen „Rückenklatschen und so“

Itsi Bitsi Tini Wini

Erst beruflich

Jaja, Lehrjahre sind keine Herrenjahre hats gheissen, wenns dich beschwert hast. Wennst den Teppich klopfen hast müssen, der, in der Wohnung der Chefin, das hat dazu gehört. Oder mal kurz aufn Kleiderhaufen im Lager schlafen, weilsd vom Vortag noch müd warst. Dafür hast zwar auch a Watschn kriegt von der Chefin, dann warst aber munter. Niemand hat Dich hingefahren oder abgeholt, Bus versäumt, Pech gehabt.

Wenn ich nur wüsste was ich will

Und erst in der Krise

Ehekrise! Da war Ehebratung noch das AUS für die Beziehung. Da hats daheim gheissn:“Das sind halt jetzt die schlechten Zeiten, da müssts durch“ – Tja, doch in einer Partnerschaft sollten Beide wollen, und Rudern. denn, wenn nur einer rudert, gehts im Kreis. Den hab ich auf halber Strecke im Leben verlassen.
Wann ist eine Liebe erloschen? Wenn er sagt, er kommt um Sieben, ist aber um Zwölf noch nicht da und sie die Polizei bis dahin noch nicht angerufen hat – dann ist sie dahin.
Marlene Dietrich


TUI BLU für eine Nacht

Auch nicht schlecht. Planai, Hot Spot des Nightrace, Nachtslalom in Schladming. Erst einen Monat später, ging nicht anders. Ein versprochener Auszucker ohne Fußverlängerung, sprich Ski. Einfach mal wieder auf DISCO machen. Bei uns ja nirgends möglich. Es war ein Wunsch meiner Nichte zum Vierziger, einmal wieder richtig abtanzen. Ging nur zur Hälfte in Erfüllung, krankheitsbedingt.

Tui BLU Rezeption

Macht nix, mach ma auf Wellness

TUI BLU, das einzige Hotel, das für eine Nacht ein Zimmer frei hatte. Direkt an der Planai, direkt neben der Tenne, direkt im Geschehen. Wir sind gegen 12:30 Uhr angekommen, ausgesprochen freundliches Personal, obwohl ich wieder mal den Einduck hatte, beim „Rezeptionisten“ hat sich eine Braue hochgezogen. Seine Gedanken konnte ich auf der Stirn ablesen: „Ahhh, Tante mit Nichte, nennt man das jetzt“ – ich weiß nicht, denk ich mir das auch, wenn zwei Männer einchecken, die sind sicher nicht hetero?????

Rein in die Gondel, rauf auf´d Planai

Eini in d`Schafalm

Ein Highlight, als Pause nach strapaziösen Schwüngen, wir haben nur einen gemacht, den „Einkehrschwung“. Ausgezeichnetes Essen, lässige Musik und nona, sehr guten Wein. Der Ausblick einfach ein Traum und unsere Unterhaltung belief sich da schon auf ca. 6.000 Wörter 😉 das sich natürlich im Laufe des Abends steigerte. Man merke auf: Frauen die still sind, haben am Vortag ihr Pensum überschritten 😉 Bevor die letzte Gondel uns davon fuhr, stapften wir hinauf zur Bergstation. Ein Traumtag, a bisserl windig oben, aber einfach unglaublich.

A Traumtagerl
Nie mehr Pink Rose
runter gehts

Tenne, Tenne, dreams are Tenne, Tenne

Tolle Stimmung, die Musik Indoor, Oh Gott, wenn Dein Gehör noch keinen Schaden hat, dann kannst jetzt einen kriegen. Also, draussen bleiben, bei 20ig Grad Plus und ein Gefühl von „Sommer-Sonne-Sonnenschein“ 🙂 Ein Tag genügt um wieder mal „runter“ zu kommen. Der Abend ist noch jung, es ist 18:00 Uhr und es geht rein ins Zentrum. Erst mal zum Brunner und dann in die „Hangl-Bar“, wenn man möchte, wie man könnte, genug Gelegenheit, von wegen: „Wos, mogst nedamoi schmusn???“

Das ist noch der Anfang vom Ende

Wirklich nix zum Meckern

Geschlafen haben wir wirklich sehr gut! Nur, um 9:00 Uhr tat der Wein noch sein übriges. Also, raus aus den Federn. Das einzige was störte, es gab zwar Dusche und Bad getrennt, aber das Waschbecken war im Schlaf und „Wohnbereich“. Das Frühstück war sehr gut, besonders das „Ei“ Angebot: Rührei, Spiegelei, spanisches Omlette und das klassische weichgekochte Ei. Nach dem Frühstück noch kurz ein Mitbringserl besorgt, wo´s mich am Gehsteig, wie Hans Guck in die Luft, mit Blick auf d´Planai, über die Gehsteigkante gschmissen hat. Alle Achtung, fallen kann ich noch 😉

VORHER
NACHHER
Mitbringserl

Never together again?

Irgendwann kann es so kommen, das sich Busenfreundinnen „verabschieden“, sich nix mehr zu sagen haben. Berufliche oder private Veränderungen eingetreten und keine Gemeinsamkeiten mehr da sind. Vielleicht lang „verschollene“ Freunde wieder auf der Bildfläche erscheinen. Ich hoffe für alle, das sie dann mehr, als diese eine oder einen haben.

Es war einmal

Wie ein kleiner Tod

Kann sein, das es vom anderen noch gar nicht bemerkt wurde oder, eh auch schon lange abgeschlossen hat. Jeder verändert sich im Laufe der Zeit. Wenn Interessen oder finazielle Möglichkeiten sich nicht mehr die Waage halten, kommt es unweigerlich zum Bruch. Andere wollen daran festhalten, ich „lass gehen, was gehen will“. Es fühlt sich nicht verbindlich an, wenn man nur mehr aus „Verpflichtung“ Treffen vereinbart. Motto: Weil wir uns schon so lange kennen. Na und! Ich habe mich nach über dreissig Jahren scheiden lassen. Wenn nichts mehr da ist?

Nur mehr ich und mein Spiegelbild?

Ich kann auch allein

Gerade jetzt, wäre ein kleiner Kurztripp fast ins Wasser gefallen. Meine Begleitung wurde krank. Nicht mal EINE Freundin kann oder will einspringen? Allein wegfahren? Allein ins Hotel? Allein auf die Piste? Na gut! Am Wochenende hab ich nach zig Jahren meine Skiausrüstung aus dem Keller gehohlt, alter Schwede. Das Innenfutter der Skischuhe löst sich auf, die Schale davon, total spröd und die Kanten der Ski total verrostet. Bei den paarmal, die ich bis jetzt gefahren bin, kauf ich mir keine Neuen mehr. Dann, heute Nacht, ist mir eine Bekannte eingefallen. Bei jeder Gelegenheit, fährt sie übers Wochenende weg. ALLEIN. Verbunkert sich in den besten Hotelzimmern, lässt sich durch den Zimmerservice das Essen kommen und verbringt zwei Tage im Bett. Einfach so und zwanglos. Weil es ihr, wie einem Kind, in fremden Zimmern so gefällt 🙂

Ich nehm den Teddy mit

Genau so mach ichs

Nur nicht im Bett, ich trau mich schon alleine raus. Und wenn mich an der Bar jemand fragt, ob ich alleine da bin oder warum, sag ich einfach:“, Tja,
„Es gibt drei treue Freunde – eine alte Ehefrau – ein alter Hund und flüssiges Geld“
Benjamin Franklin

Ich, eine Frau von heute?

Wie soll die sein? Einen super Job haben, eine tollen Hecht als Mann und Kinder, die parieren wie die Zinnsoldaten. Eine Übermutter, laszive Liebhaberin, beste Freundin und Mädchen für alles. Nicht zickig, nicht zu dick und nicht zu dünn sein, gscheit nur, wenn sie gefragt wird und ja nicht hysterisch. Letzteres nennen Männer Gefühlsausbrüche, wenn ihr die Nerven durchgehen.

Hör mal

Das alles bin ich

Guter Durchschnitt, das heisst: 165 cm groß, Kleidergröße 42, BHs hab ich in Größe 85C, meine Haare brunette, Schuhe brauch ich in Größe 37, davon hab ich 24 Paar ohne Winterstiefel und im Bad brauch ich ca. 30 Minuten. Ich esse viermal pro Woche Toast und trinke täglich zwei Tassen Kaffee zum Frühstück. Ich kann für mich selber sorgen, suche keinen Retter und weiß, wann es Zeit ist, die Rute ins Fenster zu stellen. Wenn das nicht pflegeleicht ist 😉

Ideale Mischung

Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

Gerne auch mit viel Bein und Oberweite. Am liebsten als „Haubenköchin“ ein Essen zaubern, das als Dessert, einige Falten im Bettlaken verspricht. Hört man das, was aus den Mündern der Männer ertönt, lieben sie Frauen ohne Brille und auch ohne eigener Meinung. Keinen Führerschein, Familie und Freundinnen. Daher wahrscheinlich die Neigung zu entfernten Ländern. Schatzi, schenk mir ein Foto.

So ein Foto?

Das alles lieb ich und ganz doll mich

Heisst ja: Liebe dich selbst, sonst tut es keiner 😉 Auch wenn ich gerne von allen anderen geliebt werden möchte, ist es nicht immer der Fall. Ich habe Schwächen, die im Laufe der Zeit zu Stärken mutiert sind. Zwei Schwächen sind: Ich drücke die Fernbedienung fester, wenn die Batterien nachlassen und ich hasse putzen. Dafür hab ich zwei Stärken: Ich liebe Ordnung und Sauberkeit. Sollte es meinem Gegenüber wieder mal zu unordentlich sein, sag ich einfach: „Geh mal Bier holen, du wirst schon wieder hässlich“ 😉


Bist Du putzta bis glänzta?

Oder putzta bis schmierta? Ein Akkordjob in einer Fabrik kann nicht langweiliger sein. Und doch gibt es Menschen die gerne Putzen. Hmm, wo leben die und was essen die? Ich gehör leider nicht dazu, sonst würde es bei mir „blitzen“. Wenn die Sonne scheint, mache ich die Jalosien zu und wenn ich „Sportflecken“ auf der Bettdecke hab, dreh ich sie erst mal um.

Na und

Nein, das war nicht immer so

Früher hab ich das Haus jeden Freitag von oben bis unten gewischt. Die Dusche, danach mit dem Abzieher gesäubert und bin jedem Stäubchen, mit dem Swiffer auf die Pelle gerückt. Ich weiß schon wie`s geht, aber mi gfreits wirklich nimma. Vielleicht liegts daran, dass mich niemand mehr kontrolliert. Wie ein Nachbar, der sich Freitags mal was borgen wollte und mit Blick auf den Boden, weil noch feucht sagte: „Ahhh, Putztag, so kontrollier ich meine Frau immer“ – wischt der mit den Fingern oben am Türstock entlang und hat danach schmutzige Finger. Ich lief rot an und leuchtete wie eine „Pufflatern“ – so ein Trottel!

Tja, zu früh alt, aber viele Tricks

Das kanns jetzt nicht sein

Damals gabs noch keinen Google, aber „Die kleine Hausfrau“ – und da standen Tipps und Tricks „Der Putzfrau“ drin. Einer hat mir besonders gut gefallen, ich hab ihn auch gleich weiter erzählt. Dieser hat beim wöchentlichen Einkauf für Gelächter gesorgt, wie beim ausverkauften Kabarett. Also, sollten Kinder, Mann und Arbeit mal zu viel werden und Besuch kündigt sich an, schlimmer die Schwiegermutter, dann: Sprüh Meister Propper auf die Glühbirne und es duftet „wie frisch geputzt“ 😉

Thats it

Jetzt weiß ich nicht weiter

Die doofen Sparlampen werden nicht heiss! Eine Putzfrau kann ich mir nicht leisten und saubermachen ist nun mal nicht meine Leidenschaft. Auch meine Mitbewohnerin hat sich als „Stockente“ herausgestellt, sitzt nur da und macht nix.
Meine Passion, am liebsten zweimal täglich duschen, unter dem Sprühregen meines Lieblingsparfüms tanzen und mit dem scharzen Samtkostüm kokettieren 😉

Hmmmmmm