Fine data sul da vanti

Hab ich ein Ablaufdatum? Ab wann, werde ich nicht mehr gefragt sein, oder besser, war ich jemals gefragt? Ein gefragter Typ, ein Lieblingsmensch? Bin ich mir selbst genug? Was, wenn nicht mal der Hahn mehr, nach mir kräht? Einsam werde ich nicht sein. Entwickle ich mich etwa zur „Intellektuellen?“ Sicher nicht zu einer „vertrockneten Pflaume“ wie unsere Nachbarn, die Deutschen, Frauen in meinem Alter gern bezeichnen. Der Unterschied ist, die oder der Intellektuelle, hat Freunde, aber Anerkennung ist ihm egal.
Verdorrte Zwetschken

Trockenobst

Dazu zähl ich mich wirklich nicht. Erstens, weil ich genug trinke, HALLO! Wasser auch, und zweitens, habe ich so viele Interessen, das mir das andere, nicht wichtig erscheinen muss. Mein Ablaufdatum beschäftigt mich nicht. Ich lebe so in der Gegenwart, das mit dem, was kommen soll, und mit dem was gewesen ist, mein Inneres, selten durcheinander kommt. Ein „einsamer Wolf“ ist bei Frauen einer, den viele zähmen wollen, weil es als sehr erotisch gilt. Bei Frauen, ist es eher negativ besetzt. Wer will schon eine, die immer alleine ist. Hier zählt: was andere nicht wollen, will ich auch nicht.

Cowboy Stiefel mit Loch

Bin ich glücklich

Als Intellektuelle, brauch ich nicht täglich zu telefonieren und ich muss nicht, wöchentlich jemand sehen. Auf Dauer besteht zwar das Risiko, das  Freundschaften ermüden. Irgendwann könnten sich die Interessen verlaufen, und man hätte sich nichts mehr zu sagen. Dafür kann ich als Intellektuelle die Gelegenheit nützen und mein Wissen zu erweitern. Das hebt wiederum den Unterhaltungswert ungemein.

Laut Satre:

analysiert, hinterfragt und kritisiert der Intellektuelle laut. Er ist auch in vielem, seiner Zeit voraus. Das macht ihn zum Einzelgänger. Das wiederum, ist ihm oder ihr wurscht. Wenige unter uns, haben so ein Naturell, in ihrem Umfeld vertreten.
Darum kann auch nur ich in meinem Bekanntenkreis, über diesen Witz lachen:
Treffen sich zwei Geraden: Sagt die eine:“ Beim nächsten Mal gibst du einen aus.“

Wonderwoman gibt´s net

Auf Biegen und Brechen oder auch um jeden Preis, die Frau, die der Mann an seiner Seite hat, zu „Formen“. Zur Idealfrau machen, zu der, von der er träumt. Ummodeln hat noch nie funktioniert. Zu hohe Erwartungen, lassen Unzufriedenheit wachsen, wie den Girsch im Garten. Im Grunde vermuten wir alle, das der Mann eine Frau sucht, die so ist, wie seine Mutter, samt ihren Eigenschaften. Ohne viele Fragen, wäscht, kocht und putzt. Warum sollte Frau das tun, wenn sie weiß, dass sie diesen Ansprüchen sowieso nie genügen würde, beziehungsweise entsprechen will? Gewichtheben

Vielleicht doch?

Aus Liebe? Da und dort ein wenig mogeln, beschwichtigen, versuchen, dann doch scheitern? Ich kann mich erinnern, das mich mein Partner immer zum Sparen zwingen wollte. Auf meine Aussage: „Wenn man nix hat, kann man nicht sparen“ seine Antwort war: „Grad wenn man nix hat, muss man sparen“. Hmm, man sieht ja was aus dieser Beziehung geworden ist: EIN AUS! Ich finde, so etwas ist eine Charaktereigenschaft. Meine Spardose am Weltspartag, hatte früher schon das Gewicht einer verhungerten Maus. Ich wollte nie Geld haben, ich wollte wunderbar sein.
segeln

Unendlich viele Anstrengungen

Haben einige hinter sich gebracht, mit dem Ergebnis: Als sie so war, wie er sie haben wollte, nahm er sich eine, die so war, wie sie am Anfang der Beziehung war 😉 Das Schönste am „Gegenüber“ ist doch, das Funkeln und Feuer in den Augen: Begehren ohne Ablaufdatum! Dem Partner zuliebe,  einem Spiegelbild nachlaufen oder sich sein Lebtag lang plagen, Charakterzüge die angeboren sind zu unterdrücken, kann nur Krisen im Leben und der Beziehung hervorrufen.
Spruch - am schönsten

Du bist doch OK, wie Du bist

Das Schöne am Älterwerden ist doch die Gewissheit, das man nicht unbedingt „den“ Partner braucht. Die Gelassenheit zu akzeptieren, ohne Wehmut und Trauer, dass man einen erwachsenen Menschen, nicht umformen, bestellen oder wünschen kann.
Buchtipp: „Wenn es verletzt, ist es keine Liebe“ von Chuck Spezzano