Kommt das Beste wirklich zum Schluss?

Pixaby Singapur cegoh

Die „Löffelliste“ – eine Liste, die Dinge aufzählt, die man erlebt haben sollte oder noch will, bevor den oben genannten abgibt. Aus einem Film, der nicht nur mich, gleichzeitig zum Lachen und Weinen gebracht hat. Was will ich eigentlich noch? Ich hab fast alles so gemacht, wie ich es wollte, wozu brauch ich so eine Liste? Im übrigen hab ich das erste mal von so einer Liste mit Ende zwanzig gehört. In einer Frauenzeitschrift stand:
„100 Dinge, die du bis Dreissig erlebt haben solltest“. Mann o Mann, da war ich verheiratet und hatte eine kleine Tochter.

Ob da noch was geht?


Meine Hitlist gabs schon im Dezember

Wenn ich die vergleiche, stimme ich mit mir selbst, ziemlich oft überein 🙂 Ich bin ein paar „Bucket -Listen“ durchgegangen, die mir sehr langweilig erschienen, viele wollten das gleiche.
Also Vergleich :
1. Keine Regeln: Alles erlaubt was das Herz und die Börse erlaubt 🙂
2.Einmal – alle Sieben Weltwunder besuchen
3.Ein Buch schreiben mit dem Titel: „Das hättest nicht gedacht, gel“ 😉
4.EXITE the Room in Salzburg erleben
5.Paintball spielen
6.Ein Tattoo stechen lassen. Da wähl ich meinen rechten Ringfinger, bätsch!
7.Mit der größten Achterbahn der Welt fahren, JUHUUUUUIIIIIIIIII
8.First Class fliegen 🙂
9.Meine Unterschrift, mit einem goldenen Kugelschreiber hinfetzen 🙂 10.Einmal so lange in der Südsee bleiben können, bis es mich langweilt
11.Meine Träume analysieren lassen – oder lieber doch nicht
12.Ein Speed-Dating mitmachen – Heia – SAFARI

Pixabay skeeze

Träume oder kann ich sie noch erleben“?

Ich bin durch und durch zufrieden. Vielleicht sind Zwei, Drei „Wünsche“ auch nicht wirklich ernst gemeint, aber amüsant es zu lesen. Was mir am besten daran gefällt ist: Ich kann sie mir alle selbst erfüllen 🙂
Wenn ihr jetzt bei Herrn Google „Löffel-Liste“ oder „Bucket-List“ eingebt, werdet ihr Euch wundern, welch banale Wünsche viel eigentlich haben.
PS: Mein Lieblingszitat aus dem Film:
„Ich bin darauf vorbereitet, ohne Euch zu leben, wenn ich tot bin. Aber ich bin nicht darauf vorbereitet, ohne Euch zu leben, solange ich noch lebe“ ❤

Wann beginnt der Ernst des Lebens?

Pixabay Roall

Nicht durch Schule, sondern durch´s Leben lernen wir. Arbeitsmodus oder Freizeitmodus, wir lernen immer, beziehungsweise unser Hirn und dadurch wir. Prof.Dr.Dr. Manfred Spitzer kann diese Dinge sehr spritzig erklären. Ich versuchs auf meine Weise „rüber zu bringen“. Wir lernen durch Wiederholungen, immer und immer wieder das gleiche. In der Schule funktionierts, aber warum lernen wir im Leben nix dazu?

Bald Sechzig und kein bisschen Weise?

Immer und immer wieder

Ein Kleinkind zieht sich auch nicht immer wieder am gleichen Stuhlbein hoch, um Laufen zu lernen, es versucht sich und den Gegenstand immer wieder anders. Nur wir Erwachsenen, rennen wie die besessenen, immer dem selben Schema nach. Ob im Beziehungs-oder Arbeitsleben. Der Partner ist ein A…., der Chef sowieso. Was hab ich dazu gelernt? Eigentlich auch nix. Mein Vorgesetzter bringt mich mit Lob, immer wieder dahin, wo er mich hinhaben will und mein „Partner“? Was ist das überhaupt? Wo leben die und was fressen die? So weit ist es mit meiner Lebenserfahrung.

Kann ich immer noch nicht abschätzen?

Im Flieger

Wann ich ausgenutzt oder nur benutzt werde? Doch! Bis zu einem bestimmten Grad weiß ich es. Bis ich anfange zu glauben, das ich es dieses mal begriffen habe, wie es funktionieren könnte. Mein Scheiss-Hirn lullt mich immer wieder in den Zustand des Wiederkäuers, der ruhig seine sieben Mägen durchkaut. Hüpfend und unbeschwert, wie ein kleines Mädchen im Alltag. Meine Mutter hat schon gewusst, warum sie uns das immer verboten hat: „TSCHT! Da scheuert ihr Eure Sohlen durch!!!

Erst Schuhe aus, dann hüpfen

Meine Sohlen – meine Seele

Da hab ich schon ein paar durchgewetzt. Jaja, in der Schule wird geredet, in der Schule wird gelacht, bis der Lehrer bitschbatsch macht. Lernen ist die Funktion des Gehirns, was hat bis jetzt meins nur gelernt?
Mein hat gelernt:
Ich kann viel mehr als ich immer dachte und ich werde immer mutiger 🙂

Sabbatical – da hätt ich eine Idee

Mir scheint, das es gerade wieder Mode ist: Auszusteigen! Logo, würde ich das auch gerne, aber ich bin Sicherheitsdenker. Obwohl ich mich schon einiges getraut habe, doch „Auszeit“ in diesem Sinn, hab ich mir noch nie genommen. Da bin ich dann doch eher spießig. Ich mach´s wie viele andere. Ich lass mein Smartphone zu Hause oder heb einfach nicht ab. Ich geh dann absichtlich nicht da hin, wo ich bekannte Gesichter vermute und ganz egoistisch finde ich mich, wenn ich nach zehnmal neinsagen, zusage!
Pixabay notnixon

Ich treffe mich heimlich

Nicht mit einem Liebhaber, aber er könnte es sein oder werden. Er ist der, der mir immer gut zuredet, der mir unter die Arme greift. Warum ist er nicht mein Lebenspartner? Na, weil er mein „Therapeut“ ist 🙂 Er lässt mich reden ohne mich zu unterbrechen, ohne mit dem Kopf zu schütteln, als Untermalung mit dem Kommentar: „was redst denn für an Scheiss“. Manchmal wünscht ich mir, er würde mich auch in den Arm nehmen.
Pixabay nmn 1329

Und wo ist meine Idee?

Wenn ich könnte, wie ich wollte, was würde ich mich noch trauen? Kommt drauf an, wie verpflichtete ich mich fühle. Meinem Hauptsponsor, sprich Arbeitgeber oder meinem Nebensponsor, sprich „Taschengeld?“ Wie viel Egoismus steckt wirklich in mir? Leider immer noch zu wenig, anscheinend: „Bist a, a guade Haut“ – Na, bin i net!!! Ich will auch eine Weltreise machen. Auf einem Kamel reiten (hab ich wahrscheinlich eh schon ein paarmal gmacht). Mit Didi Mateschitz im alten Flieger sitzen oder mitn Felix Baumgartner an Tandemsprung wagen. Mir mal den Busen vergrößern lassen, um zu sehen, das i drunter nix mehr seh. Als Statistin beim James Bond Dreh, den Martini rühren und mit Rayn Gosling gegen sein ADHS kämpfen 😉
Flughafen Salzburg

Genug Zeit nebenbei?

Ja, aber nur für Nebensächlichkeiten. Dafür will ich nicht leben. Was wäre der nächste Schritt? Mich noch aus dem letzten Rest der Abhängigkeiten lösen. Sprich: Nicht mehr darauf warten, das jemand dich fragt, ob ich ausgehen will, oder ein gemeinsamer Urlaub möglich ist, sondern: Meinen Zeitausgleich nehmen und selber gehen und fliegen!

Öffentlich glücklich?

Darf man das heutzutage sein? Geschieden, eine kleine Wohnung, die man nicht sein Eigentum nennen kann. Ein Auto, das einem Schlaglochsuchgerät ähnelt und trotzdem ein auskommen mit dem Einkommen haben? Wie eine Grinsekatze durch die Straßen laufen? So mein ich das nicht. Schaut nämlich ziemlich doof aus. Ich mein, auf die Frage: „Wie gehts dir?“ ehrlich mit: „Danke gut“ – zu antworten. Ja, auch wenn sich viele das nicht vorstellen können: Mir geht´s sogar sehr gut 🙂
München 075

Bei Wasser und Brot

Gerade gestern traf ich eine frühere Bekannte, sie schaut heute noch genau so aus, wie vor zwanzig Jahren. Ist das gut oder schlecht? Egal, wir plaudern ein wenig und sie fragt mich mitleidig, wie es mir denn geht, so ohne Haus und „Ernährer“. Sie lebt ja seit längerer Zeit alleine, ihr Lebenspartner ist vor ein paar Jahren verstorben. Das Haus am See, in dem sie lebenslanges „Besuchsrecht“ hat, ist leider auch nicht mehr das Gelbe vom Ei. Ein Herr Doktor hat ein Monstrum genau davor errichtet. Kein Seeblick mehr 😦
Ja und weil die Zeiten nicht besser werden, macht sie einmal pro Woche einen Wasser und Brot Tag, damit sie sich daran gewöhnen kann, wenn´s mal so weit ist.
Schlüssel Bayrischer Hof

Ist es wirklich schon so spät?

Schockiert war sie, als ich mit Entrüstung abgelehnt habe, diese Art von Entbehrung zu leben. Worauf könnte ich eigentlich am ehesten verzichten? Na zum Beispiel: Auf den Schimmel, der nicht daher geritten kommt, sondern sich prinzipiell auf meine letzte Scheibe Brot setzt. Auf den letzten Tropfen Milch für den Kaffee, der sich dickflüssig machte. Der Euro beim Parkautomat, den er nicht frisst, weil diese Spalte schon voll ist und ich zähneknirschend die zwei Euro Münze einwerfen muss. Zu guter Letzt: Den Augenblick, wo ich auf der Toillette sitz und feststellen muss das ich das passende Papier dazu vergessen hab.
Hut mit Spruch

Alles in allem sehr lebenswert 🙂

Wenns keine größeren Probleme in seinem Leben gibt, dann, ja dann kann man beruhigt öffentlich glücklich sein. Wenn jemand Nachhilfe dazu benötigt, meine Wanderungen, besser gesagt Spaziergänge sind bestens geeignet dazu.

 

Meine täglichen 5 wohlfühl Schritte

Es gibt viele Schritte im Leben, die einen glücklichen und zufriedeneren Menschen aus uns machen könnten. Manche gehen sie intuitiv und andere brauchen vorgegebene Beispiele. Regeln, wie auch immer (Meine Regeln waren meine Tage), Anhaltspunkte, die ins tägliche Leben passen. Daran sehen wir, das es Milliarden geben müsste, jeder Mensch tickt eben anders.
Weckerl mit Mohnblume Pixabay

Meine täglichen fünf Schritte

  1. Erst mal mein entspanntes Frühstück, dafür steh ich zwei Stunden früher auf, bevor ich das Haus verlasse. Ohne diese Gewohnheit wär ich ein halber Mensch. Wenn der Kaffee am Schreibtisch steht, klopf ich in die Tastatur.
  2. Meine Gedanken kreisen um die letzten 24 Stunden, heute habe ich wieder durchgeschlafen: BINGO!
  3. Heute werde ich nur Lob aussprechen, falls mich doch etwas negiert, „schluck ich die Krot“.
  4. Meine halbe Stunde im Bad zelebrieren, nach dem Duschen, täglich von Kopf bis Fuß eincremen und mit dem Parfüm so verschwenderisch sein, das im Stiegenhaus die Lifttür nimma zugeht.
  5. Schaun, das ich mich mit fünf lieben Menschen treffe, oder zumindest telefoniere.
    IMG_0914

Manchmal nur daheim

Wenn ich frei habe und es ist Draussen sehr grauslich, bleibe ich gerne in meinen vier Wänden. Aufräumen, schreiben, ordnen und es mir gemütlich machen. Wenn man etwas gefunden hat, wo Herzblut daran klebt, trägt das sehr zum Wohlbefinden bei. Mein Zuhause ist meine „Wohlfühlburg“ – hier bin ich, wirklich ich. Ein Sammelsurium an Erlebnissen und Dingen um mich herum, die mir guttun.

pexels-photo-119708.jpeg

Henry Ford sagte mal:

„Alles was du glaubst zu können, oder nicht zu können, du hast recht!“
Viele sehen im Alltag keine Herausforderung, aber genau das ist sie! Jeder Tag ist ein neuer Tag im Leben und den will ich selbstbestimmt erfahren. Sollte sich jemand in meiner Nähe befinden, der sich den Tag mies macht, oder gar meinen, dreh ich mich um und denke:
„Erfolgreiche Menschen spenden positive Energie, sie nehmen sie nicht weg“
PS: Und jetzt geh ich den Tag wieder schaukeln 🙂

Provinz Madame, eine OKTOPUSSI

Es ist schon wieder Oktober und ich mit Schnabelmund fragend vorm Spiegel:“ Geht´s noch weiter?“ Es wieder Zeit das Büchlein „31…It never was a Secret“ von Gregor Heiss hervorzuholen. Mit geschlossenen Augen schlage ich Seite 21 auf, da steht die Geschichte vom Ballonfahren:
Wenn du mehr sehen willst, musst du weiter hinauf. Und das funktioniert nur, mit Ballast abwerfen.
springende Frau

Jeder Sack, eine Gewohnheit?

Abläufe die einem das Gefühl von Sicherheit geben. Zufriedenheit gibt mir ein gutes Gefühl. Ich habe es, hin und wieder, doch in bestimmten Abständen will ich mehr.
Mehr an Erfahrung
Mehr an Wissen und mehr an Liebe.
Dieser Wunsch verlangt aber, weiter zu gehen und weiter zu denken als bisher. Ich will das Maximum für mich erreichen, etwas MEHR, als sich meine Familie und Freunde vielleicht vorstellen können. Da hamma schon einen „Sack“
Glückliche Frau

Oder nur ein Luftballon?

„Wer issa denn, was hat er denn, wer glaubt a das a is?“ Hält mich das zurück oder ich selber? Familie, Freunde, Herkunft, die vorgeben etwas anderes sei wichtiger? Wenn du das nicht machst, hat dich Mamma nicht mehr lieb. Traditionen und Regeln! Kenne ich, interessieren mich aber nicht! Und zwar dann nicht, wenn sie die Bequemlichkeit der anderen unterstützen soll!
Junge zeigt Zunge

Also Ballast abwerfen

Das bedeutet „NEIN“ sagen. Ganz leicht und kurz kann dieses Wörtchen über die Lippen kommen. Doch Vorsicht,  ein NEIN, kann einen auch in die „Wüste“ schicken. Weh dem, der aus der Reihe tanzt! Da kann ich ein Lied davon singen. Ich aber, ich bin glücklich dabei und das Wichtigste Frei! Frei in dem Sinne, ich kann über mich bestimmen, niemand anderer. Da bist du zwar nicht Jedermanns Liebling, im Gegenteil, es kann sogar sein, das du eine Zeitlang, die einzige bist, die dich liebt.

Ich mit Zentimeter
Da könnte wieder mal der „Zentimeter“ helfen.
Man nehme ein Maßband in der Länge eines Meters, schneide das Band bei Achtzig Zentimeter ab. Das ist die Wahrscheinlichkeit, wie alt du werden kannst, wenn du gesund bleibst. Dann schneide das Band da ab, wie alt du gerade bist. Solltest Du um die Sechzig sein hast du noch zwanzig Zentimeter.
Diese zwanzig Zentimeter können es noch in sich haben 😉
Ein kleiner Rest vom Ganzen.
Da geh ich gleich doch ins Bad, schau in den Spiegel und zwinker mir zu:
„Na, Oktopussi, wieder mal über den Tellerrand springen?“

Frau mit Pelzband

In den Augen der Andern

Die Vorstellung vom eigenen Leben und das was andere darin sehen, ist nicht immer das Gleiche. Aus Rücksicht am Partner, den Kindern, sogar dem Chef gegenüber, stellt man seine Wünsche und Träume, oft hinten an. Gesunder Egoismus, nennen es die einen, Mut nennen es die anderen. Liebe zu mir, nenne ich es. Nur Bewunderung, ist nicht mein Lebensziel. Das Wort alleine schon ist absurd (Das auch). Das es kein Geheimnis ist, und wir alle schon wissen, das wir nur das eine Leben haben, finde ich es richtig, SEIN Leben zu leben.Sterndalschaun

Was haben die Kinder davon?

Frage anders:“Was sollten die kleinen Menschlein denn erlernen?“ Richtig, Selbständigkeit. Auf eigenen Füßen zu stehen. Nicht bei jedem Gefühlschaos gleich den Boden unter den Füßen verlieren. Das ist Elternliebe und Aufgabe. Was hat der Partner davon? Er hat ein selbstbewusstes, zufriedenes und spannendes Gegenüber. Das ist nicht nur interessant und überraschend, sondern das Wichtigste. Ein Partner, mit dem es, immer wieder Neues zu quatschen gibt. Nicht ein Quatschodil, von dem jeden Tag das Gleiche kommt.Press the Button V (2)

Was hat der Chef davon?

Die Vorteile liegen auf der Hand. Unzufriedene und frustrierte Angestellte bringen nicht die erforderliche Leistung. Hingegen ein Mitarbeiter, der zufrieden und entspannt ist, kann klar denken und strukturiert seinen Job machen. Was hat man selber davon? Wie oft im Leben, hat man eine Sache in Angriff genommen, die von allen anderen zum Scheitern verurteilt war? Wie oft in seinem Leben, hat man Entscheidungen getroffen, die von anderen müde belächelt wurden? Wer von uns ist oder war der Glücklichere? Sicher nicht der, der bereut. Dinge im Leben zu entscheiden, ist unser Leben. Und wer will nicht selbstbestimmt sein Dasein genießen?PTBWE17_U_22872-2

Jeder, mit ein wenig Empathie, wird spüren, was für alle Beteiligten das Beste ist und richtig wählen. Step by Step und Achtsamkeit sich selbst gegenüber, das ist Leben.
Merke: Nicht wandern, von Einem zum Andern, sondern seine Ziele:
entdecken-aufdecken und nicht zudecken. Wander mal mit im Attertal 🙂
Wanderungen mit Mehrwert, für Herz, Hirn und mit Hausverstand 🙂

Auffällig, unauffällig?

Sich von anderen abheben, bedeutet authentisch zu sein. Nicht in der Menge „untergehen“. Mut sich zu trauen, so zu sein, wie man eigentlich sein möchte. Dazu gehört auch eine große Portion Selbstvertrauen. Ich habe es von meiner Mutter, sie hat mir in jungen Jahren schon beigebracht: anziehen und tun was gefällt, darf man, wenn es um einen selber geht, niemanden bloßstellt oder sich selber mehr schadet als weiter hilft. Ich habe experimentiert, und bin froh, das ich so bin, wie ich bin.challange

Du bist anders, ich auch

Was, wenn einem die Mutter eher beigebracht hat, das es besser ist, angepasst und unauffällig zu sein? Traut man sich dann irgendwann, sein Ego auszuleben oder bleibt man ein Leben lang „unauffällig“? Sollte später mal, der Partner die Rolle der Mutter übernehmen, um dir zu sagen, was zu tun oder zu unterlassen ist, bleibt wenig Raum für Selbstentfaltung. Einige sind froh darüber, andere wieder, kämpfen ein Leben lang nur Ansatzweise, ihre Neigungen und Interessen ausleben zu können. Erst wenn der Partner verstorben ist, oder eine Trennung erfolgt, dann leben sie so, wie sie es sich immer vorgestellt haben.Liftfahrt

Jeder hat einen Spiegel

und in den sollte man sich täglich reinschauen ohne den Blick abzuwenden. In die Augen selbstverständlich, nicht um seine „Schwachstellen“ zu betrachten 😉 Ja, so bin ich und so seh ich aus!
Um unbeschwert und optimistisch seinen Alltag zu meistern, beziehungsweise sein Leben, sollte man auch mit Kritik umgehen können. Wer das nicht aushält, wird angepasst und geht in der Menge unter. Ich für meinen Teil, unterwerfe mich keinem Modetrend, wenn es mir gefällt, färb ich mir die Haare sogar Rosa 🙂
„Was in deinem Alter, Du traust dich was“, ist nur einer der Sätze, die man sich als bunter Vogel in der Gesellschaft anhören kann, wie gesagt, kann, muss man aber nicht.Pinky Cowboyhut

 

Noch einmal Luftsprünge machen?

Und das Ende Fünfzig? Irgendwann muss doch mal Schluss sein, oder? Warum, womit und weshalb? Wieso heißt es auch: Gruppe Ü-50ig und net U-60ig? Oh – Du böse Zahl. In reiferen Jahren Neues ausprobieren, Leute, genau das ist es, was fit und dynamisch hält 🙂 Das „Altern“ erst gar nicht angewöhnen. Eine Wunderpille wird es nie geben, auch wenn die Versprechen am Monitor und „Gesundheitsblättern“ etwas anderes behaupten. Ich halte was von: „Bewegung mit Herz und Hirn“ – und zwar so oft wie möglich. Keinen Marathon, einen „Marathoni“ vielleicht, wenn einem Laufen Spaß macht. Mir aber nicht!
OMG

Hirn für Bewegung!

Stress tötet Nervenzellen im Gehirn ab! Aaaber, Bewegung lässt wieder Neue nachwachsen 🙂 Ich hab auch eine Menge Ausreden, die nicht wirklich Gründe sind. Trotzdem bringe ich es fertig, jeden zweiten Tag, bewusst Bewegung zu machen. Der lange Bart, vom alten Witz: Stufen statt Lift und Beckenbodentraining in der Warteschleife. Sollte ich viel Zeit haben, schwing ich mich aufs Mountainbike. Das gibt mir richtig viel. Ich mag weder Laufen, zu kurze Beine, weder Klettern, kein Bergfloh und schon gar nicht ins Fitnessstudio. ICH WILL RAUS! Vierzig bleiben wir alle nicht, aber fühlen als ob, tut gut. Geschmeidig wie eine Katze und kräftig wie ein Bär, lautet die Devise, eben: sich regen, bringt Segen und es sollte Spaß machen!
Pfeif drauf2

Einfach zu einfach?

Kommt drauf an: Kreuzworträtseln, Sudoko und Bewegungsabläufe vorm TV nachmachen, ist wirklich zu einfach. Ein normaler Spaziergang im Wald, kann viel mehr bewirken. Sollte einem Radfahren nur mit dem E-Bike Spaß machen: Dann bitte, treten muss man ja doch noch selber. Wir sollten nur eines nicht tun:
Frau im Wald mit blauem Schirm

Geistig und körperlich träge werden. Hungern, um bis ans Lebensende in Größe 38 zu passen. Distelöl, Fischöl, Vitamin E und Knoblauchkapseln zu sich nehmen, weils im normalen Speiseplan eh enthalten ist. Um keinen Unfall zu erleiden, selten das Haus verlassen. Öffentlichkeit und lange Reisen meiden. Sich von Fernsehserien und Werbungen einlullen lassen und nix in Frage stellen, beziehungsweise selber denken. Also bitte!

Lieber mal vom Weg abkommen, als sich gar nicht bewegen.

„Du traust dich was“! Wieso nicht? Wie weit man sich aus dem Fenster lehnen kann, merkt man nur, wenn man es versucht. Sicherheitshaken trotzdem empfohlen. Wenn man sich auf Unbekanntes einlässt, sind Überraschungen immer vorprogrammiert. Was kann passieren? Es kann passieren, das du dein Können oder Wissen überschätzt hast. Dann heißt es: Weiter machen oder aufgeben. Es könnte aber auch passieren, das es leichter ist, als gedacht 🙂IMG_6496

„Die bist jo varruckt“!

Jawoi!!! Weil ich mich trau, woran andere nur denken? Es gibt kein besseres Mittel, seine Grenzen auszuloten, als an seine Grenzen zu gehen. Wie viel Mut verträgt die Gesellschaft, von einem einzelnen? Wenn einer vom Mond springt, ist das Sensationell und wird mit Millionen gesponsert! Ich bewundere Mut und Konsequenz, aber lebensnah und realistisch für den Hausgebrauch, ist das nicht.  Auswandern mit neunzehn, alle Achtung. Seine Familie, nach über dreißig Jahren zu verlassen, neu anzufangen, als Frau, Wahnsinn.

Fliegendes SchweinI

Mut kommt von der Mutter

Und man darf auch vertrauen. Vertrauen in sein können und auch anderen Menschen. Ich hatte immer meine eigene Vorstellung vom Leben und ich mache mir keine Gedanken, ob es wem gefällt oder nicht. Es gibt so viele Möglichkeiten, doch wer nutzt sie? Angepasst und unauffällig, leben viele in den Tag hinein. Wie weit ich gehen will und ob ich erkenne, wann es Zeit ist umzukehren, eine Abzweigung zu nehmen oder einfach weiter zu machen, entscheide ich, wenn es so weit ist.
Es gibt nur einen Weg, der nie zum Ziel führt, der Mittelweg. Er mag in Streitsachen manchmal der beste sein, doch den „Lebensweg“, kann er sehr steinig machen. Wenn der träge Fluss des Lebens, dich oft zum Nachdenken bringt, versuch es wenigstens.
Press the Button V (2)

Wenn ich könnte wie ich wollte

Dieser Satz hat mein bisheriges Leben geprägt. Schon in jungen Jahren, wichtige und liebe Menschen verloren, wollte ich diese Worte nicht nur lesen, sondern vom „ICH KANN – ICH TU“ – Bald feier ich meinen Sechziger, ja den feier ich und darum: „Auf die Plätze, fertig los“
PS: Ich empfehle jeden, das Gedicht von Jorge Luís Borges mit bedacht zu lesen:

Wenn ich mein Leben
noch einmal leben könnte, im nächsten Leben,
würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.
Ich würde nicht so perfekt sein wollen, ich würde mich mehr entspannen.

Ich wäre ein bisschen verrückter als ich gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen.
Ich würde nicht so gesund leben.

Ich würde mehr riskieren, würde mehr reisen,
Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls Du es noch nicht weißt,
aus diesen besteht nämlich das Leben;
nur aus Augenblicken, vergiss nicht den jetzigen!

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.
Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.
Aber sehen Sie… ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.