In the Summer, the Post going up

Anderswo ist sicher mehr los, glauben wir. In Wien, Salzburg, München oder gar auf Ibiza. Dabei sagen Leute dort: Ihre Stadt ist ein Dorf! Sie gehen nicht mehr so viel weg, treffen sich lieber Zuhause, bei oder mit Freunden. Wollen auch nicht mehr so viel Geld ausgeben und überhaupt Kennenlernen wollen sie auch keinen mehr. Sprechen die, die „Vergesellschaftet“ sind. Und was ist mit den andern, mit mir?

Roberto der Schwan

Ich war immer schon Alleingeher

Trau mich alleine in den Gastgarten oder ein Cafe. Nette Leute treffen, die genau so wie ich, nur einen lustigen oder ideenreichen Nachmittag verbringen wollen. Den Tag spüren und entspannt ausklingen lassen. Immer noch Neues probieren und am liebsten täglich, mit Freunden beisammen sitzen. Was ich nicht mehr mag: Alleine-Wandern, alleine radeln, alleine Ausflüge machen oder Veranstaltungen besuchen.

Ausflug nach Brixen

Do bin i daham

Wenn ich mit Freunden, in der Bar Hollywood Karaoke singen kann. Der Wirt duldet es mit zusammengebissenen Zähnen und auch nur, wenn wir „unter uns“ sind. Weil, wenn die „Hautevolee“ kommt, ham wir ausgschissen. Macht nix, dann lass ma die Schickeria drinn und wir gehn raus.

Insider nennen sie CBH = Cafe Bar Hollywood

Trotzdem lassen wir uns vorm Gehen im Cafe Eichhorn Weyregg, das im übrigen gleich nebenan ist, noch einen köstlichen, nein, den besten Toast zubereiten, den es rund um den See gibt.

Sonnenuntergang beim Cafe Eichhorn in Weyregg

Das Wasser, fast mit den Zehenspitzen berühren geht auch „auf da drentan Seit“ beim Zweitbesten Toast: In der Schirmbar Gall in Attersee. Das größte Vergnügen bereitet mir aber, den halben Nachmittag oder Abend mit meiner Busenfreundin lovemylife zu verbringen. Im Gastgarten Bier trinken und Blödsinn quatschen.

Mir san a Wahnsinn

Das ist Sommer für mich

Ein Platzerl an dem ich entspannen kann, mich wie Zuhause fühle. Leute treffen, die ich schon fast so gut kenne wie meine Familie. Wo der Sessel frei gmacht wird, wenn sie mich sehen kommen und der Wirt weiß, was ich trink und iss 🙂
Bei mir sowieso sehr schwierig, weil ich immer: An Toast und a Seidl bestell

Schirmbar Gall Attersee

Dorffest in Attersee

Ein Dorffest sollte dazu dienen, dass sich Einwohner und Gäste näher kommen können. Kennenlernen, mehr über den anderen erfahren. Das Dorfleben wird ein wenig aufgepuscht und die Vereine können ihre Kassen mit Geld füttern. Doch dieses mal, ist etwas in die Hose gegangen oder wir sind schlichtweg schon zu alt dafür. Es war so was wie, eins, zwei ausgefallen, was die „Standler“ betrifft. Um 17 Uhr war unser kleiner Treff  bei „Gall´s Schirmbar“ um dann später rüber auf eine Pizza zu gehen. Von der Pizzeria wieder auf die andere Seite geflüchtet, um den Bass, der die Pizza am Teller rauf und ab „pumpte“, hat uns der Schall vom Soundcheck weiter verfolgt. Der Geräuschpegel war der erste Schritt zum Gehörsturz!

Blick von Gall´s Schirmbar

Der Wein ist tot

Einige Wirte sind froh, endlich den Wein auszuschenken, der noch vom letzten Stammtisch, vor einer Woche offen blieb. Nix für Weinkenner. Sie sehen sofort ob da noch Leben drin ist! Das ist „Schüttwein“, weil er nur mehr zum „runter schütten“ reicht, nicht zum geniessen. What shell, die Saison beginnt ja erst. Im Gastgarten auf der anderen Seite, weit weg von der Musik, war noch immer keine normale Unterhaltung möglich. Es half nix, wir gingen rein und die Tür musste geschlossen werden. Kann sein das es auch nur die falsche Band war, zumindest für dieses Event. Ein Dorffest mit Konzertcharakter.

Der Konstriktorknoten

Es ist offiziell

Da saßen wir nun, im Seehof, in angenehmer Ruhe und bei einem guten Glaserl Wein,  (Lobend zu erwähnen unseren Liebling: Rene :-), zwei Ältere in trauter Zweisamkeit den lauen Sommerabend genießend, Indoor! Weil die Band hatte einen Ghettoblaster von 100 Dezibel. Der Geräuschpegel für uns, beträgt halt nur mehr 60 Dezibel. So viel, wie ein Gruppengespräch oder eine nicht geölte Nähmaschine hergibt. Geschmäcker sind ja verschieden und das Ohrenschmalz bei anderen vielleicht dicker.
Fazit für mich: Dorffest in Attersee JA, aber nur mehr Nachmittags und vor dem Soundcheck.