Husten, i had a Problem?

Jahrzehnte, kann ich schon sagen. Fast alles hab ich versucht. Gut, den Rat vom Herrn Doktor, ans Meer zu ziehen, hmm, wer kann das schon? Von heut auf morgen noch dazu. Wurscht, ich muss damit leben. Doch neulich, beim „Pop Up“ in der „Gerüchte Küche“ – stand ein Fräulein, wunderhübsch und klug, Ola, bei uns am Tisch. Ich wieder mal vom Hustenreiz geplagt, wie immer, in den unpassendsten Momenten, da holt sie ein Fläschchen und sagt: „Schluck das“ – oha, scho wieda, schluck du Luada 😉

Hüfts net, schodts net

Ja, und i schluck des Teelöfferl voi Öl und erstaunlich: der Hustereiz, war auf der Stelle weg! Ein Wundermittel? Vielleicht. Sie hat mir Cannabis-Öl gegeben. Es gab später auch einen kleinen Vortrag, den sie excellent abgehalten hat. Gut, die Letzten zwei Minuten hätte sie sich schenken können. Da war die Aufmerksamkeit der Zuhörer gleich Null, aber mein Husten auch 🙂

Das kann nicht sein

Jeder, der an einer chronischen Krankheit leidet, greift nach jedem Strohalm. Nur dieser kostet: HUNDERTFÜNFUNDSECHZIG – EUR!!!!
Trotzdem: Seit dem 17.11.2018 frag ich mich täglich:

  • Kann es sein, das ich deswegen, ohne nächtlichen, fünfmaligen Hustenreiz, durchschlafe?
  • Kann es sein, das auf einmal, jedes Teelöfferl, aber sowas von sofort, den Reiz stillt?
  • Kann es sein, das ich mich deswegen, fast über nix mehr aufrege?
  • Kann es sein, das es am „Cann abis“ liegt?

Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?

Tja, nicht mal zwei Wochen und die Flasche ist leer. Ich werde mir trotzdem noch eins kaufen. In der Hoffnung, das sich die Dosis verringert und ich mit maximal Einem, im Monat auskomme. Und noch eine Hoffnung: Nicht gleich am nächsten Tag, leichter Berufsstress, i Trottel, a paar Tropfen danem schütt. Des warn sicher Zwanzig Euro, Nina Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
„Gerüchte Küche“ = Rohringers Feinstes in Attersee
„Lieferant“ = Frau Nina Kecht, Humanenergetikerin




Husten – i have a Problem II

Mittlerweile sind zwei, drei Jahre vergangen. Die Kommentare werden immer nerviger. Von: „Rauchst Du?“ – „Warst schon mal bei an gscheitn Arzt?“ – „Hast a Hausstauballergie?“ „Du hast sicher Asthma.“ Wo ist das Problem? Wenn ich s hätte, gäbe es wenigstens was dagegen, oder? Weil ich es selber noch nicht glauben konnte, machte ich die ganze Wartezimmerprozedur, mit den mir „empfohlenen“ Ärzten nochmal durch. Ergebnis wieder: Ohne Befund! Und weil das im Beamtenstaat Österreich nun mal so ist:“Ham´s an Befund?“- gibt es auch keine Kur auf Rezept.
Rennrad

Der letzte Medizinmann

Es erstaunte mich selber immer wieder, das meine Lungenwerte bei den Test´s so gut abschnitten. Nun, sportlich war ich damals noch immer unterwegs. Nur das ich am Gipfel fast immer einen Hustenanfall hatte. Vielleicht hätte ich die Winter auslassen sollen. Die Ärzte sagten, das sei ein „Belastungshusten“. Der Wanderer oder Radler Kommentare nervten schon:“I tät zum Rauchen aufhörn“. Letzter Arzt in dieser Schleife, sagte für mich etwas plausibles: „Laut Röntgenbild ist ein kleiner Schatten zu sehen. Sie dürften mal eine Lungenentzündung „übertaucht“ haben. Kein Asthma, aber ihre Bronchien sind durch den chronischen Husten so empfindlich geworden, dass sie allergische Reaktionen hervorrufen.“
Bachblüten

Naturheilmethoden

Bachblüten, Tee´s, Zuckerl, Salben, Tropfen, Säfte begleiteten mich durch den Alltag. Kaum kam etwas Neues heraus, probierte ich es. BRONCHOSTOP zum Beispiel. Anfangs, so ca. eine Woche schien es sich zu bessern, dann war alles beim Alten. Die Nächte wurden immer härter, besonders zwischen drei und fünf. Laut „Organuhr“ die Zeit, in der sich die Lunge erholen sollte, brachte mich der Husten im wahrsten Sinne zum Kotzen.
Erbrechender Vogel

Morgens gerädert

Gegen sechs Uhr Morgens, stellte sich dann meistens, ein angenehmes, warmes, entspannendes Gefühl um den Brustkorb ein. Ich hatte das Gefühl, ich könnte jetzt sieben Stunden schlafen. Dem war aber nicht so, weil ich um sechs aus dem Bett musste. Wenn ich heute so zurück denke, bedanke ich mich vielmals bei meinem Körper. Das war schon Hardcore. Beziehungsstress spielte wahrscheinlich auch eine Rolle. Dachte ich. Es war nach der Trennung aber auch nicht besser.
Krise

Hoffentlich net jetzt

Auf einmal entwickelte das ganze eine Dynamik, die auch aus meinem Kopf nicht mehr „wegzudenken“ war. In Situationen wie, Kundengespräche, Telefonate, Vorträge, sogar beim Sex, immer der Gedanke: „Bitte jetzt net“. Das komische am Ganzen: Ich hatte „Glück“ es passierte Gottseidank fast nie. So ca. vor sechs Jahren fing ich dann an, auf das zu achten, wann genau ich zu Husten anfing. Situation, Essen, Umgebung.
Teil III folgt

 

Husten – ich have a Problem

Fast fünfzehn Jahre plagt mich dieser Geist schon. Viele Untersuchungen wurden gemacht. Auf Allergien getestet, Lungefunktionstest auf COPD und Asthma. Ergebnis seit fünfzehn Jahren einen Spray aus der Schuhschachtel. Den hat mir ein Lungenfacharzt aus Gmunden verschrieben, als ich nach der Untersuchung vor ihm saß. Auf dem Schreibtisch eine Schuhschachtel, die er samt Inhalt a bissl gschüttelt hat, mit der Frage: “ Nehmen sie einen von denen?“ Meine Antwort: Ja, den weinroten. Das war nach zwei Jahren, dann gings erst richtig los.

 „Das wird psychisch sein“

war dann überall die Antwort. Ich gab noch nicht auf. Heerscharen, die für mich ideale Heilmethoden wussten. Freunde, Bekannte, Nachbarn, nicht zu vergessen die Familie. Die weiß sowieso immer alles besser. Also Fachmedizin am Ende, her mit der Alternativmedizin. TCM
Akkupunkturnadeln

Ahhh wie Akupunktur

Nicht nur Antennen am Kopf, saß ich dann da. Schlappe 350 Euro hat das gekostet. Erfolg: Null! Was jetzt?Jeder der mich husten hörte, kannte irgend jemanden, der mir sicher helfen kann. Gut also, das Nächste: Shiatsu. Ich lebte damals noch in St. Georgen/Attergau und suchte Hedwig Geister auf. Kompliment! Sogar das Stierhorn oder was das ist, das der Nacken ganz rot wird, wie bei einer trockenen Rutschpartie. Sie machte es wirklich gut und was mir noch viel mehr gefiel: Sie war ehrlich! „Ingrid, wenn´s beim sechsten mal nicht wesentlich besser wird, dann ist es leider nicht die richtige „Therapie“ für dich“. Schade, aber Schadensbegrenzung war angesagt.
Massageraum

Ahhh wie Akupressur

Ein Freund meines Mannes war überzeugt von der Methode. Also, um nicht immer zu hören: „Ja wennst nichts dagegen machst?“ – auf nach Ampflwang, ok, war sehr entspannend, trotzdem Erfolg Null und wieder 360,00 Euro leichter. Noch war ich guter Hoffnung. Wenn man beruflich viele Leute trifft und privat a bisserl auf die Berg herumschweift, tun sich ja viele Behandler auf. Geh doch mal zum Posch, hat geheissen: „Der hat an super „Hirschzungen-Wein“. Wein klingt gut dacht ich mir, aber die Hirschzunge, ich mag den Ochsenmaulsalat schon net. (Ich weiß es ist Kraut)
Farn

War eine der billigsten Methoden

Hirschzungenwein nach Hildegard von Bingen, gibts beim Posch. Zehn mal an halben Liter = 130,00 Euro. Ausser an billigen Rausch hat´s nix bracht, da soll man ja morgens schon beginnen und immer wieder a Stamperl tringa. Erfolgsfaktor: Null
Der Plagegeist Husten wird hartnäckiger und begleitet mich nicht nur mehr tagsüber, sondern auch des Nächtens. Den Rauchern, kann ich was husten!
Morgen gehts weiter