Tag 29 – Ja, ich bin Wassermann

Ja, ich liebe es luftig und leicht, aber nur beim Wohnen. Ich liebe die Liebe, die Kunst, das Essen, den Wein, die Freiheit. Genau in der Reihenfolge. Wobei mir Freiheit nicht bedeutet, tun und lassen was man will, sondern so frei zu sein, den Job zu machen den man liebt, und Freunde zu treffen, mit denen man verbunden ist. Es bedeutet für mich keineswegs und niemals, einen Freibrief zur sogenannten „Offenen Beziehung“.

Bulldogge Porträit

Dazu würde ich jedem einen Hund empfehlen

Den kann man streicheln wann man will. Der ist immer da. Der freut sich, wenn man wieder kommt, und ist nicht beleidigt wenn man andere küsst. Aber die ewigen Vergleiche gehen mir eh schon auf die Nerven. Wer will schon mit einem Hund verglichen werden? Mensch Hund – Hund Mensch. Die Reihenfolge, in der wir die „Beziehung“ sehen. Was ist mit den Katzen? Oder das Meerschweinchen? Der Hund ist des Menschen liebster Vierbeiner.

Bulldogge schwarz weiß

Weil er auf´s Wort folgt

Du kannst einem Kind viel beibringen und es „erziehen“. Am besten zu einem selbständigen, selbst denkenden und auch selbstreflektierenden Menschen. Ein Hund würde Dich niemals hinterfragen, geschweige sich selber. Denkt der Hund? Nein – er lernt. Immer und immer wieder. Mach ich das-gut. Mach ich das schlecht. Auch wenn die berühmte Herdplatte, ein einmaliger Versuch des Kleinkindes ist, wird es mitdenken und in Zukunft vorsichtig sein wo es hinfasst.

Bulldogge sitzt

Und es darf alleine Gassi gehen

Wie weit darf Dein Hund alleine weg? Gar nicht? Ach so, Du hast Angst er könnte etwas anstellen. Na dann sei froh, das Du ein Herrl oder Frauerl bist 😉 Einem Menschen wirst Du es nicht verbieten können. Ahhh, jetzt schon wieder: Aber das ist doch ein Hund. Genau! Und darum würde ich Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.
Denn, Affenliebe mag der und der nicht! Dies ist kein wissenschaftlicher Bericht, sondern einfach, was denkt und fühlt eine erwachsene Frau, wenn sie Hund sieht und hört.
PS: Schau mir in die Augen Kleines. Wem verzeihst Du eher 😉 Oder liegt ER auch so da?
Bulldoggenliebe

Pupperl in an String

Ich bewundere Heidi Klum. Die hat Mut zur Hässlichkeit. Gut, die ist im echten Leben auch schön. Ich hingegen laufe mit dem „Pofi“, soll heißen Durchschnitt. Darum werd ich mich auch nie als Hexe verkleiden. Ich zieh mir doch nicht selber Punkte ab. Nein da mag i Mausi oder Katzi sein. Da darf ich Mut zur Zärtlichkeit haben. Und ich kann mich annähern, ohne dass es Schweißperlen auf die Stirn der Männer treibt. Im Fasching ist halt alles a bissl unkomplizierter. Wohlwollende Aufmerksamkeit halt.

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Dann bin ich Tigerlilly

Net scho wieder a Schwammerl. Im Kindergarten war ich der Klassiker. Jedes Jahr. Gott sei Dank warens nur drei. Ergo: Fliegenpilz, Negerlein und Zauberer. Und damit der Fasching in unserer Familie nicht zum Denksport wurde, musste der Jüngere das Vorjahrskostüm vom Älteren auftragen. Meine kleine Schwester hat da leider mal beim Anblick ihres Spiegelbildes einen Weinkrampf kriegt. Die Arme. Ich versteh des erst heute richtig. Wer will schon gern Negerlein sein. Angschmiert und Pleite.

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Minz und Maunz die Katzen

Wussten eben nicht wie gefährlich das Feuer sein kann. Und als Unwissender darf man auch a bisserl patzen. A bisserl scherzen und auch a bisserl kratzen. Und wenn es brenzlig wird, sich einfach schleichen. Manchmal sogar ohne Worte. Ach, ich wollt es wär immer Fasching. Da hinterfragt keiner was, da weiß jeder gleich was der andere wirklich will. Nur einen Ausflug, oder doch eine Weltreise? Denn leider verwechseln noch immer viele den Hausball, mit einem Singletreff.
Feuerwehr

 

Der Kater lässt das Mausen nicht

Leider hab ich im Fasching noch nie an Kater gsehn oder getroffen. Ihr vielleicht? Kein Mann geht als Kater. Sie verkleiden sich auch nicht viel. Der Ritter, der Cowboy oder der Pirat, und ein Kater steckt vielleicht dahinter. Vielleicht, denn ein richtiger Kater verkleidet sich nicht! Er lässt den Fasching, Fasching sein, denn wenn er eine Maus entdeckt hat, dann kann er Stundenlang vorm Loch warten, er weiß, das eine Maus rauskommt.

Ich bin weder Kuh noch Ziege

Im Buch von Bascha Mika „Mutprobe“, beschreibt sie zwei Versionen des Älterwerden´s, in denen sich Frauen, einordnen lassen. Hab ich gelacht. Die alte, dicke, gutmütige Kuh oder die alte, dürre, meckernde Ziege. Ich bin nicht dick, meckern tu ich auch nicht und mit Ziegen umgebe ich mich nur, wenn sie vorher beim Kürschner war 😉 Es sind Metaphern, in denen wirklich einige einzuordnen sind. Diese Spezies, habe ich beizeiten schon aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis verbannt.

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Ich fühle mich

als alternde Kätzin, ja Kätzin. Ich hab immer noch einen geschmeidigen Gang. Soll heißen, ich „Stake“ nicht. Staken, Merkmal alter, ausgeleierter Gelenke, jeder Schritt hat praktisch schon „Lenkungsspiel“, gerne zu beobachten in den Siebzigern, bei untrainierten, auch schon in den Sechzigern. Ich strecke mich gerne, lasse mich gerne streicheln und kraulen (bitte nicht zu Tode). Ich genieße die Muße der Stunde, jede Mahlzeit, die Sonne, bei Regen oder Kälte den offenen Kamin. Ich bleib da sitzen, wo es mir gerade gefällt. Ich beobachte gerne, und lasse die Umwelt auf mich wirken.

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Alles ruhig angehn

Ich hab nicht mehr das Bedürfnis zu „streunen“. Bin nicht mehr auf der Suche, aber trotzdem neugierig. Ich will nicht über Grenzen hinaus schießen, dennoch will ich mich nicht zurück halten lassen, Neues zu entdecken. Trotzdem weiß ich mein Revier zu verteidigen. Schaue gerne dem Treiben der Jüngeren zu, und denke mir: „Schön, wenn Alles was du jemals gesucht hast, jetzt in deinen vier Wänden ist“ – Geborgenheit, Wärme, Liebe, Zuversicht, Vertrauen, Respekt, und das auch, wenn niemand da ist 😉

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Woran erkennt man bei Katzen

das Alter? Gar nicht! Jeder der einen alten Hauspuma besitzt oder kennt, weiß, das eine Mieze, auch im gehobenen Alter, immer noch Eleganz, Eigenwilligkeit und Direktheit besitzt. Sprich: Dich mag ich, oder dich mag ich nicht.
Deshalb meine Ode an die Katze:
Sie bleibt sich selber immer treu und lebt ihre Individualität vollständig aus.