Wie ist das mit dem Verzeihen?

Vor einigen Wochen ärgerte ich mich riesig. Erst freute ich mich über die vielen Rosenknospen, die gelben und rosaroten zarten Blüten in den Blumenrabatten. Dann eines Morgens: Alle Knospen weg, wie abgeschnitten. Alles, schön in einer Höhe von bis zu einem Meter. Da das Grundstück am Waldrand liegt, dachte ich natürlich sofort an Wild. Ein Hase konnte es nicht sein. Es musste ein Reh über die Rosen hergefallen sein. Des Sch… Wild, dachte ich. Gut das beim Billa kein „Wildstopp“ gibt, sonst hätt ich`s gleich gekauft.
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Da schau her

Dann, Gestern, geh ich zu den Blumen um welche für die Vase zu schneiden. Da steht das kleine Etwas und starrt mich an. Es hat sich nicht mal gerührt, als ich in die Hosentasche gefahren bin, um das Handy herauszuholen. Erst dachte ich, es ist krank, dann fiel mir ein, das kleine Rehe, also das Kitz, in den ersten Tagen noch den „Drückinstinkt“ haben, das heißt: Sie bleiben ganz flach am Boden liegen und oder laufen nicht davon. Oder bleiben wie „Rosa“ so nennen wir sie jetzt  (eben weil sie unsere Rosen frisst), stehen und starren einen an. Nach dem Schnappschuss entfernte ich mich langsam und beobachtete, was es weiter macht. Ganz langsam, kam es aus dem Busch heraus und tappste in Richtung „Steingarten“, der bei uns zur Zeit mehr Dickicht ist, und macht sich flach.
Lila

Was will ich damit sagen?

Wie ist das mit dem Verzeihen? Was ist mit der Wut, die man auf jemanden hat oder hatte? Ein Blick und alles ist vergessen? Ich glaub das Gen hat sich bei mir manifestiert. Ein Blick in mein Gesicht, mit solchen Augen und ich schmelze? Zu blöd? Zu gutmütig? OK! Meine Gutmütigkeit hat nichts mit Naivität zu tun! Ich bin halt eine gutmütige Realistin, na und? Dennoch sollte niemand diese auf die Probe stellen.
Denn auch sie hat ein Ende und dann rauscht´s im Karton. Hobt´s mi 😉
stoak wie a Fösn

Jahresrückblick 2017

Ja, er wächst mein Blog. So leidenschaftlich, wie ich mich früher, sobald es ging, auf mein Mountainbike geschwungen hab, so süchtig bin ich heute auf´s Schreiben. Anfangs wollte ich nur gute Laune verbeiten. Jetzt möchte ich nicht nur das, sondern eine Lebenseinstellung vermitteln, die der Realität entspricht. Diejenigen, die meinen Blog schon lesen, wünsche ich hiermit ein frohes und glückliches, neues Jahr und Diejenigen, die meinen Blog für Unsinn halten, auch :-). Also schau ich kurz zurück und freue mich über mein abwechslungsreiches, vergangenes Jahr.

Jänner – Oxytocin – kuscheln im Jänner

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Februar – Perspektiven am Attersee

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März –  Wanderungen, die nie zustande gekommen sind

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April – Was ist der Körper, wenn das Haupt ihm fehlt?

ABC Erinnerungen

Mai – Nippelstellung

DekollteeI

Juni – A very good Place here

Abenrot am Attersee

Juli – I have are Girlfriend and she is blue

Engerschlumpf

August – In the Summer, the Post going up

Tanzende Schattten

September – Das taugt mir, anders wär mir das zuviel

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Oktober – Hilfe, i schau aus wie Bella Block

Bella BlockII

November – Beam mich hoch Scotty!

Blick nach oben

Dezember – Räuchern ist gut bei de Fische

Marina bei DaniI

 

Die Krone des Denkens

Ist der Hausverstand sagt Ernst Ferstl. Die Realität zeigt aber, das die Mehrheit ungekrönt umherläuft. Ein Paradebeispiel gerade jetzt. Das Sonnenschirm Miracle! Sie drehen und richten den Schirm mit Blick auf das Kind oder die Decke, ob er denn schon den ersehnten Schatten bringt. Mit dreizehn bin ich schon draufgekommen, das ich mal schau, wo steht die Sonne eigentlich? Gelächter gab s früher auch immer bei den Liegestühlen, sprich Klappstühlen. Mittlerweile haben sich Gottseidank die Dreibeinliegen durchgesetzt.
Farbstifte

Der Rauch zieht nach links

Bei der Grillerei ist´s auch nicht viel anders. Fast alle Männer schmeißen das ganze Zeug in einem Abwasch auf den Grill, als ob man das alles sofort essen könnte. Und wenn der Griller dann endlich auf Betriebstemperatur ist, kann die Mamma schon wieder den Tisch abräumen. Mann, grillen ist wie Saunieren, entspannt in drei Gängen. Aber egal, mich wundert s halt nur, weil, wie viele Frauen stehen neben dem „Griller“ und nicht dahinter.

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Einkaufen bei de Billa

Und immer grüßt das Murmeltier. Die Standardfrage nach dem für alle sichtbar letzten Artikel des Kunden: Und aus!? Ja, aus. Und aus?! Ja aus. Jeder weiß das der Kartenzwang nur zur Kundenbindung und zum Vorteil der jeweiligen Kette dient. Also eines hab ich, seit ich denken kann, nie gemacht: Meinen Hausverstand an der Automatiktüre abgegeben. Nimmt sich doch glatt mal eine den Einkaufswagen und schiebt ihn fröhlich trällernd vor sich her und singt: „Es macht Spaß, ein Spartyp zu sein“.
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Prävention mit Hausverstand

Gibt´s bei meinen Workshop´s, Wanderungen und Veranstaltungen. Mit Grips, Humor und Abwechslung, nicht nur seinen Body, sondern auch seine Gehirnzellen trainieren. Wem Training schon zu hart klingt, kann sich ja eine „Gehirnmassage“ gönnen. Das hab ich mal auf eine Tafel vor Agil&Vinoviel geschrieben:
Fünf Minuten Gehirnmassage 5 Euro
In Ischl ham´s das nicht kapiert. Eine älter Dame kam zur Tür herein, setzte sich auf den Stuhl und sagte:“ Ich bin müde, einmal Kopfmassage bitte“.
Ich hab sie dann gefragt: „Welcher Tag war Vorgestern, wenn der Tag nach übermorgen zwei Tage vor Samstag liegt“?
Sie sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich grinste und sagte: „Sie sind jetzt wieder fit?“
Natürlich habe ich nicht kassiert. Die Dame verliess wie wortlos das Geschäft.

 

Zu früh Alt und zu spät Weise?

In dem Buch von Gordon Livingston heißt es im ersten Kapitel: „Wenn Landkarte und Weg nicht überein stimmen, ist immer die Karte falsch“. Siehe Partnerschaft. Wie sieht das in der Realität aus? Wie bei Alice im Wunderland: Manchmal fühlen wir und groß, und manchmal zu klein. Es gelingt entweder Alles oder Nichts. Und irgendwo dazwischen findet unser Leben statt.

Frosch II

Am besten wäre natürlich

wenn die „Große Phase“ immer anhalten würde. Da müssten wir aber schon Meister im Verdrängen sein. In der Realität holt uns nämlich immer wieder der Rucksack ein, den wir mit unseren ungeliebten Brocken füllen. Wir können ihn abstellen wo wir wollen, irgend jemand trägt uns den Beutel hinter her, und wirft ihn uns vor die Füsse. Was ist dann zu tun? Sagen es uns die Sterne? Wer daran glaubt, ok. Vermitteln es Freunde? Hmmm, wie viele aufrichtige Freunde hat man, die einen wirklich kennen? Kennen wir uns selber überhaupt genau? Wer besitzt so viel Selbsterkenntnis sich „Schwächen“ einzugestehen?

Press the Button II

Eine meiner Schwächen ist

immer nur das Gute zu sehen, mich blenden zu lassen, von euphorischem Gehabe und vermeintlich genialen Ideen, die sich im nachhinein als reine Selbstüberschätzung und des Wahnsinns kesse Beute entpuppen. Da es noch immer kein Handbuch für derartige Verhaltensweisen gibt, sich dem Dilemma zu entziehen, bin ich nach wie vor auf der Suche noch einen Weg zu finden, das mich der Beutel nicht mehr einholen kann.

Einige Wege bin ich schon gegangen. Den Weg der Vernunft, er führt über das Herz. Der Weg aus der Einsamkeit, er führte durch eine Trennung. Den langen Weg zum Neuanfang, er führt über die Veränderung. Und dann ist dann immer noch der Weg, von mir zu mir , es wird der Längste sein.
Buchtipp: ZU FRÜH ALT und ZU SPÄT WEISE – von Gordon Livingston

 

 

Boy oh Boy

Singles die bindungswillig wären, haben es nicht leicht. Jene Sympathikus, die es schaffen, ein Date mit uns zu bekommen, vergessen, das ein Bild mehr als tausend Worte sagt. Fotos „von oben“ um schlanker und größer zu erscheinen, posten pausenlos ihr Gesicht, ist sonst nix dahinter? Und Männer, die ihr „Haupthaar“ mehr im Nacken tragen, sind auch nicht besser. Das Internet hält ja so manche Überraschung bereit, wenn wir mal von der Optik absehen, bleiben immer noch die Rohrkrepierer einer Beziehung.

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Macht das Internet lügen leichter?

Oder sagen wir, vorspiegeln falscher Tatsachen? Ich für meinen Teil ziehe die Realität vor. Als Wanderführerin, bot sich mal die Gelegenheit, den „Happy Guide“ für „Singlewandern“ zu machen. So erlebte ich manche Überraschung auf der „Großwildjagd“. Jäger und Gejagte wurden in zwei Altersgruppen geteilt. Die Fünfundzwanzig bis Fünfundvierzigjährigen und die Vierzig bis Sechzigjährigen. Natürlich mischten sich immer wieder Selbstüberschätzer drunter. Mitgehn konnte jeder, der bisher sein Leben unbeschadet überstanden hat, Herr seiner geistigen Kräfte und mittels eigenem Antrieb an der Jagd teilnehmen wollte.Pixabay Tattoo TheDigitalWay

Vorsicht war geboten, bei Jägern mit fleischfarbener Badekappe

Bei Flaschenhaltern, Muttersöhnchen, Haubenstöcken und Rohrverlegern.
Vorsicht für Jäger war geboten: Bei Anlehnungsbedürftigen, Singenden, zu viel Sprechenden, Kindergartengärtnerinnen und verbildeten Pädagoginnen. Der Herrgott wollte es so, das sich wirklich ein Paar das „Ja“ Wort gab. Aber auch zahlreiche lockere Verbindungen. Alles in allem, ersparte man sich zwar das drumherum vom Internetportal, doch die Realität ist bei allen „Single-Börsen“ die gleiche.

Frosch II

Erwartung, Überraschung, Enttäuschung

Meine Lebenserfahrung hat gezeigt, der Mensch, ob Mann oder Frau, guckt über den Tellerrand nicht hinaus. Alles mit einem Radius über 50 Km hat wenig Bestand. Und die magischen 3 Sekunden, 3 Minuten, 3 Stunden, 3 Tage, 3 Monate, 3 Jahre, darauf kann man einen lassen 🙂 Und People, die schon länger alleine leben, sind sowieso nicht mehr für einen gemeinsamen Haushalt, geschweige denn, die gesamte Nacht in einem Bett.
Aus den Jägern sind halt dann doch die meisten „Heimscheisser“ geworden 😉

 

 

 

 

Hasidohostas

Crime Dinner vom Feinsten 🙂 Auf einem Luxusliner wird der Reeder samt Kapitän ermordet. Der Bruder vom Kapitän, ein Pfarrer, begeht Selbstmord. Die Tochter des Reeders ist in den Koch verliebt und die Ex vom Koch, hat ein uneheliches Kind vom Kapitän. Der erste Offizier ist verliebt in die Reeders Tochter und der Klavierspieler ist der Kommisar. Zwischendrin ein vier Gänge Menü mit Wein.

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Wie viel Realität kann da drin stecken?

Viel – Steven Spielberg sagte schon mal:“Leute, seid nicht so schockiert, die Realität ist viel schlimmer.“
Ich sage: „Drogen sind was für Anfänger. Ich zieh mir die Realität rein“. Meine kleine Welt lässt fast nichts aus, denn: Mein ältester Bruder, Gott hab ihn seelig, wurde von einem Kommissar angeschossen und danach vom „Profil“ interviewt. Nein, nein er starb nicht daran, sondern ganz banal durch einen Sturz im Badezimmer. Seine Tochter war kurz mit einem Brasilianer verheiratet, der kurzfristig Kabelträger beim ORF war und für Franz Antel jobben durfte.

Meine Tochter, war mit einem späteren Erpresser liiert

Huch! Jetzt ist er mit einer Professionellen zusammen. Eine Bekannte wurde mal verhaftet, weil sie in Kärnten mit dem Fahrrad auf der Autobahn fuhr. Eine Nichte war im TV-Abendhauptprogramm, mit einem Aufruf startete, den Tierquäler zu finden, der seinen Hund im Wald angebunden hat. Als sie mit dem Hund und der Geschichte Nachhause kam, ging Muttern schnurstraks zur Polizei und zeigte den „Tierquäler an“. Aufruhr und stolz in der Familie: Das Kind im Fernsehen! Der Besitzer vom Hund meldete sich, aber anders als gedacht. Weil der Wunsch nach dem Vierbeiner verneint wurde, hatte der Teenie die großartige Idee, den Hund zu „finden“, den sie aber vorher beim Züchter gekauft hat. Zuletzt hat der Sohn einer Nachbarin, seine EX nach der Trennung zerstückelt und die „Teile“ bis Italien ausgelagert.
Popart Frau mit Brille

Da kann ich nur sagen:

Ich lobe meinen Hang zum Vergessen. Für alle, die Schlimmeres erlebt haben sollten, empfehle ich eine Therapie. Vieles im Leben läuft nicht so, wie man es sich vorgestellt hatte und für einige Vorfälle möchte man im Boden versinken oder zumindest Fremdschämen. Das Alles ist dennoch kein Grund, seine Ziele und Werte aus den Augen zu verlieren. Wer dennoch nicht loslassen kann, versucht es doch am Besten mit einer meiner Wanderungen:
“ Hasidohostas“ – nimm wie es kommt, es kommt sowieso anders.
Durch fokussieren auf ein Ziel, wird automatisch das Vergangene hinter sich gelassen.