Überraschung gelungen

Heuer war für mich die Entscheidung das erste Mal schwierig: Feier ich oder feier ich nicht. Kurzfristig hab ich mich doch noch für eine Apres-Ski-Party-entschieden. Sie startet heute. Doch gestern, meine Nichte hat mich vor zwei Wochen eingeladen, mir den Tag freizuhalten, um mich Mittag abzuholen.

Los gehts Abfahrt

Die Spannung steigt

Pünktlich wie eine Schweizer Uhr, stand sie vorm Haus. Ich muss mir das Krönchen aufsetzen und in die Kamera lächeln. Da klopft es hinter mir an der Scheibe. Uuups, meine Schwester und Schwägerin steht da, soiche Luada, keiner was gesagt. Alle dicht gehalten 😉 Es geht los, Richtung Salzburg. Abfahrt Nord mache ich einen Aufschrei:“Ich hab einen Verdacht“ – seit zwei Jahren möcht ich schon zu EXIT-THE-ROOM konnte aber bis Dato keinen dafür begeistern. Meine innerliche Aufregung ließ ich mir aber auch nicht anmerken. Das Auto in der Mönchsberggarage abgestellt und zu Fuss weiter.

Schwägerin lichtet ab, Schwester und Nichte mit am Bild

EXIT-THE-ROOM

Hipp-Hipp-Hurra, Handstand gemacht und mit den Füßen Bravo geklatscht 🙂 Mann o Mann hab ich mich gfreut. So, wann gehts los, wo gehts rein, wer macht was? Der Zombie Room wurde ausgewählt. Mein Hirnkastl hat scho graucht. Im Zweiten, fast dunklen Raum, tasteten und lurgten wir uns mit der Taschenlampe, nach Hinweisen ab, da klang es durch den Lautsprecher:“ Liebe Suchende, es gibt Licht in dem Raum, der Schalter ist hinter der Tür“. Das erleichterte uns zwar das Sehen, aber nicht das Finden der Hinweise. Nach fast einer Stunde und gefühlten zehn Minuten „Schlüssel“ halten, übrigens ein unbrauchbarer Hinweis, hat meine Schwester geraunzt: „Geh na, i mog nimma“ –

Auch blinde Hühner finden mal ein Korn

Alle fünf Joker

Und 11 Minuten Überzeit haben wir benötigt um die Welt retten zu können. Alles in allem, hat mein Hirn die letzten Monate nicht mehr so viel zu tun ghabt. Ich kann jedem empfehlen, sich so einen Nachmittag zu gönnen. Teamwork, Spaß, Spannung, Unterhaltung und jede Menge Gesprächsstoff für die nächsten Wochen 🙂

Der Record liegt bei 34 Minuten – unserer 71 Minuten 😉

Das schreit nach Belohnung

Hunger und an Durscht, das Feuer muss gelöscht werden. Gar nicht weit eine echte kleine Trattoria: Pasta &Vino Begrüßungsprosecco und eine excellente Antipasti als Vorspeise. „Heit is so a scheena Tog“ 🙂 Die Überraschung ist ihnen perfekt gelungen. Meine Nichte könnte sowieso: „Ausflugs-Planner“ werden. Den Abschluss dieser Tour gabs im WEIN&CO 
mit einer Flasche „MERIVAL Rose„: Prost! Die Linzergasse retour und noch kurz rein, in so nen Souveniershop: Zum Andenken einen Minileierkasten bekommen: „Moon River“ – KATER-KATER-KATER!!!!!!
Heit war so a scheena Tag – Danke meine Lieben
PS: Kurz vor der Autobahn, brach noch Panik aus, i hab mei i Phone nimma gfunden 🙂 Stehen geblieben, alle gesucht, gottseidank gefunden und Schwägerins Kommentar: „Willkommen im Club der 60 er“ – Erleichterung herrschte bei uns Vieren. Die ganze Strecke nochmal zu Fuß retour, Mammamia 😉

Mir tuts net weh

Hilfe – Tante Hilda kommt!

Der Supergau – die Schwester meiner Mutter. Aus Salzburg. Selber zwei Töchter und zwei Söhne. Hilda war so etwas wie, die „fleischgewordene“ Kontrolle. Wir waren sechs Kinder und meine Mutter, keinen Ordnungsfimmel, aber wenn die Tante aus Salzburg antanzte, wurde aufgeräumt was das Zeug hielt.

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Dabei kam sie nur

um die abgelegten Kleider meiner Cousinen abzuliefern. Wie ich das hasste! Meine kleine Schwester und ich, wieder ein halbes Jahr im Zwillingslook. Dann, das Gespött in der Schule, weil es „Secound Hand“ war. So schnell wie möglich, beschmutzen war unsre Devise. Die Klamotten waren aber nur der Nebeneffekt. Tante Hilda mokierte sich immer wieder über meinen Tierhaushalt. Mein Gott, zwei Meerschweinchen, zwei Goldhamster, einen Wellensittich, und wenn mein Sitznachbar in der Schule, einen Wurf schwarzer Mäuse hatte, konnte es sein, das ich davon, auch zwei mitgenommen habe.

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Gut, der Geruch

war nicht mehr so, aber in jedem Haushalt riechts anders. Unser „Wohngeruch“ war halt der von: nicht schon wieder ausgemistet Duft. Es wurde besser, als ich ins Teenageralter kam. Der Besuch, der alten Dame aus Salzburg, immer noch nicht.
Das trägt man in Salzburg nicht mehr.
Das sagt man in Salzburg nicht.
In so ein Cafe, geht man in Salzburg nicht.
Diese blöde Kuh, mit ihrem überspannten Wahn, uns zu zeigen, das wir, für sie zweitklassig waren, erzeugte bei mir schon früh Brechreiz.

Auch heute noch

hasse ich es, wenn manche meinen, weil man nicht ihren Lebensstil teilt, sich nicht in ihrer Gesellschaft, befinden sollte. Meine Tante lebt schon lange nicht mehr, aber es ärgert mich immer wieder, wie viele „Hildas“ sich unter uns befinden. Für mich zählt, wie kann ich mich mit dem Menschen ausstauschen. Haben wir etwas gemeinsames oder sind wir zu verschieden. Wenn nicht, ist Er oder Sie für mich nicht etwas, das gemieden werden sollte, wie der Teufel das Weihwasser, sondern ich respektiere, das er andersdenkend, anderer Herkunft und deshalb kein Idiot ist, nur weil er eine andere Wirklichkeit hat.
Wie klein ist das, was einer ist, wenn man´s mit seinem Dünkel mißt.
Wilhelm Busch

So a Gschisdi-Gschasdi drum

Es gibt Phasen im Leben, da möcht ich auf und davon. Grad ist es wieder so weit. Wenn ich wüßt wohin? Weit weg, aber doch nur so weit, dass ich am Abend wieder daheim bin. Das Dilemma, machmal hab ich Schiss. Ich war schon mal, für mich, ganz weit weg. So weit, ohne Abends, bei Familie oder Freunden, die Möglichkeit zu haben, um an die Tür zu Klingeln. Kein Handy, kein schnelles Treffen.

Es war kein Ausflug

Ausbrechen, haben es andere genannt. Ja, vielleicht war es so, ich wollte, eine für mich, unerträgliche Lebenssituation beenden. Doch wenn man, nicht mal in der Provinz, auf eigenen Beinen stand, ist so etwas ein „Kamikaze-Akt“. Grad mal drei Monate, da machen andere eine Weltreise. Und ich, war nicht mal ausser Landes. Ich war nie eine Kleindenkerin, im Gegenteil, mein Horizont geht weit über „Fünfzig Kilometer“ hinaus. Ahnung vom Leben, bekommt man auch, wenn man nie, in der Großen Weiten Welt war.

Man kann sich ja entwickeln 😉

Ibiza, Venedig, Mailand, Bayern und a bissl Tschechien. Waren zwar mehr Betriebsausflüge als Bildungsreisen, doch es waren Schritte, für Größeres, Weiteres. Mein Allgemeinwissen, hab ich nicht vom „Millionenrad“, sondern vom Lernen. Lernen von anderen, Lernen, im Alltag zu bestehen und nicht gleich, bei jedem „Lüftchen“ in eine Sinnkrise fallen. Ich möchte Dir auch Mut machen, Mut, einmal auszubrechen, raus aus den vier Wänden und was erleben. Damit meine ich, Abenteuer für die Seele und nicht fürs „Bett“

I see the Moon

Für mich, geht immer wieder die Sonne auf. In diesen Wochen, vor dem, über alles, liebende, friedvolle, vor uns liegende Fest. Manchmal hat es seinen Glanz für mich verloren. Sentimental, versuch ich mich darauf zu freuen und erinnere mich, das meine Mutter, jedes Jahr wiederholte: „Jaja, Weihnachten, is nur schee, so lang die Kinder kla san“ – Hmm, Nebel und Regen, haben mir nie was ausgemacht, doch jetzt, grad jetzt, wär ich um a bissl Sonne froh.
Ich glaub, zu den Feiertagen, pack ich meinen Koffer und fahr wieder mal ganz weit weg. Salzburg oder so 😉

Achtung der Proberltrick!

Neulich bei einem kleinen Bummel in der Salzburger Altstadt. Wir schlendern so durch die Gasserl, da schießt eine Verkäuferin aus der Parfümerie und hält mir ein Proberl entgegen, mit den Worten: „Meine Dame, ein kleines Dankeschön für sie“. Das war jetzt nicht zaghaft, nein. Sie hielt es mir fast unter die Nase, so dass ich hingreifen musste. Da nimmt sie meine Hand und sagt:“ Oh, sie haben trockene Hände, kommen sie bitte, ich geb ihnen ein anderes.
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Ich, und trockene Händ,

phaa! Wo ich immer schmier wie a Varruckte. So oft wie andere an Labello verwenden, so oft hab ich die Handcreme in Gebrauch. Das ging alles so schnell und schon stand ich im Gschäft. Denk mir noch, sie zückt jetzt gleich das richtige für mich aus der Schublad, da holt sie unterm Ladentisch schon eine Waschschüssel hervor. Eine Flasche in der Hand mit sicher einer Speziallotion, lächelt und spricht wieder, wie schön in der Verkaufsschulung gelernt: „Bitte waschen sie sich vorher noch die Hände mit der Super Aqua Hands und Anti Aging von Guerlain.“

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DANKE!

Das hat aber Zeit gekostet. Grad wenn mans eilig hat. Ich machte auf dem Absatz kehrt und “ Auf Wiiiiedaschauuun“. So viel zu dem, das ma eben nix gschenkt bekommt. Nicht mal in Ruhe Klotzen kann man mehr ohne, wie auf dem Jahrmarkt angeleiert zu werden. Dabei hats an ganz adretten Eindruck gmacht. Groß, schlank, schwarzes Kostüm, Haare geleckt und gerochen wie die ganze Parfümerie im Blazertascherl.
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So viel zu den stationären Verkaufstechniken

im Einzelhandel. Um einen Vergleich in der Partnerbörse zu starten, ist dies ein gutes Beispiel. Das Proberl = Kennenlernen, die Speziallotion = Charakter und die Verkäuferin = Familie. Wie hoch ist der Preis?
Ja da kommt dann die psychologische Preisverkleinerung ins Spiel. Das heisst im Klartext: Je exclusiver die Verpackung, je bekannter der Name, um so eher wird man probieren, um irgendwann festzustellen, das jeden Tag a Stamperl Oil of Olaz genau so hüft.

What???

Du musst englisch lernen. Warum? Weil englisch die Weltsprache Nummer eins ist und weil fast alles im Internet englisch erklärt wird. Aber das in meinem Alter ? Macht es Sinn, wenn ich gar nicht da hin komm, wo englisch gesprochen wird? Eine Freundin von mir, die diese Sprache ganz passabel beherrscht, trifft sich jetzt wöchentlich in einer privaten Gruppe, wo nur englisch gesprochen wird. Sie erzählen sich einfach die Vorkommnisse der letzten Wochen. Manchmal sehr lustig weil immer wieder ländliche, heimische Ausdrücke ins Gespräch kommen, die es im englischen ja nicht gibt.
„gneißn“- „odln“ – „Bletschn“ – „Schragn“ – usw.

Tafelschriftzug Shit

Aber ich komm doch mit meinem „Lugner-Englisch“ ganz gut über die Runden

Ja, ich weiß, ich könnte es noch besser lernen, aber, aber, aber, ganz einfach, mi gfreits net. Auch wenn ich mich täglich grün und blau ärger. Wenn ich beim Schreiben nicht weiter komm, weil der Support wieder nur auf ENGLISH ist und der „Translate“ noch an größern Blödsinn schreibt, als ich versteh. Ich hab´s ja eh schon x-mal angefangen. Einmal bin ich sogar extra nach Salzburg gefahren. Das war für mich damals, wie für andere ein Flug nach New York. Jaja, die große weite Welt, wenn jemand weiß wo Alkersdorf liegt.

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Alleine der Teacher war ein Hit

Der war irgendwas in der Europäischen Union, er hatte so eine Flagge auf dem Koffer. Wir waren zu zweit gefahren und unser Teacher fing mit meiner Nachbarin eine kleine Unterhaltung an:“Where are you from?“ – „Aus Sant George“. – „Where does the Name come from?“ – „From the Dragon Slayer“ – „Whats the Drakenkiller???!!“ Das war das letzte, an das ich mich vom Kurs erinnere. Dann meinte eine Freundin mal:“Hör einfach nur Musik auf englisch, da lernst du ganz einfach mit.
Ja ich höre, und höre und höre. A gat the Bauer usw.

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Früher suchte ich lange nach der Tür dazu.