Probier´s mal mit Halblang

Anstrengende Ganztagstouren hat Provinzmadame abgehakt, heute sind ihr Halbtagstouren lieber. Kleine Wanderungen zu den Kraftplätzen am Attersee. Diese teilt sie in Themen und lässt den Tag damit, manchmal zum „Einsichtstag“ werden.
Jaja, die Pensionisten haben´s eilig und fabrizieren eigenen Freizeitstress, dieser aber, ist eine gesunde Belastung: Der EUSTRESS. Das ist positiver Stress.
Darum empfiehlt Provinzmadame vielen beim Wandern FDH: Geh-Die-Hälfte!
Für viele im Alter gesünder, sie denkt hier ans Übergewicht oder zu wenig Ausdauer. So wie man die Hälfte vom Schnitzel oder Tortenstück isst, geht man auch „nur“ die Hälfte Wandern. Gemeint sind, keine Wanderungen mehr auf über 1500 Höhenmeter.
Wer dann seinen „Konsum“ noch zur Hälfte reduziert, bei allem versteht sich, fördert damit seine Gelassen- und Zufriedenheit. Diät nur halten, um Miesmachern aus dem Weg zu gehen, oder wenn sie gesundheitlich notwendig sind, alles andere ist nur: Geschäftemacherei!

Probier´s mit der „Halbheit“

Die Stimmung mit diesem kleinen Zeitfenster heben. Da genügt oft schon ein „Fünf-Minuten-Tratsch“ am Handy um Kraft zu tanken. Aber gelegentlich sind diese fünf Minuten doch zu wenig. Nämlich dann, wenn Provinzmadame das Gefühl von Unzufriedenheit beschleicht und sie diese Gedanken einbremst mit: Geht es nur ihr schlecht? Was könnte sie tun? Dann denkt sie an ihre Schwester, diese sitzt seit einem Schlaganfall, halbseitig gelähmt im Rollstuhl.

Geschenk Nummer 4 ist Mitgefühl und Kuchen

Aus dem Buch: 29 Geschenke, wie ein Monat des Gebens das Leben heilen kann.
In so einer Phase blättert sie darin und ist überzeugt, es könnte denen helfen, die glauben, sie haben von allem zu wenig. Weil man erkennt, das man eigentlich schon alles besitzt, wenn man gesund ist. Also bringt sie keinen Kuchen mit zu ihrer Schwester, sondern macht Ausflüge mit ihr. Sollten das Gefühl des „Dazugehörens“, bei ihrer Schwester stärken. Zwar nicht jede Woche, aber doch einmal im Monat. Da wären fünf Minuten wirklich nicht angebracht und ja, es macht Umstände. Alleine die Überlegung, wie und wo man mit dem Rollstuhl, ins Restaurant und zur Toilette kommt.
Außerdem, wer ihr hilft wieder, den Rollstuhl zurück in den Kofferraum zu bugsieren?

Das ist alles nichts,

gegen das, dass sich Provinzmadame frei bewegen kann, unabhängig ist und in ihrem „eigenen Reich“ lebt.
So zweigt sie gerne ihre kostbare Zeit für das Wichtige ab, ihre Familie, denn da hat immer wieder mal, jemand Hilfe nötig.

„Nächstenliebe lebt mit tausend Seelen, Egoismus mit einer einzigen, und die ist erbärmlich“ – Marie von Ebner-Eschenbach

Ausflüge die noch „problemlos“ waren
Meine große Schwester




Posted

in

by

Comments

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

%d Bloggern gefällt das: