UNKAPUTTBAR – wär ein Traum

Die Vase auf dem Bild, gabs auch in groß. Leider rutschte sie dem Kellner beim Umräumen, aus den Händen. Das filigrane Kunstwerk aus Porzellanblumen, wovon überall die Splitter lagen und bei der Besitzerin, Ärger, Wut und schließlich auch Tränen hervorriefen. Tja – halten nur Träume ewig?

Naja, wo kämen wir denn hin, wenn alles ewig und drei Tag lang halten würde? Obwohl, da gibt es Leute, die leben „ihre Tage nur ab“, so, als gäbe es kein Morgen. Die einen machen Jobs, wo sie sich nie entfalten können. Andere leben in Beziehungen, in denen ein gegeneinander – statt miteinander herrscht. Dinge gekauft werden, die sie nicht brauchen, nur um Lücken zu stopfen, die sie nicht sehen wollen.

Wo bleibt die Freude auf etwas? Die Neugier auf Neues?

Dabei würde es genügen, mal einen Raum neu zu gestalten, ein Regal umzustellen und der Blickwinkel wird sich ändern. Provinzmadame liebt diese Veränderungen, nur in Beziehungen, da ist sie „spießig“. Mag das Verlässliche, das Beständige. Das gibt ihr Sicherheit und nährt den Glauben an Mr. Big.

Verbindungen sind daher keine Maschinen, die ständig optimiert werden müssen. Nein, sie atmen, wachsen – oder brechen. Wenn man sich heute umschaut, bekommt man aber immer öfter das Gefühl, dass viele gar nicht mehr bereit sind, sich einzulassen. So, als wäre gut, nicht mehr gut genug. Und deshalb ständig auf der Suche nach etwas Besseren sind.
Etwas, das von allein funktioniert und „ewig“ hält.

Jaja, Männer wie Frauen sind gut darin zu meckern – nur sich selber verbessern, das tun die wenigsten.
Dann liegt es oft nicht mehr in den eigenen Händen und erst zeigt einem der Körper und später die Seele, dass der Punkt, oder „Blafon“, wie Provinzmadame es ausdrückt, erreicht ist. Dann wird der, der am Boden liegt, immer leiser.

Was tun, wenn alles „kaputt“ ist?

In manchen Beziehungen lohnt sich eine Reparatur. Die Lebenserfahrung lehrt uns, ob Festhalten – oder Loslassen klüger ist.
Dabei wäre es viel besser, das Wertvolle gar nicht erst zu verlieren.
Von Anfang an, gemeinsam zu rudern, bevor das Boot Schlagseite bekommt. Aufhören, das Glück beim anderen zu suchen und zu hoffen, dass der andere alles repariert.

Wer eine zerbrochene Beziehung kitten will, wie eine Gartenkugel, tut gut daran, zu erkennen, dass sie danach genauso schön ist – samt Macken.
Hier ist ein Gedanke aus Japan schön:
Kintsugi – eine Technik, zerbrochene Keramik mit Gold zu reparieren. Was bricht, wird hier nicht versteckt, sondern sichtbar veredelt. Fehler als Teil der Geschichte sehen. Risse als Erinnerungen. Schönheit durch Brüche.
Statt Vorwürfen, Dankbarkeit zeigen, dass man wieder eine Krise gemeistert hat.

„Krisen meistert man am besten, indem man ihnen zuvor kommt.“
— Whitman Rostow

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