Oaschmoizknedl*

Oder a „Blinds Bratl“ – Zweiteres gab´s bei uns Montag´s, weil Sonntag das ganze Fleisch aufgegessen wurde. Knödl und Kartoffel mit Saft, ohne Fleisch, war uns Kinder sowieso lieber. Aber was heutzutage auf dem Speiseplan steht und worüber sich die Leute Gedanken machen, entlockt mir ein Kopfschütteln. Wer keine anderen Sorgen hat, macht sich halt welche ums Essen. Im Ernst, wozu Überlegungen anstellen, wo sich die Gesellschaft sowieso um nix schert?
Hemetsberger Abtsdorf.jpg

Absurdistan ist nicht weit weg

Wo die Hendl herkommen und was im Eis drinnen is, geb ich zu, darüber hab ich noch nie nachgedacht. Ich verlass mich auf die Leut, das kann man bei uns noch. Da sind die Hendl wenn´s „durchgrillt“ sind, frei von Salmonellen und im Punschkrapfaleis ist echter Rum drin, kein Aroma. Das interessiert die Badegäste, genau die, die ihre Parkuhr alle zwei Stunden nachstellen, weil, sie wollen nicht „beschissen“ werden. Darum lässt mich vieles so kalt wie den See. Also, keine Sorgen, nur wundern, net ärgern.
Feuerwehr

Leichtigkeit kann man leider nicht impfen

Froh sein sollte heute jeder, der alles essen kann, ohne Magenkrämpfe, Blähungen oder Ausschlag zu bekommen. Manche reden sich aber auch nur ein, dass es am Esseln liegt. Auch darüber brauchen wir uns keine Sorgen machen, Hilfe gibt es genug. Die gecoachte Generation wächst heran. Ernährungsberater, Energetiker, Lichttherapeuten, Farbtherapeuten und Body Talker. Sollte man sich durch irgendeine Situation überfordert fühlen, geht man zu Letzterem, der schickt die Sorgen dann gen Osten.

Hokus Pokus Zaubernokus

in Gesellschaft der Frohnaturen bleiben

Doch, auch der stärkste Optimist kann Schwerblütler nicht ewig aufheitern. Darum zum Leitsatz machen: „Essen und tringa, hoit Leib und Seele zsamm“.

Für die Morbideren unter uns: „Hirn mit Ei“ (würg, speib, ekel)
*Oaschmoizknedl = Eier in Schweineschmalz mit Zwiebel anbraten, abkühlen lassen und als Fülle für die Semmelknödel verwenden, mit Sauerrahm-Soße und grünem Salat anrichten.
Als ich sie das erste Mal gekocht habe und meine Tochter aus der Schule heimkam mit der Frage: „was gibst Heute?“ Ich, stolz weils mir so gut gelungen sind: „OASCHMOIZKNEDL“ sagte, kam promt: „Na wäu, de iss i net“

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