Mit Dir verschwend ich meine Zeit am liebsten

Kaschmirweib, Kaschmierweib, du bist mein liebster Zeitverteib*. Ich bin mit drei Brüdern aufgewachsen. Der Ältere war ein Zornbinkl sondergleichen. Er vermöbelte jeden sofort wenn er ihm etwas entgegen brachte, und da war es wurscht wer es war, das konnte später auch der Chef sein. Der Mittlere war Pragmatiker, er zeigte mir mal zwei Fotos von verschieden Frauen, die eine blond, die andere dunkelhaarig, und sagte dann dazu: „Diese zwei Frauen, zu einer Person vermischt, wäre die Idealfrau“. Ich war damals dreizehn (Kopfschüttel) Ja, und der Jüngere hat´s auch in sich ghabt, der hatte einen Frauenverschleiss, das wir mit dem Türen öffnen und schließen nicht mehr nach kamen
(Also legten wir dann einfach einen).

Tja, was hab ich daraus mitgenommen? Vielleicht ein wenig Männerdenken? Wie denken denn Männer? Ich für meinen Teil meine „pragmatisch“. Ja, und so denk ich mittlerweile auch. Was ist da schlecht daran? Gar nichts. Vor allem kann kein Frust oder Unzufriedenheit auftauchen. Außer Gefühle, ja die melden sich ab und an, sie können hin und wieder lästig sein, besonders wenn sie da auftauchen, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann. Und dann reagiert man emotional. Sind jetzt Gefühle und Emotionen gleich? Anscheinend nicht. Emotionen sind körperliche Reaktionen, die auf einen Reiz folgen und nach außen sichtbar sind. Eifersucht etwa ? Trotz Pragmatismus – Gefühle? Phhhuuu, kompliziert.

Denn, pragmatische Liebe stellt nicht die Liebe über alles, sondern versucht all das, was wichtig ist, gut auszubalancieren. Pragmatische Liebe lässt den Menschen über Kränkungen hinauswachsen, meidet übertriebene Hoffnungen und Sehnsucht und ist daher auch immuner (genau lesen, immuner nicht immun ;-)) gegen Eifersucht, Angst und Wut. (Im System der sechs Liebesstile des kanadischen Soziologen John Allan Lee ist pragmatische Liebe, Pragma, einer der sechs Liebesstile.)

 

Für alle die jetzt a bissl schockiert sind über so viel Pragmatismus, möcht ich noch was auf den Weg mitgeben:“ Den Ruf der Frauen, machen Frauen“. Den Herren der Schöpfung ist es wurscht, Hauptsach rund, gsund und willig, oder?

*von Götz Widmann

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