Wofür nehmen wir uns Zeit? Richtig, für das wozu wir Lust haben! Dazu fehlt uns nämlich selten die Motivation. Nur sind wir manchmal hin und hergerissen zwischen Vorhaben und Interesse, was dann? Das WARUM – liefert uns die Gründe!
Ein passendes Beispiel ist die „Untersberg-Überquerung“ von Provinzmadame, ein „Gewaltmarsch“ – wie sie ihn heute noch bezeichnet. Schon Monate davor schwärmte eine Freundin, weil sie unbedingt da hinauf wollte. Zu so einer Wanderung aber, fehlte Provinzmadame jede Motivation, noch dazu wenn es „Oben“ keine Einkehrmöglichkeit gibt. Da hält sich ihre Begeisterung in Grenzen, denn so etwas, ist eher eine Höchststrafe – als Gipfelsieg für sie!
Außerdem ist bei solchen Touren der Rückweg meist genauso anstrengend, durch das pausenlose: Auf und Ab.
Im Alltag ist es nicht anders, nur das hier die Mitmenschen für „Unebenheiten“ sorgen.
Wie finde ich mein WARUM?
Ob etwas gelingt oder nicht, liegt daher nicht nur am Willen, sondern am: Warum!
„WARUM“ hab ich damit angefangen und WARUM aufgehört?
Die Gründe für die Überquerung von Provinzmadame waren:
1. Die Freundschaft
2. Wollte sie auch mal eine „Überquerung“ machen, um mitreden zu können und
3. übte der „Untersberg“ seit jeher eine große Anziehungskraft auf sie aus, besonders dann, wenn sie ihn von der Andreas Kirche in Steinbach – erblickte.
Ehrlicherweise muss sie zugeben, dass ihre Freundin vorher noch erfuhr, dass da „Oben“ – doch eine Hütte steht 😉
Tja, wenn wir also etwas wollen finden wir Gründe und Wege den „Teufel“ im Hinterstübchen zu ignorieren.
Denn: Der Wille sitzt nicht hinterm Busch, sondern hinten im Hirn!
Ergo: „Wer will, findet Wege, wer nicht will: Ausreden!“.
So mancher Gipfel verlangte ihr Kräfte ab
Meistens, die „Krisengipfel“ im Leben. Mountainbiken war dann ihr Ausgleich, heute noch eine große Leidenschaft. Dazu braucht sie keine Überwindung, obwohl sie bei einigen Steigungen aufgeben wollte – manchmal tat sie es sogar, im Glauben, es nicht zu schaffen.
Irgendwann fing sie dann an, sich nur noch auf die Strecke zu konzentrieren und nicht ständig auf den entfernten Gipfel zu blicken. Es war ihr Wille, der sie größer und stärker werden ließ, als ihre Schwäche.
Zu dieser Zeit war sie auch keine dreißig mehr, aber auf Medaillen, war sie sowieso nie scharf.
Sie wollte es einfach nur „auf den Gipfel schaffen“ – wie viele andere auch. Und sollte sie dabei mal aus dem Sattel sein, schrumpfte das Selbstvertrauen nicht, im Gegenteil, es wurde stärker, weil sie es ja nach „Oben“ schaffte.
Bei besonders anspruchsvollen Touren flüsterte sie eine Metapher vor sich hin:
„Die Kraft muss in den Beinen sein“ – ein „Sager“ aus dem Buch „Tour des Lebens“ von Lance Armstrong.
Außerdem hält sie sich noch an den Rat eines guten Freundes:
„Man fährt immer da hin, wohin man schaut“ – das ergibt automatisch jedes „Warum“.
„Frage nicht, ob du kannst, prüfe lieber, ob du willst“ – Wolfgang Schuch


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