Hab ich Dir heute schon gesagt…

Das ich stolz auf dich bin? Das du es super gemacht hast? Damit einen riesen Gefallen? Nein? Dann wird`s Zeit, denn Lob und Anerkennung ist wie Hühnersuppe. Spornt an, motiviert und hält einen ganz leicht bei guter Laune. Einige benutzen es als „Schmiermittel“, gut dosiert und systematisch, aber nicht selbstlos. Von „das haben sie super gemacht“ bis „ich könnte das nicht so gut“ sind Sätze, die gerne benutzt werden um Mehrleistung zu erhalten. Fpr viele liegt der Ansporn dann, es weiterhin „so gut“ zu machen oder mehr, auf der Hand.
Luftballons im Wasser

Wahr oder nicht wahr?

Wie oft haben Kunden im Geschäft gemeint:„Das sagen sie nur, weil sie verkaufen wollen“ oder „Sie werden ja bezahlt dafür“. NEIN! Muss man heutzutage im Verkauf seine Meinung und Komplimente verteidigen? Lob das wir aussprechen, begründen? In dieser Leistungsgesellschaft nicht verwunderlich. Keiner glaubt mehr eine „wertfreie“ und freundliche Äußerung. Heute heisste es: Keine „Kritik“ = Alles gut. Doch schon früher kam auf ein Kompliment diese Frage: „Was magst denn trinken?“. Alles muss einem Zweck dienen oder haben. Wenn man alles besser machen will, ist man bald bei: „Gut ist nicht Gut genug“.
Wer da nicht selbstbewusst ist, kommt da leicht unter die Räder.
Tafelschriftzug Shit

Nett, ist die kleine Schwester von Scheiße

Selber Mutter weiß ich, wie man mit Lob Kinder anspornen kann. Richtig dosiert kleine Meister hervorbringen. Zu viel aber, selbstherrliche Monster heranwachsen lassen. Mit Verstand loben ist nicht einfach und Schmeicheleien von ehrlichem Lob zu unterscheiden, leider auch nicht. Manipulationen aus dem Weg gehen, erfordert viel Menschenkenntnis und Selbstvertrauen. Wissen, was man wirklich gut kann und was nicht. Dann kann ein dahingesagtes Kompliment wie: „Das haben sie hervorragend gemacht“ einen nicht verleiten, kostenlose Mehrleistungen zu erbringen.
„Tadeln ist leicht, deshalb versuchen sich so viele darin.
Mit Verstand loben ist schwer, darum tun es so wenige“
Anselm Feuerbach

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