Sweet Memories

Augenblicke bewusst erleben, dann bleiben sie auch im Gedächtnis. Auf einer Bank, zu Zweit den Sonnenuntergang erleben. Die Minuten unvergesslich. Eine kleine Region im Gehirn, der Hippocampus, wird es beschriften und aufbewahren. Gemeinsame Erlebnisse rufen oft Verwunderung hervor, weil für den einen wahr, für den andern nicht. Das Selbe gesehen, mit dir gesprochen und dennoch war sein Unterbewusstsein nicht genug beeindruckt, um es zu speichern. Kann aber auch sein, dass er in der Zwischenzeit intensivere Erlebnisse hatte. Hmm

An Ungewöhnliches erinnert man sich immer

Oder, wenn man etwas das erste Mal gemacht hat. Eine Ballonfahrt, ein Urlaub, das erste Rendevouz oder wenn einem das neue iPhone, in hohem Bogen aus dem Vierten geworfen wird. Es kommt aber immer was dazu, der Alltag wird „überschrieben“, wenn es nicht intensiv oder interessant genug war. Wird vergessen und hat so, fürs Hirn nicht stattgefunden. Die Polizei kann bestätigen, dass Zeugenaussagen nach einer Woche nicht mal dem Vorkommnis ähneln, geschweige dem Täter. Augenfarbe oder Haarfarbe erfunden werden, weil die Erinnerung es einem so vorkramt. Dieses Täterbeschreibungsblatt ist dann für die „Würscht“. Es gibt Menschen, die erinnern sich nicht mal an die Unterwäsche, die sie grade tragen. Ich hab angefangen, nur mehr Schwarz zu tragen, falls wer fragen tät 😉

Die Verherrlichung Verstorbener, erschreckend

Da bleibt mir bei manchen der Mund offen stehn. Tyrannen sind auf einmal liebevolle Väter gewesen und hysterische Zicken, zärtliche Gespielinnen. Frag mal Familie oder Freunde über ihre Verwandten, du wirst dich wundern was da kommt. Ich werde das Trauma meiner weißen Baumwollstrumpfhose nie vergessen. Viel zu groß und zu lang, Falten an den Waden, hab ich sie samt den schwarzen Schuhen meines Bruders anziehen müssen. Dafür gibt es sogar einen Beweis:
Meine kleine Schwester im Erstkommunionkleid und ich so daneben, Schande aber auch, in dem Aufzug!
„Manchmal kann man die Vergangenheit mit den Sinnen festhalten. Die eine riecht nach wohltuender Erinnerung, die andere stinkt zum Himmel“
Ernst R. Hauschka Lyriker

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