10 Minuten im Z4

Die reichen mir völlig! Mein Körper ist nicht mehr fit genug für einen Roadster, für lovemylife anscheinend schon. Ein Ausflug, um Freunde aus der Karlich-Show zu treffen. Kurz mal, Chiemsee wir kommen und das im Roadster ohne Navi. Das rächt sich, spätestens in Eggstätt oder Halfing, wenn man da angekommen ist. Die illustre Gesellschaft, das gute Essen und der exquisite Wein, waren es jedenfalls wert. Leider verleiten mich solche Anlässe dazu, Tanzeinlagen in späterer Stunde zu machen.

Leisten mögen keine Gummisohlen auf Teppich

Bis halb Zwei sollte man die Feste nicht mehr feiern, wie sie fallen. Es gibt nämlich einen Morgen danach und den halten viele nicht mehr aus. Auch mein Körper, nimmt eine Entschuldigung nicht mehr an. Zum Frühstück stake ich eher, als gleiten übers Parkett. Mit den Pumps in der Tasche, haben die „Flachos“ heute ihren Auftritt. Meine Verabschiedung ist kurz, will nur mehr schnell zum Auto, um unbemerkt in den Schlitten zu kriechen. Hölle, Hölle, Hölle, Beweglichkeit und Grazie sehen anders aus. Jaja:
„Gerne der Zeiten gedenke ich, da alle Glieder gelenkig bis auf eins. Doch die Zeiten sind vorüber, steif geworden alle Glieder, bis auf eins“ – natürlich von Goethe.

Schnauf, ich sitz drin, Gottseidank

Doch die richtige Odyssee, retour ins Heimatland beginnt erst, Frauenlogik ist eben anders. Ohne Plan und Navi, aber mit viel Enthusiasmus. Nach dem Motto: „Wir folgen dem Dem Auto, dass beim herfahren, auch vor uns fuhr“. Sind ja auch aus unserer Richtung gekommen und wohnen in Salzburg. Keine zwei Kilometer später, kehren sie um. Logisch, ihnen nach, wir auch. Nach zehn Kilometer wieder ein Stopp. Was ist los, haben die ein Problem mit ihrer Karre? Alex steigt aus, schüttelt den Kopf und fragt überrascht:

„Folgt ihr uns etwa?“

Ja, freilich! Super, sie fahren aber nicht zurück nach Salzburg, sondern zu Freunden nach Freilassing. Die Beiden beim Blick in den Rückspiegel, kann ich mir vorstellen: Gelächter und Bestätigung des Provinz-Klischee´s. Zwei „Überwuzelte“ in einem Schlitten hinter ihnen, der Jüngeres vermuten lässt. Doch wir müssen ihnen sympathisch gewesen sein, sie hätten auch erst nach fünfzig Kilometer fragen können. Zumindest wissen wir heute, wo Piding, Bayrisch-Gmain und Schneitzelreuth genau liegt.

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