We are going to Ibiza

Vor 37 Jahren saß ich das erste Mal in einem Flieger und das gleich Ibiza. Die Nacht zuvor mit Freunden in München durchgemacht, damit wir nicht Morgens um vier, unausgeschlafen zum Flughafen hetzen mussten. Am Gate drei Pärchen, eine explosive Mischung, die auf den Abflug warteten. Sah das erste Mal ein Flugzeug aus der Nähe, meine Augen bekamen „basedowsche“ Ausmaße. Das Herz fing zu rasen an, als der Vielflieger in der Gruppe mutmaßte: „O Gott, a Hapag Lloyd, de bricht wahrscheinlich beim Start scho zsamm.“ Ich hatte nicht wirklich Angst, denn das Einzige woran ich mich heute noch erinnere, waren die Luftlöcher: Cool 🙂

Kurz mal große weite Welt geschnuppert

Ende der Siebziger, mit viel Vorfreude auf die Insel der „Freiheit“ fliegen. Verrückt gekleidete, meist tagsüber schon „eingrauchte“ Leut. Die Ankunft in der Unterkunft, der Anfang einer 14-tägigen Party und an der Pool-Bar „Dauerrausch“. Es kann nicht anders gewesen sein, wenn man sich nur mehr an Hin-und Rückflug genauer erinnern kann? Allerdings war mir beim Rückflug nur schlecht, genauer gesagt: Speiübel. Neun Monate später: gwusst warum.

Meine Errungenschaft: Ein gelber Overall und eine Uhr

Die hab ich auf der Terrasse einem „Dealer“ abgekauft hab, um satte 300,- Schilling. Funktioniert hat das Ding so lang, wie er brauchte, um um die Ecke zu verschwinden. Das kann nur die Luftveränderung bewirkt haben, so weit weg von Zuhause? Da flattert einem das Papier zwischen Daumen und Zeigefinger von alleine weg. Dabei träumte ich vom Vielfliegen:
Mallorca, Afrika, Amerika, Neuseeland Dubai oder Griechenland. Die folgenden zwanzig Jahre aber, verbrachte ich in einem Dorf, in der Nähe vom Attersee. Statt Meeresbrise Landluft und statt „Eingrauchte“, Bauern die Schnaps tranken, mit Strohhut in Gummistiefeln.

Irgendwie, irgendwann, irgendwo

Wenn Frau eine Familie gründet, sind die Nächte nicht mehr zum Feiern da, sondern zum Schlafen. Ich habe das Leben Zuhause mit den Kindern geliebt, doch zwischendurch, hab ich von der Leichtigkeit des Seins auf Ibiza geträumt:
„Una Cuba Libre por favor, molto Karusello, du vastehn“

Das war ein Erlebnis, um 11:00 Vormittags an der Pool-Bar

.

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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