Heute: net gschimpft, is a scho globt

Normalerweise versteht man unter Lob Zuspruch für eine Leistung und das, sollte einen weiter anspornen. So lange sie denken kann versuchte Provinzmadame, aus Miseren im Leben, das Beste zu machen.
Wenn sie dabei an ihre Töchter denkt, findet sie, die sind ihr „gut gelungen“. Bis heute war keine im Knast und Beide stehen auf eigenen Beinen. Haben Anstand und Respekt, vor allem aber die Gewissheit, dass sie etwas Besonderes sind. Mit aufrechtem Gang, Kopf im Nacken und die Arme locker an der Seite, sind sie meist zufrieden und haben Freude im Leben.

Es war Intuition, Erziehung und viele „RATGEBERN“, mit denen es Provinzmadame schaffte, ihren Kleinen beizubringen, dass man grüßt, wenn man jemandem begegnet, egal ob man den Menschen kennt oder nicht. Am Lande ist es immer noch so: Mann grüßt Frau – Jüngerer grüßt Älteren und der Rangniedrigere den Ranghöheren, eigentlich: Grüßen hier ALLE!

Im Dorf redet man miteinander und kann trotzdem autark leben

Warum sollte man überhaupt noch Loben? Klar! Dazu erinnert sich Provinzmadame daran, als die Jüngere mal eine Ehrenrunde drehen musste, das sie übrigens nur, ihrem Professor zu verdanken hatte. Sie als Mutter, hätte sie sofort in eine Lehre geschickt, immerhin war sie sogar durch die Motorradprüfung geflogen, eigentlich typisch für das „gscheite Kind“, das stets meinte: „Des is so leicht, da bin i unterfordert“

Außerdem verliefen ihre Ausritte mit dem Pferd, auch nicht immer im Schritt. Einmal landete sie mit dem Gaul im Graben, wohlgemerkt, das Pferd fiel auf sie drauf, das kann nur Glück gewesen sein, oder der Besitz einer Rossnatur.
Bis heute ist sie fünfmal umgezogen und deswegen, nicht nur einmal „abgebrannt“. Dafür hat sie drei – mit „Sehr gut“ abgeschlossene Berufsausbildungen. Sie beginnt sie gerne immer wieder von Vorn.
Sollte man das negativ auslegen?

Auch die Ältere zerrte etliche Male an ihren Nerven

Besonders da, als sie sich kurz vor der mündlichen Maturaprüfung, ein Zungen-Piercing stechen ließ. Da war Provinzmadame der Ohnmacht Nahe und eigentlich da schon fast am Ende. Trotzdem ist sie stolz auf sie, denn ihre „Große“ kann mit Hunden sprechen und das: Perfekt 🙂

Deshalb kann sie getrost, glücklich und zufrieden mit sich und stolz auf die Zwei sein, weshalb sie gleich einen „Toast“ auf die Hundeflüsterin vom Attersee ausspricht:
https://www.canine-fellows.at/

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Die Neurobibliothek: Pubertät ist, wenn Eltern seltsam werden
Manfred Spitzer

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