Kellerfahrten sind nur einfach zu lösen

Als ich das Inserat las, wusste ich nicht, was mich hier erwarten würde: Patiententransport. Das stellte ich mir sehr interessant vor, hab ja gern mit Menschen zu tun, vor allem mit Lebenden. Bewerbung abgeschickt und, sofort aufgenommen. Heute weiß ich warum. Der erste Tag sehr ernüchternd, viele Erklärungen, in einem Krankenhaus mit über 1000 Betten, ambulante Fälle nicht mitgerechnet, nicht ohne.

Bei Anruf – Stiege 1- 2 -oder 3?

Nach einer kurzen „Einarbeitungszeit“ von fünf Tagen, kritzelte mir eine Kollegin im Lift, auf einem „Bierblock“, den Weg zur Stiege 3.
So musste ich am Gang versteckt, auf den nächsten „Auftrag“ warten. Patienten zur oder von der Untersuchung, MRC, MRT, Röntgen oder Ultraschall bringen. Pro Patient 10 Minuten! Abends war ich körperlich und geistig am Ende. Ob es am Bettenschieben oder an den „Irrfahrten“, weiß ich nicht mehr. Ja, so etwas hatte ich auch, eine „Fahrt“ falsch abgeliefert. Als ich den „den Auftrag“ zurückbrachte, äußerte die Stationsschwester überrascht:
„Mein Gott, die Arme lebt noch.“ Aber hallo, i bin doch ka Engelmacherin?!

Kein erster Nachtdienst!

Die Stunde der Wahrheit, was ist bei einer „Kellerfahrt“ zu tun. Die Route zum „Kühlraum“ wurde mir gezeigt. Die Vorstellung Nachts „hintenrum“ zu fahren, um nicht an Wartenden der Ambulanz vorbei zu kurven, lies Gänsehaut bei mir aufkommen. Der „Aufbewahrungsraum“ sah aus, wie der im Tatort. Vorbeifahren am Obduktionstisch, zu den „amerikanischen Kühlschränken“ an der Wand.
Der Chef öffnet eine Tür (Gottseidank leer) haut mir den Satz her:
„Falls einer beim reinschieben runterfällt, lass ihn liegen. Den richten die vom Tagdienst wieder auf.“ Herr im Himmer, lass es einen Alptraum sein.

Was machst du hier?

Drei Wochen, eine gefühlte Ewigkeit, die ich kurz vorm ersten Nachtdienst beendete. Schluss! Als Jobtesterin komme ich zu dieser Erkenntnis:
Ich glaube zwar nicht an ein Leben danach, nehme mir aber trotzdem Unterwäsche zum wechseln mit“ – Woody Allen

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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