Warum soll ich Verzeihen?

Vor einigen Wochen noch, ärgerte ich mich riesig. Ich freute mich über die vielen Rosenknospen, die gelben und rosazarten Blüten. Dann eines Morgens: Alle Knospen weg, gekappt. Auf einer Höhe bis zu einem Meter. Das Grundstück liegt am Waldrand, also dachte ich sofort an Wild. Ein Hase konnte es nicht sein, der Biss war zu hoch. Es musste ein Reh über die Rosen hergefallen sein. Des Sch… Rotwild, dachte ich. Gäbe es einen „Wildstopp“, hätt ihn gleich gekauft.

Aber geh, da schau her

Tags darauf geh ich wieder in den Garten, um Blumen für die Vase zu schneiden. Da steht das kleine Etwas vor den Büschen und starrt mich an. Hat sich nicht gerührt, nicht mal, als ich die Hand in die Hosentasche steckte, um das Handy herauszuholen. Erst dachte ich, oh Gott krank, Tollwut. Dann fiel mir ein, dass junge Rehe, also Kitz, in den ersten Tagen noch den „Drückerinstinkt“ haben. Also, bleiben flach am Boden liegen und, oder laufen nicht davon. Bleiben stehn wie „Rosa“, so nennen wir sie jetzt, eben weil sie unsere Rosen frisst. Nach dem Schnappschuss entfernte ich mich langsam und beobachtete, was es macht. Langsam stakte es aus dem Busch heraus und tappste in Richtung „Steingarten“. Dort machte es sich im Dickicht flach.

Wie ist das jetzt, mit dem verzeihen?

Wo bleibt die Wut, die man auf jemanden hatte? Ein Blick und alles ist vergessen? Wenn das ein Gen ist, hat sich das bei mir manifestiert. Anschaun mit großen Rehaugen, ich schmelze dahin und vergesse.
Bin ich zu dumm oder zu gutmütig? OK! Gutmütigkeit hat nichts mit Naivität zu tun! Ich bin halt eine sanftmütige Realistin, na und, aber auf Dauer, sollte man mich trotzdem nicht auf die Probe stellen.
Denn auch meine Geduld hat ein Ende und dann rauscht´s im Karton.
Host mi 😉
stoak wie a Fösn

Veröffentlicht von bewegend-begeistern am Attersee

Senioren Dolce Vita oder glücklicher als Gott Lebensfreude und Lebenslust, gemischt mit humorvoller und optimistischer Selbstironie. Humor, ist für mich das Salz in der Suppe des Lebens. Dazulernen, neue Erfahrungen machen und Stillstand vermeiden, so bleibt man auf der Herzspur. Denn Leben, findet auch noch ab Fünfzig statt und endet, definitiv nicht mit Sechzig. Als Mutter, Er-Lebenstrainerin, Animateurin und Wanderführerin, lebe ich am schönsten Fleck im Salzkammergut. Schreibe über Bewegungen und Begeisterungen im Leben und last but not least, die Liebe ab Fünfzig. Kann über den Tellerrand hinaus schauen und freue mich, sollte ich viele motivieren – animieren und aktivieren, ergo, bewegend-begeistern können.

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