Ein goldener Schlüssel öffnet alle Türen

Tja, den hätte ich vor ein paar Tagen gebraucht, als ich in Socken, mit dem Hund unterm Arm, vor der Wohnungstür stand und diese zuknallte. Dabei wollte ich meinem Bruder nur zeigen, welches „Schweinchen“ im Haus, den Teppich so verdreckt. BUMM!!!- hats gmacht, als der Luftzug seine Kräfte walten ließ. Dabei ist diese doofe Tür, eh so schwer zugangen. Bei jedem absperren, musste ich den Knauf zum Rahmen ziehen.
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Oh Gott, was jetzt?

Mein Bruder grinst in der Sekunde hämisch und fragt noch:“Das war aber jetzt nicht die Tür?“ – „Doch – SCH….. – alles drin, auch der zweite Hund“. So! Ganz ruhig, wenn ich nur nicht grad so not auf die Toilette hätte müssen. Also, was machen? Wer hat einen Zweitschlüssel? Meine Töchter, ergo die „Nähere“ wird angerufen. Geistig hab ich den Blick und die verdrehten Augen gesehen! Jetzt warten. So lange halt ichs aber nicht mehr aus. Also fährt mich mein Bruder, mit dem Hund unterm Arm, zum nächsten behinderten WC. Mit Socken und Hund, rein in die Toillette und dann wieder retour.
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Das dauert, wenn man wartet

Nach einer gefühlten halben Stunde, waren sie da, Tochter und Schwiegersohn. Ich hab die hochgezogene Braue bemerkt. Mein Gott, das ist mir das erste Mal in meinem Leben passiert! Noch immer den Hund am Arm, steh ich da und bin überglücklich als der Schlüssel in das Schloß gesteckt wird. Leider ist meines noch vom letzten Jahrhundert. Soll heißen, wenn Schlüssel innen steckt, kann von aussen kein anderer eingeführt werden.
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Glorreiche Idee

Pech! Aber, mein Schwiegersohn weiß sich zu helfen. Es gibt ja Kundenkarten! Nach der zweiten Demolierung schwand meine Hoffnung, in dieser Nacht noch in meinem Bett zu schlafen. Meine innere Nervosität fing zu wachsen an. Einen Hund am Arm, der andere in der Wohnung, der bei jedem Blick durch den Briefschlitz, seinen Kopf schräg hielt und ein WAU von sich gab. Letzter Ausweg, der Kran oder „auftretn“! Na, bitte net! Vor meinem geistigen Auge schon die kaputte Tür und die Mehrkosten. Das Aufsehen noch in der Straße, wenn der Schwiesu mit dem Kran antanzt, da steht die Polizei dann auch gleich da.
Euroschein

Einmal aufsperrn, bitte!

Allerletzte Möglichkeit, der „Hausmeister“ in spee. Er weiß alles! Ich, mit dem Hund, in Socken, vom vierten Stock runter und „Schrolli“ gesucht. Prompt stand er da, sein Tipp, der Schlüsseldienst von der Wohnungsgesellschaft. Anruf: „Der „Öffner“ für die Tür, is in fünf Minuten hier. Herrgott im Himmel, Universum, ich flehe dich an, lass mich heute noch rein! Endlich ist er da. Nach zwei Stunden im Stiegenhaus, war es endlich so weit. „Alle umdrehen bitte“ – (Ts – Trick Siebzehn mit Selbstüberlistung) NATÜRLICH funktioniert es so wie im Fernsehen. Hartes Blattl, den Türschlitz entlang geführt, bis es schnappt. HALLELUJA! Offen – keine zwei Minuten!
Was bin ich schuldig? Na geh, Schmäh ohne? 100 EURO
Korkensammlung

PS: Natürlich ging meine Tochter und mein Schwiegersohn noch mit in die Wohnung. Beim Abschied, bedankte ich mich noch recht herzlich und entschuldigte mich für die Umstände – „Danke, das passiert mir nie wieder“- sagt der doch glatt: „Wer weiß, wie oft dir das schon passiert ist“. Als ich alleine war, sah ich in der Küche die leeren Weinflaschen, da stand der Sack mit den acht Flaschen in der Küche, die ich nach dem aufräumen zurückbringen wollte, weil sie seit dem Winter unter der Bank standen. OMG

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