Hatte sie eine andere Wahl?

Im Leben gab es oft Momente, die Provinzmadame jede Illusion nahmen. Situationen, die sich dadurch auszeichneten, dass sie !keine! andere Wahl hatte. Mit einer Notwendigkeit konfrontiert, sofort zu handeln, ohne ein Zurück oder einer Alternative.
Zeiten, in denen sie sich dem Unvermeidlichen stellte, sei es aus Überzeugung oder durch das Fehlen anderer Möglichkeiten.
Eine der häufigsten Krisen, die uns keine andere Wahl lassen, sind unvorhergesehene Ereignisse. Man weiß einfach, dass man genau jetzt handeln muss, obwohl es schwierig ist.

Mit der Realität kämpfen

Der plötzliche Verlust eines geliebten Menschen, ein schwerer Unfall oder eine Diagnose, – solche Erfahrungen reißen einem aus dem Alltag und zwingen einen dazu, mit dieser Realität zurechtzukommen. Da kann man nicht einfach innehalten und so tun, als wäre nichts geschehen.
Sondern, man muss etwas tun, selbst wenn man nicht weiß, was. Das sind meist die Entscheidungen, die sich aus den innersten Werten und moralischen Überzeugungen ergeben. Auch etwas freiwillig ist, kann das schlechte Gewissen manchmal groß sein.
„Alternativen“ haben eine innerliche Bedeutung – widersprechen aber oft dem zu sehr, wer man sein will und wofür man steht.

Verantwortung fürs eigene Leben

Kürzlich meinte ein Teenager: „Du taugst ma, du hast dir nie was gschissen“. FALSCH!
Provinzmadame hat sich nur getraut und das, was für andere einfach wirkte, war ihr gesamter Mut, gemischt mit einem unguten Bauchgefühl.
Für ihre „Hauruck-Aktionen“ – hatte Provinzmadame nie Lorbeeren geerntet, denn viel zu viele, fühlten sich dabei überrumpelt.
Außerdem, sie war sich ja selber nie hundertprozentig sicher und hatte daher Zweifel an ihren Entscheidungen, besonders oft aber, sogar ein schlechtes Gewissen.

Da stand natürlich öfter die Frage im Raum: Was, wenn es die „Falsche“ war?
Mittendrin aber, ergaben sich oft noch andere Möglichkeiten, doch was Trennungen betrifft, dafür, gibt´s nie den richtigen Zeitpunkt.

Zu früh oder zu spät? Gehen oder bleiben?

Und auch wer noch so lange darüber nachdenkt und die „Für und Wider“ ewig abwägt, bekommt auch kein perfektes „Ergebnis“ hin.
Wie oft malte sich Provinzmadame die schlimmsten Szenarien aus, besonders, wenn eine größere Veränderung anstand. Entscheidungshilfe war für sie immer die Frage:
Was würde sie mehr verletzen, bleiben oder gehen und womit würde sie – oder die anderen, am wenigsten fertig?“
Eines hat sie auf alle Fälle gelernt: „Ändere was, dann ändert sich was.“

Wer nie etwas gegen seine Enttäuschungen tut oder verändert, wird auch mit Familie, Liebe und Freunden ein trauriges Leben führen.

Mit mir, nie wieder

Sogar kleine Schritte bringen Veränderung.
Der Motor ist TUN und nicht nur reden, da hat jeder eine Wahl.
Schlimm endet es nur, wenn man Möglichkeiten die man hätte, nicht zu nützen und sich fürs „NICHTS TUN“ entscheidet.
Eine Frage wird sowieso immer offen bleiben:
„Wird es wirklich so, wie ich mir das vorstelle?“
Und wenn, sollte die Entscheidung doch nicht das gewünschte Ergebnis bringen, sollte man auch den MUT aufbringen und dazu stehen.
Für Provinzmadame gibt es sowieso nur diesen Leitsatz:
„Besser ist man hat, als man hätte!“

Abgestürzt und aufgewacht, ich merkt es spät genug,
wieder mal gestolpert, ich gebs zu.
Risse in der Seele, mit Make- Up im Gesicht,
ball ich meine Faust und sage:
Mit mir nicht! – Gitte Haenning. 

Sie ist noch lange nicht am Ziel


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