Die Seele kommt ins Gsicht

Nachdem ich weiß, was meine Seele wiegen könnte, schau ich mir mein Gsicht genauer an. Mittlerweile das Einzige, dass ich gezwungenermaßen nicht verhülle. Mein Spiegelbild soll zeigen wie ich mit Liebe, Freude, Reue, Stress, Wut und Trauer umgegangen bin. Ich habe viel kommen sehen und auch viel wieder gehen lassen. Der morgendliche Blick hinein macht mir nicht viel aus, obwohl, erschrecken tu ich schon: Wo ist das alles hin? Über Nacht?

Na dann, Prost

Ab 30ig ändert sich das Gsicht

Tja, „Mit Fünfzig hat jeder das Gesicht, das er verdient.“ Die kleinen Dippel am Kinn, Nasolabial und Lippenfältschen oder die Oberschenkel, die mir bei der Kerze entgegenkommen. Da steh ich morgens mit Sechsundvierzig vorm Spiegel und bin verblüfft: Zwei Dippel am Kinn? Tasten mit dem Finger, tut nicht weh, OHA! Seitdem, kontinuierlich alle Sieben Jahre einen Schub, bis zum Nächsten wärns dann noch drei? Uffzg
Mal schaun: „Das Gesicht – ein Buch des Lebens“

Alter Schwede

25 Gesichtsmuskeln zum Lachen

Davon betätige ich alle, die lass ich nicht rumhängen. Die Zornesfalte, nona, ist mir erspart geblieben, dafür sinds Schlupflider, die wahrscheinlich bald von den herabsinkenden Augenbrauen erdrückt werden. Meine Augen nur mehr „Sehschlitze“? Nur Ohren sollen am selben Platz bleiben, sie bilden die Konstante im Gsicht. Dabei hab ich gehört: Ohren und Nase wachsen ein Leben lang, nur der Kopf schrumpft?

Mimische Durchgeistung mit Fünfzig

Intelligenz ist im Antlitz nicht zu erkennen oder doch? Mehr als Kleidung und Gesten zeigt es, wer Du bist. Hmm, das Fettgewebe der Lippen rutscht ins Doppelkinn und daraus folgt oh Gott der „Truthahnhals“. Ich nehm´s nicht persönlich, jeder kommt dran und auch deine Feinde werden älter 😉
Nur Schauspielerinnen, die nicht: Sie rauchen und trinken nicht, haben solide Beziehungen, eine gute Ausbildung und leichten Umgang mit Stress. Ja und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Meine Lebensphilosophie: Dazulernen, lieben, beweglich bleiben und manchmal auch nachgeben können.
Der ganze Artikel„Was unsere Seele am schnellsten und schlimmsten abnützt ist: Verzeihen ohne zu vergessen“ Arthur Schnitzler
So ist es:
Die Gscheiten, kriegen a gscheits Gsicht, die Dummen a dummes, die Bösen a böses und die Lieben a liebes. Schön, diese Dorfweisheiten

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