Meine Schwestertugend

Jede Tugend hat als Gegenspieler eine Untugend. Großzügigkeit die Sparsamkeit, der Geiz die Verschwendung, ecetera, ecetera. Dann gibt es 7 Kardinaltugenden: Glaube, Liebe, Hoffnung, Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Die Schwestertugenden hier wären:
Hochmut, Jähzorn, Neid, Trägheit, Wollust, Völlerei und der Geiz.
Ich glaube, wie der Ausseer:
Dass aus an guatn Rindfleisch a guade Suppn wird“ – weil die Hoffnung stirbt zuletzt. Klugheit kann man leider nicht mit dem Löffel essen und Tapferkeit nur eines feigen Gegners Zugrunde liegen. Zum Schluss, die Mäßigung: worin, weshalb und wieso?

Das hat wieder mal weh getan

Übermut tut selten gut

Wer kennt nicht diese Phase, in der alles zu gelingen scheint. Kein Schritt weit genug sein kann. Das Ende selten gut und weil man fast nie sagen kann: „Glück gehabt“. Wie lebt sichs dann am besten? Können sich Charakterzüge die Waage halten? Spielt das „Gegenüber“ wirklich eine Rolle? Es heisst, wer gleiche Erfahrungen gemacht oder Entscheidungen getroffen hat, findet sich sympathisch.
Für mich gilt: Gleiche Ansichten und soziale Kompetenzen.

Alle gleich?

Wie die Mutter oder wie der Vater?

Mein Vater war jähzornig und meine Mutter harmoniesüchtig. Da hammas! Ich hasse Jähzorn und Geiz! Wenn einer strengere Worte gebraucht, ist das für mich das Aus. Was bin ich, eine Mischgulanz? Steckt nicht mehr in mir oder hinter mir? Wer oder was sind meine Schwestertugenden? Dazu müsste ich erst meine „Richtigen“ kennen? Nachdenkmal:
Großzügig, wenn ich das Nötigste zwischen Daumen und Zeigefinger hab, obwohl einige Freundinnen es Verschwendung nennen.
Harmoniesucht stimmt, möchte am liebsten alle und die ganze Welt umarmen. Mehr Wissen als Unwissen besitzen. Darum will beweglich bleiben, mit Herz und Hirn. Hab einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, der so manche Diskussionen eingebrockt hat.
Der Hass kann mir gestohlen bleiben und die Liebe, tja da passt wohl nur:
Nichts macht uns feiger und gewissenloser als der Wunsch, von allen Menschen geliebt zu werden“
Marie von Ebner-Eschenbach

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