Die sieben Säulen meines Lebens

Die Erste Säule: Das Erbgut, Vater, Mutter, Oma, Großmutter, Großvater und wer weiß wie weit noch zurück. Charakterzüge, Ähnlichkeiten und Talente sind da weitergegeben. Laut meiner Geschwister wurde ich doppelt „bestraft“ = OMMA und Tante Hilda, omg JESUS. Meine Erinnerung an Oma is nur mehr: Wenn sie Knödlbrot gschnitten hat, is ihr s`Nasentröpferl in d´Schüssel neitropft. Einmal is de Tochter vom Freund meiner Mutter vorbeikommen und hat das gsehn. Des hättets sehen sollen: Wäu,wäu, wäu is nausgstürmt bei da Tür und hat gschrien: „Von eich ess i kane Knödl mehr“ – Egal, wir a net, mei Mamma hats eh immer ins Traung gschmissn, war nur Beschäftigungstherapie. Aber i glaub, bevor i des gsehn hab, hamma wahrscheinlich a paar gessen. omg

Die zweite Säule

Talent zu improvisieren und immer etwas finden, dass ich gerne tu. Stimmungen entschärfen und Lockerheit in die Gesellschaft bringen. Umdenken, immer wieder anders denken. Situationen, die mir viel abverlangt und ich unbeschadet mit Entschlossenheit überstanden habe. Das was mir beigebracht wurde zu hinterfragen. Neuem nicht skeptisch begegnen, aber auch nicht gleich hinterherhecheln.

Die dritte Säule

Abgrenzung negativer Energien und mieser Charakter. So was hätt mir nie passieren können, wie einer Nachbarin im Dorf. Die verliebte sich in einen „Halbseidenen“ der sich nicht nur einen Harem hielt sondern sich mit irgendwelchen Machenschaften auch Körberlgeld dazu verdiente. Das Ende kam an einem Muttertag. Sie saßen grad beim Kaffee, da läuteten die Uniformierten, peinlich, das Auto vorm Haus im Dorf, sieht ja jeder. Ja, und dann kamens rein und ham ihn mitgnommen. Sie haben Diebesgut im Kofferraum seines Autos festgestellt und damit wurde allen schlagartig bewusst: Er war der schon lang gesuchte „Kronenzeitungkassenknacker“

Die vierte Säule

Energie, sie verbraucht sich auch schon schneller als mir lieb ist. Es ist noch genug da um immer wieder etwas zu beginnen. Meine Energie hol ich mir nicht nur vom Sonnenschein, sondern von guten Gesprächen, Reisen, Schlaf, gutem Essen und Bewegung. Nur in Gesellschaft begeben, die mir guttut und das Gefühl gibt gemocht zu werden. Mich mögen Mücken, Wespen mein Honigbrot und da Mechaniker mei Auto.

Die fünfte Säule

Regeneration dauert deshalb auch schon länger. Abläufe die sich oft wiederholen wie, Stress, Streit und Traurigkeit, fordern meine ganze Energie. Ist Körper und Geist gut „trainiert“ hab ich mehr „Abwehrkräfte“, ansonsten droht mir Abgeschlagenheit und Antriebslosigkeit. Daher muss ich zwischendurch immer wieder mal, Zeit nur für mich nehmen. Da tu ich einfach nix.

Die sechste Säule

Anpassungsfähigkeit und meine Visionen. Dazulernen, machmal gewollt, manchmal auch ungewollt. Ich bin offen für die Welt, seh Dinge kommen, die sich andere nicht mal vorstellen können und bin Innovationsbereit. Veränderungen im Leben müssen sein, sonst droht Stillstand. Weils mir nie schnell genug geht, muss ich mich oft daran halten:
Bist du Amboss, sei geduldig, bist du Hammer, dann schlag zu 😉

Die siebte Säule

Abschliessen mit der Vergangenheit und mehr für die Zukunft interessieren. Beziehungen nur mit Menschen, die mich auch nach Jahren nur an Gutes erinnern sollen. Nicht über andere definieren, sondern die sein, die ich wirklich bin.
„Mit dem Leben ist es wie mit einem Theaterstück. Es kommt nicht darauf an wie lang es ist, sondern wie bunt“
Seneca

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