Einsamkeitshausen?

Auferlegte Entschleunigung. Ab und zu lese ich Übersetzungen englischer Songs. One Way Ticket von Eroption, banal oder Chichitita von ABBA, im Jahre 1979, sogar auf Platz Sechs. Das erinnert mich an den ersten Urlaub im Süden. Zwanzig Lenze und zwei Wochen IBIZA – Santa Eulalia! Braungebrannt und ausgelassen, so hätte es mein Lebtag lang weitergehen können. Ein Gedanke, mit dem ich dort jeden Morgen aufwachte.

Spanisches Omlett

Die Stimmung: Mamma Mia, Ende August, Abends noch 20 Grad. Heut sind bei uns die Oktober-Abende auch so warm. Sogar im November weht noch manchmal ein laues Lüftchen. La Torreta, in Burgnähe, zum ersten Mal ein spanisches Omlett gegessen. Kartoffeln mit Eier, eine Leibspeise von mir, lauwarm meine Lieblingsvariante. Mein Appetit ist halt ein anderer, ich kann zum Frühstück schon Pizza oder Lasagne verspeisen. Die italienischen Gene?

Ibiza am Attersee?

Wirds Heuer wohl werden? Was wird es mit uns machen, diese für manche teilweise „Einzelhaft“? Fünf Tage sind erst vergangen und ich hab meine Wohnung auf den Kopf gestellt. In jedem Raum, an jeder Wand, hängen satt Familienfotos, Fitnessübungen. Erst wollt ich sogar das Bett umfunktionieren, zum Trampolin. Doch da war eine innere Hemmschwelle. Mir fällt das Schimpfen meiner Mutter ein, wenn wir „Bettenhüpfen“ praktizierten. Also, besser nicht, mein Lattenrost wird es mir danken.

Ich bin ein Hoptimist

Genieße meinen persönlichen Wellnesstempel: Meine 4 Wände 🙂 So schlimm ist Hausarrest heutzutage gar nicht. Was für uns Kinder damals Höchststrafe war, jetzt vom Staat auferlegte: Entschleunigung. Betrifft ja alle 🙂 Die Nachmittage am Balkon sind doch auch herrlich. Das Gezwitscher der Vögel war schon lange nicht mehr so deutlich zu hören. Das erste Mal heuer, sogar auf der Hollywoodschaukel eingenickt.

Schau auf Dich und dann auf die andern

Rücksicht, etwas das einigen abhanden gekommen ist. Hat die Erziehungsmethode versagt oder was geht in so einem Amöbenhirn vor, das die Konsequenzen nicht erkennt? Vielleicht das?
Stoßseufzer einer Amöbe nach den 27. Teilung: Wer bin ich und wie viele?
Karl Werner Dickhöfer

2 Kommentare

  1. Wie immer hat alles zwei Seiten – mir kommt das Vogelgezwitscher auch lauter vor. Vielleicht lachen sie uns Menschen aus und zwitschern, des hab’st jetzt davon! Daheim sein ist auch mal schön! Schönen Frühlingsbeginn Gabi!

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