…bevor man das Erreichte genießen kann? Tja, genau das, ist das Perpetuum Mobile in Provinzmadames Leben! Kaum ist etwas Ruhe eingekehrt und die Wogen haben sich geglättet, drängt sich schon der nächste Wandel auf. Warum taucht der Wunsch nach Veränderung, so schnell wieder auf? Ganz einfach, weil sie Weiterentwicklung braucht!
Neues lernen, gestalten oder entdecken will und ihren Blick dann automatisch auf das Nächste richtet. Manchmal hat das Vorherige, eigentliche Bedürfnis halt nicht erfüllt.
Anfangs ist sie ja davon überzeugt, dass der neue Job, das Umräumen der Wohnung oder die neue Frisur, das innere Gefühl verändern wird.
Doch wenn das Grundthema Anerkennung, Freiheit oder Sinn, ungelöst bleibt, taucht der Wunsch nach Veränderung halt schnell wieder auf.
Der Gewöhnungseffekt
Unser Gehirn gewöhnt sich ja erstaunlich schnell an Neues. Was anfangs aufregend und interessant war, wird später zur Normalität und zum Alltag. Da lässt die Begeisterung eben nach.
Wenn sich dann noch innere Unruhe breit macht, wandelt es die neue Beständigkeit in Stille um, auch wenn die Richtung stimmt. Dabei ist Provinzmadame sicher nicht auf der Suche nach dem perfekten Leben, sondern nur, nach IHREM Best Möglichen!
Sie ist: Eine „Scanner-Persönlichkeit“!
Ein Mensch der viele Interessen hat und ständig neue Ideen entwickelt. Abwechslung liebt und das Interesse schnell verliert, sobald etwas zur Routine wird.
Das ist doch super, oder nicht?
Will sie wirklich Neues – oder ist es nur das Gefühl?
Es ist eine Frage der Weiterentwicklung und keine Flucht vor Langeweile. Kreative Menschen erleben nun mal häufiger den Wechsel zwischen Begeisterung und den Wunsch nach dem Nächsten.
Veränderung wirkt zwar inspirierend – ersetzt aber auf Dauer nicht das Gefühl, mit dem Erreichten zufrieden zu sein. Darum träumt sie schon vom Nächsten, bevor sie das Erreichte überhaupt genießen kann.
Es ist keine Unzufriedenheit, sondern die Neugier, wo eine Idee unglaublich viel Energie freisetzen kann. Da taucht sofort das Gefühl auf: „Das könnte ich auch machen!“
Sie fängt an zu recherchieren, planen und ausprobieren und damit wächst die Begeisterung. Ist die Sache umgesetzt, taucht sofort der Gedanke auf: Und jetzt?
Provinzmadame liebt Möglichkeiten mehr als Wiederholungen
Daraus wurde ein Muster: Idee – Begeisterung – Umsetzung – Gewöhnung – Langeweile – neue Idee = Begeisterung.
Von außen wirkt das vielleicht sprunghaft. Dabei fragt sie sich selber:
„Warum kann ich mich nicht endlich mit einer Sache zufrieden geben?“
Doch genauso oft: „Muss ich das?“
Leider hat die Mehrheit verlernt, Glück zu erkennen und kann daher wenig, bis gar keine Glücksmomente fühlen.
Ihr Lebensmotto ist daher: Nicht irgendwann anzukommen, sondern herauszufinden, welche Wege es noch wert sind, gegangen zu werden.
„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“ – chinesische Weisheit


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