Familie, Freundschaften, Berufsleben: Ignorieren verletzt!

Es tut weh, ignoriert zu werden, weil man sich fragt: Was ist der Grund? Bestrafung? Eifersucht? Oder ist man einfach zu uninteressant, dass andere weder deine Meinung, noch deine Gefühle interessieren?

Nehmen wir an, bei einer Familienfeier möchte man seine Version der Geschichte erzählen, aber keiner hört zu. Es werden Treffen organisiert und man wird nicht mal eingeplant. Wahrscheinlich denkt man Anfangs, reiner Zufall.
Doch irgendwann erkennt man, das hat System. Nach Jahren sogar: Das ist Absicht!
Du bist nicht wichtig genug, körperlich zwar anwesend, aber schlichtweg uninteressant!

„Wie soll ich mich verhalten?“

Provinzmadames Charakterzüge veranlassen sie in so einem Fall, einfach weniger zu erzählen. Nur, beginnt da nicht eine Entfremdung?
Möglich, kommt darauf an, wie lange diese Dynamik schon herrscht.
Dauert diese über einen längeren Zeitraum, helfen auch gemeinsame Unternehmungen nichts mehr.
Wenn die Kluft schon so groß ist, sollte eine Entscheidung getroffen und die Farce beendet werden.

Eine letzte Chance wäre, das Ganze anzusprechen, wahrscheinlich aber, würde wie so oft in familiären Verhältnissen:
Der einen Hälfte nichts aufgefallen sein und die andere, alles abstreiten!
In diesem Fall würde Provinzmadame den Kontakt einfach reduzieren und sich nur mehr bei festlichen Anlässen blicken lassen.

Auch Freundschaften leiden darunter

Wem gefällt es nicht, wenn einem die ganze Aufmerksamkeit gehört.
Nur, wenn sich beim Freundinnentreffen immer wieder die selbe in den Vordergrund drängt, weil sie meint, sie hätte interessanteres zu erzählen, nagt das irgendwann am Selbstbewusstsein.
Was hätte man schon zu erzählen, wenn das letzte Jahr ohne besondere Vorkommnisse verlaufen ist und Familiengeschichten, sowieso keinen interessieren?

Hier würde Provinzmadame auch nicht anders handeln: Nicht mehr melden und die Treffen in Zukunft „schwänzen“.

Im Job ist es nicht anders

Hier erinnert sie sich an eine besonders unangenehme Geschichte. Ein Job, wo sie Anfangs die Kolleginnen noch zur gemeinsamen Pause abholten und dann irgendetwas vorgefallen ist, worauf sich alles änderte.

Denn: Die Mitarbeiterinnen gingen ohne ein Wort und ohne sie in die Pause, bis auf EINE, die holte sie nach wie vor ab. Es war ihr schon aufgefallen, dass sich eine Kollegin komisch verhielt, denn jedes Mal, wenn sie ihr in die Augen sah, kicherte sie und lief hochrot im Gesicht an. Keine Zornesröte, sondern Verlegenheit und Beschämung.

Nach einer Woche reichte es der „gutgesinnten“ Kollegin und sie erzählte Provinzmadame was vorgefallen war:
Ein am Stolz verletzter Liebhaber, verbreitet ein unverschämtes Gerücht in der Gegend um sich an ihr zu rächen.

Das ließ sie natürlich nicht auf sich sitzen und stellte den Mann zur Rede. Erzählte, wie „hochnotpeinlich“ eine Kolleginnen darauf reagierte und wie kindisch und gemein sein Verhalten war.
Danach war diese Kollegin für sie Geschichte, aber auch für einige andere und die, gingen solidarisch, mit DER, auch nicht mehr in die Pause!

Die Moral von der Geschicht:

Ignoranz in einer Beziehung: Wenn man nicht mehr wichtig genug ist, ist es an der Zeit zu gehen!
Ignoranz in der Familie: Wenn sie einen nicht dabei haben wollen, dann freiwillig wegbleiben!
Ignoranz unter Kollegen und Freundinnen: Wem meine Meinung, Leistung oder Anwesenheit nicht interessieren, oder nicht gut genug ist, zu dem sollte man:
Auf nimmer Wiedersehn sagen!

Andere mögen noch endlose Diskussionen führen, Provinzmadame zieht daraus ihre Konsequenzen.
Denn: Ist die Kluft so groß geworden, nimmt sie sich nicht mehr die Zeit, das alles aufzuarbeiten. Außerdem würde es Jahre dauern, die sie in ihrem Alter, ja nicht mehr hat.

„Wer anfängt mich zu ignorieren, ist auf dem besten Wege, mich zu verlieren“



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