Nicht ohne meine Schwimmnudeln

Im Wasser treiben und oben hängen lassen, wie auf einem Balkongeländer. Die Wellen vom Schiff, über seinen Körper schwappen lassen und fühlen: „Ich bin ein kleiner König, bitte gebt mir nicht zu wenig“. Wenn die Ersten vom See Nachhause fahren sind, kommt Provinzmadame erst an. Dann erwischt sie einen Parkplatz und bekommt genügend Beinfreiheit, Sie will Ruhe genießen und sich nicht von rotzfrechen Gfrastern beim Chillen stören lassen. Was gibts Schöneres, wenn der Attersee bachwerlwarmen ist und man das Höllengebirge, im Wasser vor sich hat.

Nur nicht zu weit hinauslehnen

Wie war das noch Früher? Da bestand noch nicht die Gefahr, dem Handtuchnachbarn beim Ausstrecken ins Gesicht zu „fahren“. Um Neun Uhr mit dem „Kammerer-Hansl“ zum Attersee und beim „Schönauer“ ein chilliges Platzerl gefunden. Im Nachhause fahren, die nassen Haare „am eisernen Schranken“ trocknen lassen. Damals durfte man noch draußen stehen und die Fenster drinnen waren auch zu öffnen. Provinzmadame kann sich nicht erinnern, dass jemals einer aus dem Zug gefallen wäre. Im Gegensatz zu heute. Im Teenageralter, nahmen sie erst den Zug um Elf und noch später, erwachsen, mit Kind und Kegel, erst gar gegen 13:00 Uhr.

Das alte Atterseer Strandbad

Da spielte Provinzmadame in unorthodoxen „Bocciadressen“, saulustig mit ihren Freunden die nächste Runde Spritzer aus. Irgendwann war ihr das zu langweilig und spätestens gegen Fünfzehn Uhr, fuhr sie wieder heim. Genervt von den idiotischen Bemerkungen alternder „Vip´s“:
„De is a scho Dreissg, der Hintern fängt scho zu hängen an“. Oder mit Blicken aufs Bikinihöschen, gab der lachende Kaufmann eins drauf: „Jahh, das ist der Blick ins Himmelreich“. Gott sei Lob und Dank, muss sich Provinzmadame so an Schas nicht mehr anhören.

Denn heute heißt´s: „Privatstrand“

Der Job als „Hunde-Nanny“ ermöglicht ihr das Privileg. Herrlich, noch spät abends alleine am See und den Sonnenuntergang genießen.
Diese Tage sind gezählt und wenn es so weit ist, bucht sich Provinzmadame ein Hotelzimmer in Weyregg oder Steinbach, der scheenan Seit vom See und genießt die Aussicht von dort.

„Dann möchte ich bündigeres, einfacheres, ernsteres. Mehr Seele, mehr Liebe und mehr Herz.“ – Vincent van Gogh


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