Nicht ohne meine Schwimmnudeln

Ich versteh nicht, warum ich mich immer erklären muss. Warum nimmst du drei? Du musst eine zwischen die Beine nehmen und radlfoahrn. Setz dich drauf. Na, vadaummt!!
Ich will mich einfach treiben lassen!. Oben hängen, wie am Balkonglander. Schluss aus! Eine Luftmatratze mag ich nicht, weil wenn ich da oben im Wasser döse und es fährt das Schiff vorbei, schwabbt das Wasser auf meinen heißen Körper und erschrickt mich.

Schwimmreifen

An eine Boje darf ich mich auch nicht hängen

Ich will einfach meine Ruhe haben. Mich nicht von rotzfrechen, seganten Gfrastern beim Chillen stören lassen. Die drei Nudeln kosten nicht mal zehn Euro und ein Booterl kann ich mir halt net leisten. Also was gibts Schöneres, als einfach alle Viere von sich zu strecken und im bachwerlwarmen Attersee von weitem die überfüllten Bäder zu beobachten. Sicher muss ich raus auch wieder. Das ist ganz einfach, weil ich sowieso vor fünf nicht in Ufernähe bin. Da wo die ersten schon wieder heimfahrn, komm ich erst an. Und Parkplatz hab ich auch immer gleich einen. Gut, kann schon sein das ich einmal hin und her fahren muss, aber das ist es wert.

Frau im Bikini

Wie war das früher?

Ja früher, da sind wir schon um neun Uhr mit dem Kamerahansl zum Schönauer gefahren und um fünf Uhr abends wieder heim. Die nassen Haare im Fahrtwind trocknen lassen. Ganz offen, da war nix zu. (Heut würden sicher a paar Dilos vom Zug fallen). Dann als Teenager fuhren wir erst gegen elf ins Strandbad. Damals im alten Atterseer Strandbad, sehr unorthodox, aber saulustig. Mit Bocciadressen ausgestattet wurde um die nächste Runde Spritzer gespielt.

Gspritze am Strand

Als wir dann Kinder hatten

Gings erst gegen Mittag los und nach kurzer Zeit hatte ich schon wieder genug. Alleine die Bemerkungen der alternden Vip´s nervten: „Die is a scho dreissg, da Arsch hängt scho a bissl“. Weh es is die Bikinihosn verrutscht, bemühte sich der nächste: „Ahhh, wieder ein Blick ins Himmelreich“. Typisch, der lachende Kaufmann. Pffffff, und den sei Hirn?! Um drei Uhr Nachmittags blickte ich sehnsüchtig auf die Strandbaduhr, aber der Zeiger bewegte sich nicht schneller. Wurscht! Schluss! Um viere wird gfahrn! Endlich.
Ja, und jetzt hab ich glatt nach zwei Stunden scho gnua!

 

 

 

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