„Schwimmnudel-Blues“

Ob Schwimmnudeln oder Luftmatratze – darauf lässt sich Provinzmadame gerne treiben. Dabei ist sie letztes Jahr noch, „ohne“ bis zur Boje geschwommen. Doch heute bekommt sie ein ungutes Gefühl, erstens, plagen sie neuerdings Wadenkrämpfe und zweitens, hat sie von heut auf Morgen, Angst vor dem tiefen dunklen „Grün“ des Attersees.

Mit diesen Schwimmhilfen fühlt sie sich daher sicher und kann sich entspannt die Wellen über ihren Körper schwappen lassen. Das gefällt ihr besonders, wenn das Ausflugsschiff welche verursacht.

Provinzmadame fährt normalerweise erst später an den See, dann, wenn die Ersten schon wieder Nachhause fahren. Gegen 17.00 Uhr sind wieder genügend Parkplätze vorhanden und man hat genügend Beinfreiheit im Bad. Denn, wenn: Möchte sie die Zeit am See genießen und sich von keinen rotzfrechen „Gfrastern“ – beim Chillen stören lassen.

„Tuts eich net zweit „aussiloana!“

Auch an diese Mahnung ihrer Mutter kann sie sich noch gut erinnern. Dabei gab es nichts Schöneres und Lustigeres, mit dem „Kammerer-Hansl“ an den Attersee zu fahren und sich im „Schönauer-Bad“ breit zu machen. Damals bestand noch nicht die Gefahr, dass einem der Handtuchnachbar beim „Ausstrecken“ – mit seinen Zehen ins Gesicht „fährt“.
Es war eine schöne unbeschwerte Zeit, als sie dann mit dem „letzten Zug“ Nachhause gefahren sind und sich die nassen Haare im Fahrtwind haben trocknen lassen.

Damals durfte man auch noch draußen stehen, zwischen den Waggons, denn zur Sicherheit – genügte ein „Eisen-Schranken“.
Sollte es im diesem „Zwischenraum“ zu überfüllt gewesen sein, konnte man drinnen das Fenster einfach öffnen, man musste es nur runter schieben. Provinzmadame kann sich hier nicht erinnern, dass jemals einer vom Zug gefallen wäre, im Gegensatz zu heute.

Die Sommer mit ihren Kindern

Die verbrachten sie im alten Atterseer Strandbad, wo sie zwischendurch immer wieder mal, in unorthodoxen „Bocciadressen“ – um eine Runde „Sprühwein“ spielten.
Irgendwann, da war sie Anfang Dreißig, wurde ihr auch das zu langweilig und sie verließ das Bad schon gegen Fünfzehn Uhr. Erstens nervten sie die viel zu vielen Leute und Zweitens, die idiotischen Bemerkungen – alternder „Geilisten“. Selber nicht mehr taufrisch und so etwas von sich gaben: „De is a scho Dreissg, weil der Hintern zu hängen anfängt“. So was, gaben die Männer damals von sich und heute????

Diese Schwachsinn müssen wir uns nicht anhören

Heute, nach so vielen Jahren liebt sie die Ostseite vom Attersee, sie ist wie für viele andere, auch die „scheena Seit“ vom See.
Das Glück und die Möglichkeit, die Sonnenuntergänge – ab und zu an einem „Privatstrand“ – zu genießen ist ein Privileg. Das brachte der „Hunde-Nanny – Job“ nebenbei mit sich.

Herrlich, im sommerlichen aufgewärmten Attersee planschen und die Stille genießen. Kann es Schöneres geben? Immerhin sind es Momente, wo sie ihr „Jacky-Gen“ vollkommen ausleben kann:
„Sich fühlen wie ein kleiner König, darum gebt ihr nie zu wenig“.

Provinzmadame weiß aber, dass diese Tage gezählt sind, die Hunde werden ja nicht ewig leben. Sollte es mal so weit sein, hofft sie auf ein Hotelzimmer, auf der „scheenan Seit“.
Leider sind diese oft schon zwei Jahre im voraus ausgebucht, doch bis dahin – lässt sie den Herrgott an guten Mann sein und planscht verspielt weiter:

„Genieße heute, denn gestern ist vorbei und morgen kommt vielleicht nie“

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