Eine Wohnung, die sie nicht ihr Eigentum nennen kann, ein Auto, dass einem Schlaglochsuchgerät ähnelt und ein Einkommen, mit dem sie grade mal ein Auskommen. Neulich traf Provinzmadame eine Bekannte, die sich mit leidigen Unterton erkundigte: „Wie geht´s dir eigentlich so, geschieden, ohne Haus und „Mann“? Hallo?!
Dabei fing sie an, Provinzmadame zu erzählen, dass sie seit längerem alleine lebt, weil ihr Lebenspartner verstorben ist. Betonte, dass sie dennoch lebenslanges „Besuchsrecht“ – im „Haus am See“ hat. Nur leider keinen Seeblick mehr, weil ein „Doppeldoktor“, diesen mit seiner Wochenendvilla verbaute.
Die Zeiten werden nicht besser
Und das bereitet ihr Sorgen, weshalb sie anfing, wöchentlich: „Einen Wasser und Brot Tag“ einzulegen. Damit würde es ihr nicht so schwer fallen, sollte sie sich wirklich nichts mehr leisten können.
Tja, worüber sich die Leut Gedanken machen, da kann Provinzmadame nur den Kopf schütteln. Immerhin bekam sie damit gleich wieder eine Privatvorstellung von ihrem Kopfkino. Darin nahm sie dann selber schon Moorbäder, um sich an die feuchte Erde zu gewöhnen.
Alles Schwachsinn! Sie kann nämlich sehr gut verzichten: Etwa, auf den Schimmel, der nicht dahergeritten kommt, sondern sich prinzipiell auf ihre letzte Scheibe Brot setzt. Den letzten Tropfen Milch, der sauer geworden ist und im Kaffee ausflockt. Den Parkautomaten, der die 1 Euro-Münze nicht mehr schlucken kann, weil er zu voll ist und sie zähneknirschend, eine zwei Euro Münze einwerfen muss – für eine halbe Stunde!
Genauso auf einen Mann, der ständig auf der Suche nach seiner zukünftigen EX ist!
Zu guter Letzt, auf den Augenblick in der öffentlichen Toilette, wo sie feststellen muss, dass sich das Papier außerhalb vom Raum befindet.
Loslassen und einfach „Sein“ können
Zufrieden und dankbar sein mit dem, was man hat, das macht glücklich und zufrieden. Bei zu viel Stress, die Herausforderungen des Alltags stemmen kann und in der Lage sein, neue Perspektiven und Lösungen zu finden.
Glück ist ein Gefühl der Erfüllung, besonders dann, wenn wir mit den Entscheidungen, die wir getroffen haben zufrieden sind und unsere Ziele erreichen. Wer alleine lebt, sollte sein Umfeld genießen können, das gibt einem auch das Gefühl von Verbunden – und Vertrautheit.
Jeder hat mal mit Herausforderungen und schwierigeren Zeiten im Leben zu kämpfen, darum sind wir doch dankbar, wenn wir uns gerade jetzt, in einer positiven und erfüllenden Lebenssituation befinden.
Das Leben und die Leichtigkeit des Seins genießen, das alles, gelingt einem mit: „gehen und gehen lassen“
„Sich glücklich fühlen können, auch ohne Glück, das ist Glück“
Marie von Ebner-Eschenbach


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