Bleigießen für die Seele?

Ein Freund sagt zu mir: „Bist eh a „Hobbypsychologin“ und kennst Di mit positivem Denken aus. Warum gelingen Neujahrsvorsätze nicht? Schreib doch was drüber. OK, ich bin fündig geworden und zwar mit einer leicht plausiblen Erklärung:
Positives Denken allein kann beim Umsetzen nicht helfen. Was dann?

WOOP

WOOP: Wish (Wunsch) – Outcome (Ergebnis) – Obstacle (Hindernis) – Plan (Plan). Frau Prof. Dr. Gabriele Oettingen, arbeitet mit dieser Methode. Lieber nicht zu positiv denken, sondern:
Mentales „Kontrastieren“ – Wenn-Dann – Pläne machen und damit zu erstaunlichen Ergebnissen kommen. Erst mal: „Was wünsch ich mir?“ und dann: „Was hält mich auf?“ Was ist Dein „innerliches“ Hindernis? Ist es zu überwinden? Mit dieser Methode lernt man mit Rückschlägen umzugehen, neu überdenken oder es bleiben lassen.

Bleigießen für die Seele oder anpacken?

„Bleigießen, für die Seele“ nennt der Berliner Psychoanalytiker Hans-Werner Rückert Neujahrsvorsätze. Unser Hirn, ein Gewohnheitstier, Vorsätze, die an „Stichtagen“ wie Silvester, Geburtstag oder Montagen, gefasst werden sind zum Scheitern verurteilt.
WOOP, eine Methode, Verhaltensänderungen ohne teures Coaching durchzusetzen. Im „Harvard Business Manager“ so beschrieben: Auszug: Weil die Menschen mit ihrer Hilfe entweder feststellen, dass ihre Wünsche erfüllbar sind (das verleiht ihnen Energie, gibt ihnen eine Orientierungshilfe, erhöht ihr Engagement und motiviert sie zum Handeln) oder sie erkennen, ihre Wünsche sind unrealistisch.

„Die Psychologie des Gelingens“

Das Buch kann Unterstützung sein. Für mich ist es erstaunlich zu lesen: Je positiver man denkt, desto unwahrscheinlicher gelingt es, seinen Wunsch zu realisieren. Stimmt und stimmt aber auch nicht. Bei „Bestellungen zum Universum“ heisst es: Wünschen und dann die Hände in den Schoß legen. Bei WOOP: Hindernisse erkennen und handeln. OHA!
Klar doch, Hindernisse sehen bedeutet Lösungen finden, wie sie und ob sie überwindbar sind.

Ergo: Kluge Wünsche!

https://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/strategie/strategie-20101203-kluge-wuensche.html
Ein frommer Wunsch reicht also nicht? Es wird immer Hürden zur Zielerreichung geben, gut wenn man sie erkennt. Am besten aufschreiben, in vier Punkte gliedern und dann anpacken. Ziele die erstrebenswert und erreichbar sind. Ziele die unrealistisch erscheinen, werden aufgegeben. Also: In vier Schritten WOOP

  1. Wish   Wunsch
  2. Outcome Ergebnis
  3. Obtstacle Hindernis
  4. Plan Plan



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